Was wir in 2020 gelernt haben

Allgemein

Der Jahreswechsel ist erst wenige Tage alt. Und ich glaube, ich lüge nicht, wenn ich behaupte, dass die meisten wohl erleichtert sind, dass dieses verflixte Jahr 2020 endlich vorbei ist. Es ist ein Jahr, das in die Geschichtsbücher eingehen wird und hey, wir waren dabei! Es war ein Jahr der großen Emotionen. Wir haben zum ersten Mal in unserem Leben gespürt was es heißt, wenn Dinge, die einst selbstverständlich waren, es nun nicht mehr sind. Wenn es plötzlich nicht mehr so einfach ist, Familienfeste und Geburtstage zu planen, wenn der Urlaub ins Wasser fällt oder der Betrieb schließen muss.

Ich bin mir sicher, dass auch du deine ganz persönliche Achterbahnfahrt der Gefühle im letzten Jahr hattest. Dennoch glaube ich, dass wir auch alle etwas aus diesem besonderen Jahr 2020 mitnehmen können. Dinge, die grundlegend wichtig sind und die wir in den folgenden Jahren noch mehr als jemals zuvor brauchen werden.

2020 war im Außen sehr laut. Nachrichtenkanäle liefen gefühlt non-stop. Fernsehansprachen der Kanzlerin wurden im Terminkalender markiert wie kaum ein politischer Auftritt zuvor. Auch in unseren Smalltalks, die wir mit Menschen führten, ging es meist immer um DAS eine Thema. Wir waren Zahlenprofis was die aktuellen Infektionszahlen anging und wussten plötzlich über epidemiologische Parameter wie etwa dem R-Wert Bescheid. Dann gab es noch jene, die innerhalb weniger Monate vom Influencer (nicht zu verwechseln mit Influenza) zum Virologen mutiert waren. Menschen, die nach wie vor überzeugt davon sind, dass das alles nur ein Fake ist .

Doch eines zeigt dieses Verhalten der sich spaltenden Gesellschaft. Es zeigt, was Angst mit uns macht. Wie sehr Angst uns in eine falsche Richtung lenken kann und uns blendet, sodass wir keinen klaren Gedanken mehr fassen können. Doch dazu mehr in einem anderen Artikel.

Heute möchte ich dir zeigen, was wir aus diesem Jahr lernen können:

  1. Nächstenliebe & Respekt

Vielleicht gehörst auch du zu den Menschen, die sich in der Nachbarschaftshilfe engagieren? Risikogruppen das Einkaufen abnehmen und nach dem rechten sehen? In diesem Jahr haben wir als Gesellschaft gelernt, was es heißt zusammen zu stehen. Wir haben uns umeinander gesorgt und respektiert, wenn es Menschen gibt, die unseren Schutz benötigen. Wir haben unsere Bedürfnisse hinten angestellt, sind mehrmals zum Einkaufen gefahren, um auch der netten Nachbarin aus Haus Nummer 4 ihre Vorräte zu bringen.

2. Rücksicht & Toleranz

Die meisten halten sich daran und akzeptieren es. Die Tatsache, dass nicht jeder bester Gesundheit ist, chronische Erkrankungen oder belastende Vorgeschichten hat. All diejenigen Menschen unserer Gesellschaft brauchen es, dass wir Abstand halten und unseren Mund- sowie die Nase mit etwas bedecken. Um diese Menschen zu schützen. Mein Blut pulsiert wenn ich Stimmen höre, die sagen, dass 80-jährige Menschen aufgrund ihres Alters nicht (mehr) schützenswert seien. Es lässt mich am demokratischen Grundwillen dieser Menschen zweifeln. Aber ich glaube trotz der uns suggerierenden Medien, dass diese Menschen ein kleiner Bruchteil und nicht die Mehrheit sind.

3. Demut & Bewusstsein

Diesen Punkt kann glaube ich keiner leugnen. Wir haben in 2020 gelernt, dass es Dinge auf der Erde gibt, die winzig klein und dennoch so sehr mächtig sein können. Wenn es nicht das Corona-Virus ist, dann wird es irgendwann eine andere Erkrankung sein. Wir leben mit Viren. Sie waren schon immer da. Noch vor uns. Nur war es uns nie bewusst. Es war selbstverständlich , dass wir gesund sind und uns frei bewegen können. Aber spätestens nach 2020 wissen wir, dass auch unser Leben von vielen Parametern abhängt, die wir eben NICHT alle kontrollieren können.

Es gibt also einiges, was wir aus 2020 mitnehmen.

Meine große Bitte ist, dass wir diese kostbaren Tugenden nicht vergessen.

Dass wir auch dann daran zurückdenken, wenn wir uns die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, 2€ mehr für einen Kaffee auszugeben, der unter fairen Bedingungen hergestellt wurde und Kindern im Ernteland eine gute Schulbildung ermöglicht anstatt sie zum Arbeiten zu zwingen.

Dass wir daran zurückdenken, wenn wir vor der Fleischtheke Unmengen von der Billig-Lyoner kaufen anstatt achtsam mit dem Tierwohl umzugehen und zu überlegen wie viel Fleisch wir in unserem Alltag tatsächlich brauchen. Und vor allem: aus welcher Aufzucht es stammen sollte.

Dass wir daran zurückdenken, wenn wir das nächste Mal eine Großbestellung bei H&M machen ohne darüber nachzudenken wie viel wir von den Sachen tatsächlich brauchen sondern einfach nur blind konsumieren. Darüber hinaus gibt es auch hier Optionen wie etwa die Wahl von nachhaltiger Mode oder aber die Second-Hand-Variante.

Lasst uns aus 2020 lernen und zwar für den Rest unseres Lebens!

Eure Anni

Fünf wertvolle Kraftquellen mit denen du deine Ressourcen aufbaust

Life-Balance
Bild von Free-Photos auf Pixabay 

Wir alle leben momentan ein Leben am Limit. Das liegt nicht minder daran, dass sich unsere gesamte Umwelt auf den Kopf gestellt hat. Große Massenveranstaltungen, Familienfeiern, Fernreisen oder das entspannte Schlendern durch die Innenstädte gehören momentan der Vergangenheit an. Das Jahr 2020 wird sicher in die Geschichte eingehen. Es ist das Jahr, was uns als Gesellschaft unsere Grenzen aufgezeigt hat.

Nachdem das Frühjahr für uns turbulent begann mit Kitaschließungen, Homeoffice und schlussendlich dem kompletten Lockdown entspannte sich die Lage Richtung Sommer wieder. Ich weiß nicht, wie es dir ging, aber im August hatte ich das erste Mal wieder ein Gefühl von Normalität. Mein Alltag war nahezu zurückgekehrt, bis auf den ständigen Begleiter in meiner Jackentasche – den Mundschutz.

Nun kommt der Herbst und wir werden täglich mit neuen Hiobsbotschaften konfrontiert. Wir fürchten uns davor, dass sich der Frühling mit all seiner Radikalität wiederholen könnte. Wir fürchten sogar Schlimmeres. Wissen tut es niemand. Prophezeihen tun es viele und doch keiner. Wer weiß schon, was die Zukunft bringt?

Ich möchte dir heute ein paar wertvolle Tipps mit an die Hand geben, damit du Kraft schöpfen kannst. Denn auch, wenn du es nur manchmal wahrnimmst – das, was seit Anfang des Jahres passiert, macht etwas Gewaltiges mit uns. Ängste, ja tiefe Urängste, kommen ans Tageslicht. Extremsituationen erzeugen immer Stress. Das zeigt sich im Umgang miteinander. In der leichten Reizbarkeit. In Schlafproblemen. Depressiven Verstimmungen. Ich behaupte, dass es vielen Menschen momentan nicht gut geht. Und genau daher ist es nun Zeit für ein paar Inspirationen. Denn das Gegenteil von Stress ist die Regeneration. 

#Kraftquelle No.1 : Digital Detox

Sie sind Fluch und Segen zugleich – die sozialen Netzwerke. Auf der einen Seite verbinden wir uns virtuell mit einer unzähligen Anzahl von Menschen. Auf der anderen Seite birgen die sozialen Netzwerke jedoch auch jede Menge Energieräuber. Wohin man auch liest, gibt es Diskussionen über Corona. Da wird der aktuelle Zeitungsartikel in die Mangel genommen, vermeintliche Experten zitiert, dramatische Schlagzeilen verunsichern uns und dann gibt es die Leute, die so sehr gefrustet sind, dass sie in ihren Aussagen respektlos werden. Ein Digital Detox ist wunderbar, um konsequent einmal die Bremse reinzuhauen. Logge dich bewusst aus allen Netzwerken aus, lösche die dazugehörigen Apps auf deinem Smartphone und lege dir eine Zeitspanne fest, die du ohne Social Media genießen möchtest. Ob nur wenige Tage, eine Woche oder ein ganzer Monat. Du wirst merken, wie du zunehmend ruhiger wirst und dein Stresspegel sich herunterschraubt.

#Kraftquelle No.2 : Verbinde dich mit fünf Menschen

Wenn du dich auf der einen Seite dafür entscheidest, dich aus dem Netz zurückzuziehen, ist es dennoch wichtig, dass Gefühl von Gemeinschaft beizubehalten. Fünf Menschen reichen aus, um das Gefühl eines Netzes zu haben, das uns trägt. Wähle diese fünf Leute mit Bedacht. Es sollten Menschen sein, die positiv eingestellt sind und sich nicht bei jeder Gelegenheit danach sehen über Probleme zu reden. Menschen , die in sich ruhen und ein Ohr für dich haben, sind genau die richtigen. Du hast verschiedenen Möglichkeiten, dich zu verbinden. Persönlich, in einem Telefonat, per Videocall oder – ganz oldschool – mit einem Brief. Gerade letzteres ist unheimlich schön, denn es erinnert an vergangene Zeiten, in denen wir noch nicht der Schnelllebigkeit ausgesetzt waren, in der wir heutzutage leben.

#Kraftquelle No.3 : Widme dich intensiv deinem Lieblingshobby

Hobbys sind eine ungemeine Kraftquelle, denn es ist unser Ausgleich zum vorgegebenen Alltag. Ein Hobby ermöglicht es uns, jemand anderes zu sein (je nachdem, welche Vorlieben für Hobbys du hast). Vielleicht ist es auch an der Zeit für dich etwas Neues auszuprobieren. Dann solltest du dies jetzt tun. Probiere dich aus im Malen, geh in die Natur und fotografiere, lerne eine Fremdsprache, schreibe eine Geschichte, experimentiere in der Küche mit neuen Zutaten, probiere eine neue Sportart aus oder beginne damit, etwas zu sammeln. Was es auch ist, versuche deinen Fokus auf das Neue, Gute zu legen. 

#Kraftquelle No.4 : Lenke deinen Fokus auf das Gute

Womit wir bei Kraftquelle Nummer 4 wären. Wir neigen oftmals dazu, uns auf das Schlechte zu fokussieren und wundern uns daraufhin, dass es uns emotional nicht gut geht. Wenn man permanent das Schlechte hervorhebt, woher sollen dann positive Emotionen kommen? 

Dahin, wo wir unseren Blick wenden, dahin fließt auch unsere Energie. 

„Dahin, wo wir unseren Blick wenden, dahin fließt auch unsere Energie.“ 

– La Petite Anni

Ein alter, weiser Spruch, der so wahr ist, wie der Regenbogen nach dem Unwetter. Wir entscheiden, ob wir in unserem Herzen Platz machen für gute Gedanken und Gefühle. Doch dafür müssen wir das Gute erst einmal sehen. 

Wenn du dein Hobby entdeckt hast, wäre dies beispielsweise eine Möglichkeit, deinen Fokus darauf zu lenken und dich zu erfreuen.

#Kraftquelle No.5 : Sei ein Licht für andere

Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas merkwürdig. Du sollst Ressourcen aufbauen, indem du etwas für andere tust? Ganz richtig! Es ist klingt paradox, aber es ist bewiesen, dass es uns selbst besser geht, wenn wir auch anderen etwas Gutes tun können. Wenn du Schritt 1-4 für dich durchlaufen hast, wage dich an diese 5.Stufe. Obwohl es manchmal scheinbar banale Dinge sind, ist es erstaunlich, wie sie uns im Inneren verändern. 

Ich habe dir hier ein paar (zum Teil selbst erprobte) Ideen zusammengestellt, die du ausprobieren kannst:

unterstütze deine Nachbarn beim Einkaufen

gehe Blutspenden

telefoniere mit deinen Großeltern oder Verwandten, die möglicherweise einsam sind

schreibe einen Dankesbrief an eine Einrichtung (Pfleger eines Krankenhauses, Supermarktmitarbeiter, Erzieher*innen der Kita, etc.)

sage bewusst Danke im Alltag

spende Geld an eine Organisation, die es deiner Meinung nach gut gebrauchen kann

unterstütze die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“

arbeite ehrenamtlich für die Telefonseelsorge oder einen Verein

Ich hoffe, dass dir meine Kraftquellen helfen, um auch in deinem Alltag ein wenig mehr Licht hineinscheinen zu lassen. Deine Ressourcen sind kostbar und nur wenn es dir gut geht, kannst du andere bestmöglich unterstützen, ebenfalls ihr volles Potential zu entfalten. 

Vielleicht fallen dir auch andere Kraftquellen ein? Dann freue ich mich riesig, wenn du deine Inspirationen unter meinen aktuellen Post auf Instagram oder in die Kommentare direkt unter den Blogbeitrag setzt.

Ich möchte dir noch eine Affirmation mitgeben, die ich bereits Anfang des Jahres fest für mich verankert habe.

„Ich verlasse diese Quarantäne-Zeit mit einer neuen Fähigkeit, einem neuen Ziel, einer neuen Geschäftsidee, mehr Wissen oder einem neuen Gefühl. 2020 ist mein Wachstumsjahr.“

La Petite Anni

Lenke deinen Fokus auf das, was gut ist & lass es dir gutgehen!

Deine Anni

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#Podcastfolge – so bekommst du mehr Tiefgang in dein Leben

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Es wird allmählich Zeit für eine neue Podcastfolge. Da der Herbst naht und mit ihm auch mein Tag sich nähert, an dem alles rund um das Thema Bewusstsein & Spiritualität begann, möchte ich die folgende Podcastfolge gerne mit euch teilen.

Hinterlasse mir gerne eine Feedback in den Kommentaren oder direkt auf iTunes.

Alles Liebe, eure Anni

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