#Zeitfürmich – wie ihr die Zeit zuhause sinnvoll nutzen könnt

Allgemein

So eine Zwangspause vom alltäglichen Leben ist ziemlich außergewöhnlich und wird so schnell wohl auch nicht wieder kommen. Wenn du bereits die Chance (zum Artikel gehts hier) erkannt hast, die die aktuelle Krise für uns mit sich bringt, möchte ich dir mit diesem Artikel ein paar Ideen an die Hand geben, damit du deine Zeit zuhause auch effektiv nutzen kannst.

Erinnere dich, wer du bist

Allgemein

„Erinnere dich, wer du bist.“ Das , was auf den ersten Blick so einfach klingt, ist in Wirklichkeit ein ganz schön langer Weg.

Oft sind wir uns gar nicht bewusst darüber, dass wir uns im Laufe des Lebens vergessen. Wir werden erwachsen und werfen selbstverständlich alte Überzeugungen, Ansichten und Vorstellungen über Bord. Manchmal gehen dabei jedoch auch wertvolle Informationen verloren. Wir vergessen gerade die Dinge, die uns einst so gut getan haben und uns, ohne es zu wissen, Kraft und Energie gaben.

Als Kinder waren wir alle Entdecker. Wir sahen die Welt das erste Mal und waren ganz erpicht darauf, alles in möglichst kurzer Zeit zu entdecken. Wir probierten uns aus, scheiterten, versuchten es wieder und wieder bis wir eines Tages voller Freude und Stolz unser Können präsentierten.

Über die Zeit kann es jedoch passieren, dass wir uns soweit von unserem Wesen entfernen, dass wir vergessen, wer wir im Kern eigentlich sind. Vergessen worauf wir stolz waren und was uns als Kind aus tiefstem Herzen Freude bereitet hat.

Vielleicht war es die Liebe zu Tieren oder Pflanzen. Vielleicht die Liebe zum Sport. Vielleicht aber auch die Liebe zur Musik, zum Malen, zum Bauen, zum Basteln oder zum Sammeln von Briefmarken. Was auch immer dir Freude bereitet hat, es ist noch immer in dir.

Möglicherweise hast du diese wertvollen Informationen über die Zeit des Erwachsenwerdens tatsächlich über Bord geworfen und wunderst dich, warum du dich heute nur schwer für Dinge begeistern kannst. Manchmal legen wir sogar so einen 180° Drift hin, dass wir völlig konträr sind zu dem Menschen, der wir als Kind einmal gewesen sind.

Glaube mir, es lohnt sich mal zurückzublicken. Und sich eine kleine Zeitreise zu erlauben. Nach den Dingen zu suchen, die dich im Herzen begeistert haben und sie mit ins Hier und Jetzt zu nehmen. Es wird Schwung in deinen Alltag bringen, das sage ich dir aus eigener Erfahrung!

Alte Talente neu entdeckt

Allgemein

Ich hoffe, ihr seid genauso gut in diese Woche gestartet wie ich. Ich habe beschlossen, dieser auch einen Namen zu geben: Die Woche der neu entdeckten (alten) Talente.

Talente schlummern in jedem von uns. Und sie sind genauso vielfältig und bunt wie der Besitzer. Als Kind musste ich ein bisschen suchen, denn meine Talente lagen wohl in etwas anderen Bereichen wie die der anderen Kinder. Das ist mir besonders immer im Sportunterricht aufgefallen. Sobald es hieß „wir turnen heute“ wollte ich die Flucht ergreifen. SOFORT WEG. Turnen…fand ich immer schrecklich und werde ich immer schrecklich finden. Heute kann ich darüber lachen, dass meine Mutter mit mir extra in eine Sporthalle gehen musste, um die Vorwärtsrolle zu üben – früher fand ich das überhaupt nicht witzig… Ich schien so talentfrei in Sachen Sport zu sein, wie man nur sein kann. Das bewies ich immer wieder aufs Neue, als ich mir beim Handstand abrollen das Knie mehrere Male gegen die Nase schlug.

Der Sportunterricht war für einige Schüler DIE Plattform, wo sie zeigen konnten, was sie können. Plötzlich war der 5er Kandidat das Sportass und der Nerd der Letzte, der auf der Bank saß und wartete, dass er in ein Team gewählt wurde (z.B. ich 😀 ).

Als Kind kann man das noch nicht wirklich differenzieren, dass es Talente oder eben plakativ Schulfächer sind, die den einen Kindern mehr liegen und den anderen weniger. In der Schule muss man in allem gut sein. Das System verlangt es so. Und eine 4 ist der Beweis, dass man gerade noch damit durchkommt. Was machen Schüler also? Sie fokussieren sich auf die 4 im Zeugnis, nehmen Nachhilfe in Mathe (oder Sport, Rolle vorwärts üben und so 😀 ) und versuchen mit ach und krach sich zu verbessern. Später werden uns dann die Fächer im Kopf bleiben, in denen wir keine Genies gewesen sind, aber unsere Talente und Stärken, die wir haben, vergessen wir. Dabei liegt gerade hier das Potential.

Ein anderes Beispiel: Ich singe ja, seitdem ich 13 Jahre alt bin. Hatte jahrelang Gesangsunterricht und habe vereinzelt auf Bühnen gesungen. Fast immer im Vergleich mit anderen Schülern. Ein Ereignis bleibt mir besonders im Kopf, als ich ein Lied performte (Maria Mena – Just hold me), dass damals eine echte Herausforderung für mich gewesen ist. Dieses Lied sang ich nicht allein, sondern im Duett mit einer hervorragenden Sängerin. Ihr könnt Euch vorstellen, wie ich mich gefühlt habe, wie der absolute Vollhorst. Dieses Erlebnis setzte sich fest, sodass ich auf das Singen schon keine Lust mehr hatte und glaubte, ich hätte dafür kein Talent. Ein Glück, dass der Knoten irgendwann geplatzt ist, sonst hätte ich jetzt das wunderschönste Hobby der Welt nicht für mich entdeckt.

Aus Talent wird Leidenschaft

Bleiben wir beim Singen. Früher war es ein Graus für mich auf der Bühne zu stehen, heute singe ich bei jeder Gelegenheit (an alle Hochzeitswilligen – ich hab noch ein paar Termine frei 😛 > mail me ). Es tut gut zu wissen, wo die eigenen Stärken liegen, was man kann und vor allem: Womit man sich selber eine Freude machen kann! Für mich gibt es nichts Schöneres als ein leeres Haus, ein Mikrofon und meinen Laptop – it’s showtime babe!

Leidenschaft ist eine ganz wichtige Sache im Leben. Ohne Leidenschaft fehlt der Antrieb und der Sinn. Die Frage „wofür mache ich das eigentlich“ stellt sich nicht mehr. Ich mache es für mich. So ist es auch mit meinem Job. Ich mache die Aufträge natürlich auch aus finanziellen Gründen, klar, wer nicht. Aber ich genieße es, sagen zu können, dass ich das, was ich tue, aus Leidenschaft mache.

Ein Luxus , den ich jedem von Euch nur wärmstens empfehlen kann. Es erfordert Arbeit und ein vielleicht auch längeres Suchen, aber es lohnt sich!

Geht mal zurück zu euren Ursprüngen, eurer Kindheit, eure Schulzeit. Vielleicht werdet ihr schon bald fündig werden! 😉