Runter vom Bremspedal – wie du mit neuer Energie dein Leben in die Hand nimmst

Allgemein, Life-Balance

Uh, heute wird es spannend. Das fühle ich schon, nachdem ich nur die Überschrift geschrieben habe. Denn anders als viele Autoren, setze ich die Überschrift immer zuerst. Ich gebe meinen Texten eine Richtung ohne dass ich weiß, ob das, was ich schreiben möchte, überhaupt dazu passt. Die Überschrift ist zuerst da und sie gibt dem Text das, was sie tun soll. Einen Rahmen.

Das, was nun folgt, sind Gedanken und Verknüpfungen, die ich dieser Überschrift unterordne. „Was hat die denn jetzt mit ihrer blöden Überschrift?“, denkst du dir? Du wirst im Laufe dieses Textes noch einige Parallelen ziehen können (hoffe ich zumindest). 😉

Ich möchte dir heute einen kleinen Leitfaden an die Hand geben, denn ich nehme wahr, dass soo viele Menschen um mich herum ständig am nörgeln sind. Wenn sie ausnahmsweise mal nicht über Corona nörgeln, nörgeln sie über das Wetter, den Chef, den Partner oder sie nörgeln an sich selbst herum. Dass man zu dick geworden ist, die Haut faltig wird, die Haare mal voller waren und was weiß denn ich. Die Ursache dieses Nörgelns ist : Unzufriedenheit. Eine Unzufriedenheit entsteht, wenn wir eigentlich Dinge erwarten, die aber nicht eintreffen. Wenn wir uns insgeheim eine Sache vorstellen, die aber in der Realität irgendwie anders aussieht. Es entsteht eine Lücke zwischen dem Soll- und dem Ist-Zustand und wenn dieser sich nicht deckt entsteht eben eine Art Unzufriedenheit. Oftmals sind wir uns nur selten über die eigentliche Ursache bewusst, daher sage ich dir nun (um das Ganze abzukürzen) die Ursache der meisten Menschen: Der Großteil ist unzufrieden mit dem eigenen Lebensstil. Mit der Art wie Dinge angepackt oder umgesetzt werden.

Du kannst mir folgen und stimmst mir zu? Jackpot ! Dann lies weiter, denn damit können wir arbeiten – Einsicht ist schließlich der erste Schritt zur Besserung.

Um deinem Leben die Unzufriedenheit zu nehmen und stattdessen mit einer geballten Ladung Power und Energie zu füllen, gebe ich dir ein paar Tipps mit an die Hand.

  1. Setz (d)eine Forscherbrille auf und finde die Ursache!

Um deinem Leben einen Schub zu verleihen, ist es wichtig, dass du die Ursache für deine Unzufriedenheit findest. Was genau stört dich an dir? Dein fehlender Elan? Deine Bequemlichkeit? Deine geringe Frustrationsgrenze? Deine Sprunghaftigkeit? Deine Angst vor Veränderung? Was auch immer es ist, was dich im tiefsten Inneren stört, es muss gefunden werden. Daher ist es wichtig, dass du dich selbst möglichst neutral beobachtest. Sieh dich selbst als Versuchsobjekt und bewerte die Dinge nicht sofort, sondern versuche sie objektiv als Forscher zu beobachten. Wenn du beispielsweise in einer neuen Situation ängstlich reagierst, weil du vielleicht Angst davor hast, auf fremde Meinungen und Menschen zu treffen, nimm es an. Beobachte dich und denke statt „ich habe Angst“ lieber „ich beobachte, dass ich Angst habe.“

2. Führe ein Change-Diary

Halte deine Beobachtungen in einem Tagebuch fest. Was fällt dir auf? Wo sind deine Baustellen? In welchen Situationen würdest du dich gerne anders verhalten? Halte später auch deine Erfolge hier fest.

3. Gib dir selbst eine Überschrift!

Dies ist der wohl wichtigste Punkt. Denn hier geht es um die Definition des Soll-Zustandes. Wie willst du sein? Welche Überschrift möchtest du dir geben? Möchtest du eine Stärke entwickeln wie etwa Durchhaltevermögen, Ehrlichkeit oder Treue? All das lässt sich lernen, wenn wir uns bewusst machen, was wir lernen möchten! Die Überschrift ist nicht nur dein Leitfaden und dein Rahmen, an dem du dich zukünftig orientierst, sondern deine Überschrift wird dein persönlicher, positiver Glaubenssatz, der sich über die Zeit in dein Unterbewusstsein speichern wird.

4. Beobachten, prüfen, anpassen, beobachten, prüfen, anpassen

Jetzt heißt es: konsequent sein. Denn nur durch Routinen ergeben sich Gewohnheiten und durch Gewohnheiten entstehen neue Handlungen. Eines meiner Lieblingszitate dazu ist folgendes:

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“

– Talmud

Dieses Zitat zeigt, wie negative Gedanken unseren Charakter ändern können. Aber es zeigt auch das Potential, das Gedanken haben unseren Charakter langfristig positiv zu verändern. Es ist mit Zeit und Arbeit verbunden, aber du wirst ein Leben lang von dieser Investition in dich selbst profitieren.

Deine Anni

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Wie facettenreich bist du?

Allgemein

Wer bist du?

Eine kurze Frage über die man eine ganze Weile nachdenken kann. An was macht man es fest, wer man ist? Am Beruf? An persönlichen Vorlieben? An Persönlichkeitszügen oder Merkmalen? An der Hautfarbe? An dem Herkunftsland? Am Familienstand?

Die Frage „Wer bin ich“ kann uns ganz schön aus dem Konzept bringen und lässt sich so einfach gar nicht beantworten.

Manchmal müssen wir es auch gar nicht einfach halten, denn die Frage nach der eigenen Identität ist komplexer als wir annehmen. Und weil sie so komplex ist belassen wir es meistens bei unserem Namen und der Berufsbezeichnung. Doch ist das wirklich alles? Reicht uns das? Und ist es überhaupt gut, seinen Identität an lapidaren Dingen wie einem Beruf festzumachen?

Folgende kleine Geschichte dazu:

Es war einmal ein Top-Manager eines großen Autokonzerns im Süden von Deutschland. Mit seinem Gehalt gehörte er bereits zu der Elite des Konzerns, er hatte knapp 1000 Mitarbeiter unter seiner Verantwortung und sein Job forderte ihn rund um die Uhr. Seine Frau hatte inzwischen aufgehört, mit dem Essen auf ihn zu warten und seine beiden Kinder waren es gewöhnt, Papa nur am Wochenende zu sehen. Der Manager war nach außen hin zufrieden mit seinem Leben – er hatte alles, was er erreichen wollte. Doch eines Tages geschah etwas Furchtbares. Über Nacht brachen die Aktienkurse des Konzerns ein und es stellte sich eine wirtschaftliche Schieflage ein. Der Konzern sah sich gezwungen, Stellen abzubauen. Zu dieser zählte auch die des Managers. Als er von seiner betriebsbedingten Kündigung erfuhr brach eine Welt für ihn zusammen. Man hatte ihn mit sofortiger Wirkung freigestellt und so verbrachte der Manager Wochen zu Hause, gezeichnet von einer tiefen Sinnkrise. Wer war er, wenn er nun kein Manager mehr war? Was konnte er überhaupt? Was zeichnete ihn aus? Er fühlte sich elend , denn er wusste nicht, wer er gewesen war, bevor er beschloss Manager zu werden…

Diese Geschichte zeigt, wie fatal es sein kann, wenn man seine Identität an nur eine einzige und noch dazu unbeständige Facette des Seins knüpft: den Beruf. Viel zu oft verhindern wir, weiteren Teile in uns Raum zu geben, uns zu entfalten oder zu wachen, weil wir glauben, dass Dies oder Jenes nicht zur aktuellen Identität passt.

Doch das ist Quatsch.

Jeder von uns ist mit einem Facettenreichtum ausgestattet, der nur darauf wartet, entdeckt zu werden. So kannst du Mutter sein und trotzdem beruflichen Erfolg haben. Du kannst Künstlerin sein und in einer Bank arbeiten. Du kannst auf Partys die Extrovertierte und im Familienkreis die Introvertierte sein. Du kannst viel Geld besitzen aber dennoch Gefallen an Second-Hand-Shops finden. Du kannst Jurist sein und dich in deiner Freizeit als Clown für Kinder engagieren.

Ja, wir haben oftmals eine Neigung zu Gegensätzen und den Wunsch Dinge miteinander zu vereinbaren, die scheinbar nicht zu vereinbaren sind. Und daher sage ich dir: Ja, du kannst Gegensätze leben und solltest dies sogar tun!

Wir streben nach Harmonie und Gleichgewicht und dazu zählt, dass wir manchmal Dinge tun, die augenscheinlich nicht zusammenpassen. Doch wenn wir beide Seiten vereinen, spüren wir eine Harmonie, die sich Erfüllung nennt.

Es ist nicht immer einfach, allen Anteilen gerecht zu werden, aber ich ermutige dich, nach ihnen zu suchen. Ausgelebte Facetten schenken uns nicht nur Erfüllung, sondern sie stellen zudem unsere Energiequelle dar. Wir tanken auf, wenn wir manchmal genau das Gegenteil von dem tun, was wir sonst zu tun pflegen.

Ich möchte dir ein paar Impulse mit auf den Weg geben, die du gerne ausprobieren kannst:

Der/die KünstlerIn in dir: malen, singen, nähen, basteln, schreiben, backen, kochen, musizieren, handwerkern, bauen, konstruieren, die Wohnung streichen, dekorieren, neu Einrichten

Der/die EntdeckerIn in dir: wandern, Stadtführungen, Museen, Geocaching (GPS-Touren), Bergwerke / Höhlen, Natur

Der/die GenießerIn in dir: Sonnenaufgänge/Sonnenuntergänge betrachten, Sternenhimmel beobachten, ans Meer fahren, Weinprobe, Kochabend, Oper, Konzert, Waldbaden

Der/die Extrovertierte in dir: Fotoshooting, Karaoke-Bar, Club, tanzen, Networking, Dates, Sport, Fitnessstudio, Klettergarten

Der/die Introvertierte in dir: Kino, Abend zu zweit / Mädelsabend, Fotografieren, spazieren, Natur beobachten, ins Café sitzen, lesen, schwimmen, Sauna

Sei dir bewusst, dass diese Anteile bei jedem von uns in einer unterschiedlichen Art und Weise ausgeprägt sind. Und das diese Anteile deine Aufmerksamkeit bekommen wollen. Gib dir die Chance , dich neu kennenzulernen und herauszufinden wer du bist.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß auf deiner persönlichen Entdeckungsreise! ❤

Erkenne dich und werde frei

Allgemein

Guten Morgen mein/e Liebe/r. Zumindest ist es bei mir gerade morgens. Ein ruhiger, genussvoller Sonntagmorgen, 06.45 Uhr. Draußen ist es noch dunkel und da ich gerade in einem Hotelzimmer gegenüber von Berlins Hauptbahnhof bin, kann ich trotz der Frühe schon einiges beobachten. Ein Taxi hält und fährt, Busse entlassen Menschen am Eingang und die Straße wird allmählich voller. Die Lichter der umliegenden Hochhäuser erhellen die Stadt. Es ist so als ob dieser Moment mir sagt: „Siehst du Anne, das ist Leben. Die Stadt ist lebendig.“ Und noch während ich über diesen Satz nachdenke, was Leben eigentlich ist, zücke ich schon meinen Laptop und beginne zu schreiben.

„Leben ist mehr als das, was wir augenscheinlich glauben zu sehen. Leben beginnt da, wo die Augen aufhören zu sehen.“

– La petite Anni

Ich durfte gestern an einem so unglaublich schönen Event teilnehmen. Als ich im Vorfeld gefragt wurde, was das für ein Event wäre, wusste ich selbst nicht mal so recht, wie ich das nennen sollte. Ein Meditationsevent? Ein Motivationsevent? Eine Show? Ich hatte einfach absolut keine Vorstellung. Letzten Endes war es das Abschlussevent einer kleinen spirituellen Reise, einem Kurs, den ich Anfang Januar begonnen hatte.

Oktober letzten Jahres stand ich an einem Punkt, an dem ich mit der Art wie ich lebte, nicht mehr weiter leben konnte. Ich war mit meinen Ansichten und Werten so unglücklich und befand mich in einem fast unaufhaltbarem Zwiespalt. Ich war erschrocken wie weit ich mich von mir entfernt hatte. Denn ohne es zu wissen, hatte ich mir über viele Jahre hinweg ein Kartenhaus auf Treibsand gebaut. Und dieses Kartenhaus drohte jeden Moment einzustürzen. Es rüttelte und wackelte und mir begegneten Situationen, die mir das immer wieder vor Augen hielten. Ich bekam große Angst. Denn ich wusste, dass mir dieses drohende Schicksal den Boden unter den Füßen wegreißen würde und das konnte und wollte ich nicht. Nicht für mich. Nicht für meine Familie. Also begann ich nach Möglichkeiten und Antworten Ausschau zu halten. Ich öffnete mich für neue Wege und vor allem entwickelte ich die Bereitschaft, mich wirklich ändern zu wollen.

Während eines Spaziergangs trafen Worte direkt in mein Herz. Sie haben alles verändert. Denn ich begann plötzlich zu begreifen. Ich begriff innerhalb einer Sekunde worum es ging. Ich erkannte diese ungeheuer große Möglichkeit, die in mir lag und dass der Schlüssel für Veränderung ich selbst bin.

Du bist der Schlüssel für Veränderungen. Jeder trägt diesen Schlüssel in sich. Sei mutig und mach dich auf den Weg, um ihn zu finden.

– La petite Anni

Seit Oktober suche ich nun mit aller Sehnsucht nach diesem Schlüssel. Es ist der Schlüssel zum eigenen Herzen.

Wir leben in einer Gesellschaft in der viele Menschen ihr Herz, bewusst oder unbewusst, verschlossen haben. Negative Erfahrungen, Enttäuschungen, Intrigen, Belastungen, Schmerz – all das lässt uns unser Herz verschließen. Wir glauben, dass dies uns vor neuen, schlimmen und schmerzhaften Momenten schützen wird. Aber das tut es nicht. Jede Negativität, jede schmerzhafte Erfahrung wird unser Herz mehr und mehr verschließen bis wir irgendwann an einem Punkt stehen, wo wir tiefe Traurigkeit verspüren und nicht wissen warum. Wir machen jeden und alles für unsere Traurigkeit verantwortlich. Wir suchen einen Schuldigen, auf den wir all unseren Ärger und unsere Wut laden können, was nicht selten unsere Partner, Kinder oder Menschen sind, dir wir im Inneren besonders lieben. Wir suchen so verbittert und voller Schmerz nach einem Schuldigen. Bis wir erkennen, dass es keinen Schuldigen gibt. Bis wir erkennen, dass es niemanden gibt, der die Verantwortung für unser Leben übernimmt. Außer wir selbst.

Es erscheint dir vielleicht merkwürdig, wenn ich dir sage, dass der erste Schritt auf dem Weg zu mehr Frieden in dir ist, dir einzugestehen, dass du schon viel zu lange nach einem Schuldigen suchst. Du hoffst, dass jemand eine Hand hebt und sagt „komm, gib schon her, ich regle das alles für dich. Leg dich mal aufs Sofa. Ich kümmere mich um deine Probleme. Ich führe das schwierige Gespräch, ich gehe für dich zum Sport, ich fahre für dich zur Arbeit. Ich esse, trinke, schlafe für dich und wenn es sein muss, gehe ich für dich aufs Klo.“

Es ist etwas überspitzt, aber verstehst du was ich meine? Diesen jemand gibt es nicht. Denn dieser jemand bist du. Steh auf und fange an Verantwortung für all die kleinen und großen Dinge zu übernehmen, die dir am Tag begegnen. Es ist der wichtigste und erste Schritt, um sich aus dem Verließ zu befreien, in dem so viele Menschen sitzen.

Ich habe gestern viel geweint, fremde Menschen umarmt, Liebe geschenkt und erhalten und das wichtigste: Ich habe vergeben. Ich habe all die Lasten, all die Momente vergeben, die mein Herz noch immer verschlossen haben. Ich habe Verantwortung übernommen und damit wieder einen Meilenstein auf meinem Weg geschafft, der Mensch zu werden, der ich werden möchte.

Frei. Erfüllt. Dankbar. In Liebe & ein Licht in dieser Welt.

Ich wünsche dir einen wunderbaren Sonntag.

Mögen die richtigen Worte dein Herz berühren.

Deine Anne