Erlaubst du es dir glücklich zu sein?

Life-Balance

Glück ist ja ein sehr subjektives Wort und es gibt bereits zahlreiche Bücher, die versuchen, dass Glück als solches zu definieren. Glück zu fassen ist schwer und doch haben wir es uns alle irgendwie als Aufgabe gemacht, es zu suchen.

Doch nur die wenigsten finden es tatsächlich. Warum ist das so?

Dieser Frage möchte ich gerne im heutigen Blogpost nachgehen.

Glück ist eine Sache der Definition

Glück ist eine sehr persönliche Angelegenheit. Denn der, der es sucht, bestimmt, wann er es gefunden hat. Es gibt kein finales Ziel, keine Vorgabe und keinen fixen Endpunkt. Das Glück ist keine Endstation hinter einer Ziellinie. Vielmehr ist Glück ein komplexes Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren, die dafür sorgen, dass wir im Einklang mit uns sind.

So hat derjenige, der seine Ansprüche hoch setzt auch einen längeren Weg der Glückssuche vor sich. Denn die Ansprüche definieren den Grad, den das Glück mindestens haben muss.

Glück findet sich nicht in der Wenn-Dann-Konstellation

Ich glaube, wir kennen es alle. Diese fiese Wenn-dann-Konstellation, die uns suggeriert, dass wir dann glücklich sind, wenn eine Sache eingetroffen ist.

…wenn ich das neue Auto habe, dann bin ich glücklich.

…wenn ich ein Haus besitze, dann bin ich glücklich.

…wenn ich Gehalt X verdiene, dann bin ich glücklich.

…wenn ich eine Freundin/einen Freund habe, dann bin ich glücklich.

Kennst du diese Sätze nur auch zu gut?

Das gefährliche an diesen ist, dass sie eine Bedingung darstellen. Wir verzichten freiwillig auf das Genießen des gegenwärtigen Augenblicks, indem wir behaupten, dass wir nicht glücklich sind, weil uns dies oder jenes fehlt.

Wir erlauben uns nicht glücklich zu sein. Wir leben vielmehr in dem Mangel, was wir alles nicht haben anstatt die Dinge zu sehen, die uns jeden Tag bereichern.

Glück ist ein immatrieller Zustand

Glück ist wie bereits geschrieben kein Gefühl, dass sich an eine Bedingung oder einen Gegenstand heftet. Es ist das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die dafür sorgen, dass sich ein Glücksgefühl einstellt. Unsere Aufgabe ist es, nicht in der Zukunft zu leben, indem wir an unseren wenn-dann-Konstellationen festhalten, sondern achtsam im Moment zu sein.

Um dem Glück näher zu kommen, ist es wichtig, genau hinzuhören und in sich hineinzufühlen. „Was bringt mich wieder in die Balance?“

„Wie würde mein perfekter Arbeitstag aussehen? Wo und was würde ich arbeiten?“

„Was gefällt mir an mir?“

Es gilt, den Weg zu finden, indem man den Fokus auf die Dinge lenkt, die bereits gut sind. Dinge, die sich nicht erst verändern müssen, damit sie für uns passen, sondern die bereits da sind und die wir ausbauen und uns an ihnen erfreuen können.

Richte deinen Fokus auf den gegenwärtigen Moment und erkenne deine Bedürfnisse. Nehme sie wahr und halte es dir als Priorität, diese Bedürfnisse regelmäßig zu stillen.

Wenn Sport dein Ausgleich ist, dann nimm dir die Zeit.

Wenn Malen dein Ausgleich ist, dann nimm dir die Zeit dafür.

Wenn Lesen dein Ausgleich ist, dann nimm dir die Zeit dafür.

Finde deine Balance und richte deinen Fokus auf die Erfüllung deiner Bedürfnisse.

Das Geheimnis des Glücks ist nicht, es zu finden, sondern es liegt bereits in dem Weg, den wir gehen, um es zu suchen.

Das Geheimnis des Glücks ist nicht, es zu finden, sondern es liegt bereits in dem Weg, den wir gehen, um es zu suchen.

La Petite Anni

In den nächsten Wochen möchte ich drei wichtige Säulen des Glückes beleuchten und euch dazu inspirierenden Input liefern: Beruf – Gesundheit – Achtsamkeit

Diese drei Blöcke werden mit verschiedenen Inhalten gefüllt und ich bin jetzt schon gespannt, was am Ende dabei herauskommen wird.

Eure Anni

PS: Kennst du schon meinen Podcast? Schau mal vorbei und hinterlasse mir ein Feedback auf iTunes 🙂

JUHU!! Ein Teil meiner verlorenen Schätze ist aufgetaucht! Meine Blogartikel aus der Zeit in der La petite Anni noch als FutureMom unterwegs war. Ich möchte in den nächsten Wochen gerne ein paar Auszüge meiner beliebtesten Blogartikel veröffentlichen. Einige teilweise noch immer so aktuell wie vor drei Jahren. 🙂

Das Leben ist als frischgebackene Mama nicht immer ein Zuckerschlecken. Klar, durch das kleine Wunder an der Seite schafft man es leichter, über die eine oder andere Sache hinweg zu schauen, aber manchmal ist auch bei einer Mama mal der Geduldsfaden gerissen. Und wisst ihr was? Das macht überhaupt gar nicht! Hier präsentiere ich euch meine 5 größten Herausforderungen und wie ich diese im Alltag meistere.

1. Der Irrtum von der immer bestens gelaunten Mama

Macht Euch nichts vor – die ersten Wochen können wirklich stressig und anstrengend sein. Nicht nur, dass Ihr nach der Geburt eine Hormonachterbahnfahrt erlebt, sondern auch, weil Ihr spätestens zuhause realisiert, dass das neue Leben in diesem Moment nur noch wenig mit dem alten zu tun hat. Wickeln, Baden und Stillen/Füttern hinzu kommen, Verpflichtungen wie der Haushalt, Essen kochen, Behördengänge, Verwandtschaftsbesuche und nicht gestillte Bedürfnisse (Schlaf!) – das alles kann sehr an den Nerven zehren. Auch, wenn man sich noch so gut darauf vorbereitet hat, wird es einen überraschen und vielleicht auch erstmal überrollen. Oder aber dein Kind steckt gerade mitten in der Trotzphase? Es herrschen täglich Wein- und Wutanfälle wegen des kleinen Wörtchens „nein“? Vielleicht diskutierst du auch wild und heftig impulsiv mit einem Teenager? Klar, manchmal möchte man gerne hinschmeißen oder einfach auch mal ausrasten. Wichtig ist, dass du dich dafür nicht verurteilst. Sei auch mal wütend und traurig – das ist ok. Denn beweisen musst Du niemandem etwas.

2. Die Angst vor dem Alleinsein

Ich erinnere mich noch gut an den ersten Arbeitstag meines Mannes. Wir verbrachten nach der Geburt 2 1/2 wunderbare Wochen zu dritt, kuschelten auf dem Sofa, holten den Schlaf der Nächte nach oder kochten gemeinsam. Wir machten alles gemeinsam und das tat mir wahnsinnig gut. Insgeheim teilten wir in der Zeit auch die Verantwortung, was mir ein Gefühl von Sicherheit gab. Als dann der erste Arbeitstag immer näher rückte, stieg in mir die Nervosität.

Aus irgendeinem Grund hatte ich Angst vor dem Alleinsein. Angst davor, alleine für unsere Maus die Verantwortung zu tragen. Ich glaubte nicht an meinen Mutterinstinkt, sondern fühlte mich wahnsinnig unsicher. Als ich die ersten acht Stunden schließlich ohne große Probleme mit Eleonora verbracht hatte, merkte ich: „So schlimm ist das eigentlich gar nicht!“ Inzwischen ist aus der Unsicherheit Zuversicht geworden, da ich merkte, dass ein Mama-Instinkt durchaus auch bei mir vorhanden ist und mir schon so manches Mal aus der Patsche geholfen hat. :p

3. Zeit für mich finden

Man ist als Mama immer so hin- und hergerissen. Da ist einerseits diese tiefe Liebe gegenüber seinem Kind, dass man alles tun würde, um es glücklich zu machen. Anderseits ist aber auch das Bedürfnis da, auch sich selbst glücklich zu machen. Für mich war es beispielsweise das erste Mal wieder unter Leute zu gehen, die weder schwanger noch frischgebackene Mama waren. 😀 Das fand ich zum einen auf einem Wirtschaftsevent, auf das ich mich schon länger gefreut hatte und zum anderen bei einem leckeren anti-alkoholischen Cocktail mit einer Freundin. Zeit für sich zu finden ist wichtig und hat in meinen Augen nichts mit Egoismus zu tun, auch wenn das von manchen so abwertend behauptet wird. Gerade wenn vielleicht auch das zweite Kind zur Welt gekommen ist, versuche dir Freiräume und Zeit für dich zu schaffen. Auch ein Bad und ein gutes Buch bewirken Wunder.

4. Die Macht der Fremdbestimmung

Fremdbestimmung – das ist in diesem Fall die Tatsache, dass Ihr Euch um Euer Kleines dreht wie die Erde um die Sonne. Ein typischer Vormittag sieht folgendermaßen bei mir aus:

4.30 Uhr (da klingelt meist der Wecker von meinem Mann) – hoffen, dass sie bald wieder einschläft

7 Uhr – das erste Quengeln, hoffen, dass sie nochmal einschläft

8 Uhr – aufstehen, anziehen, frisch machen, stillen

9 Uhr – „beschäftige mich“ – Spielzeit und Stillzeit

Ich würde nun gerne bügeln/aufräumen/kochen.

10 Uhr – sie schläft, allerdings nur in der Trage und wenn wir spazieren – also geht es raus

11 Uhr – stillen, wickeln und kurz aufräumen

12 Uhr – kochen

13 Uhr – stillen und ein Nickerchen machen

14 Uhr – wickeln und Musik machen

Ich glaube, die Kunst ist es, sich nun etwas Selbstbestimmung im Alltag zu verleihen. Daher habe ich ein gutes Buch angefangen, das ich prima lesen kann, wenn Eleonora mal kurz weggedöst ist. Ein Hörbuch lässt sich auch beim Spielen gut hören und Musik machen zählt ja auch zu meinen Hobbys.

5. „Bin ich eine gute Mutter?“

Wer hat sich diese Frage noch nicht gestellt? Es ist eine sehr subjektive Frage mit einer sehr subjektiven Antwort. Mamas mit einem hohen Leistungsanspruch neigen eher dazu, sich schlechter zu sehen als sie sind. Auch wenn man noch so viel macht, es ist nicht genug. Auch Krabbelgruppen und andere Mami-Treffs sind hervorragend, um seinem Selbstvertrauen einen Knick zu verpassen. Denn dort wird meist geprahlt, verglichen und gelästert, was das Zeug hält.

Ich glaube ganz fest, dass 99,9% aller Mamis wundervoll zu ihren Kindern sind und so unterschiedlich wie unsere Kinder mit ihren Bedürfnissen sind, sind auch wir Mamas. Also Schluss mit dem Vergleichen!

Ich hoffe, der Artikel hilft Euch zumindest ein Stück weit, mit den bevorstehenden Gedankengängen zurechtzukommen. Versucht die Dinge mit einer Portion Gelassenheit zu sehen und setzt Euch nicht unter Druck.

Ihr schafft das!

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Lass uns wieder mutig sein! Eine Hommage an die Liebe in Zeiten der Krise

Allgemein

Achtung, heute wird es tragisch-romantisch. Grund dafür ist ein Interview, das ich neulich erst im Deutschlandfunk gehört habe. Zu Gast war eine Psychologin, die darüber sprach, dass die Scheidungsraten nach einer gesellschaftlichen Krise, wie wir sie derzeit mit Corona erleben, dramatisch ansteigen.

Ich dachte längere Zeit darüber nach und mir wurde klar, dass sie leider vermutlich damit recht hatte.

Ist es nicht so, dass wir derzeit wie Löwen im Käfig in unseren vier Wänden sitzen mitsamt Partner und Familie? Mal ehrlich, wann haben wir das letzte Mal so viel Zeit miteinander verbracht, wie wir momentan gezwungen sind zu verbringen? Ja, wir werden gezwungen Zeit mit der Familie und mit unserem Partner zu verbringen und wer sich an den einen oder anderen Urlaub erinnert weiß, dass da nicht immer alles voller Sonnenschein-Stimmung gewesen ist.

Derzeit treffen nicht nur extreme, äußere Umstände mit inneren Ängsten zusammen. Sondern wir sind auch noch gezwungen, diese Ängste innerhalb der Familie abzufangen und auszuhalten. Da sind die Kinder, die fragen, warum der Kindergarten geschlossen hat, warum sie nicht auf den Spielplatz und warum sie ihre Freunde nicht sehen dürfen. Da ist der Partner oder die Partnerin, der nun im HomeOffice sitzt und versucht, all die Tätigkeiten und Abläufe, die sonst am Arbeitsplatz ihre Daseinsberechtigung haben, in den Familienalltag zu integrieren. Ein Telefonmeeting mit dem Chef nach dem Frühstück, eine Abgabefrist bis übermorgen, eine unlösbare Aufgabe bis nächste Woche. Derzeit liegen Job und Familie wohl so nah beieinander wie noch nie.

Der Alltagsrhythmus ist nicht zum Erliegen gekommen, sondern er hat sich komplett geändert! Dieser Stress, der sonst auf maximal sechs Wochen Sommerferien beschränkt war, gilt nun vorerst auf unbestimmte Zeit. Ein Zustand des Ausharrens und des Aufeinander-hockens. Ein Zustand der Angst und Ungewissheit. Und vor allem: ein Zustand, in dem die Emotionen aller Familienmitglieder auf engstem Raum gebündelt werden. Da kann es auch mal ungemütlich werden.

Plötzlich sehen wir unseren Partner vielleicht mit anderen Augen. Uns fallen Dinge auf, die uns nach einem 8-Stunden-Arbeitstag nie gestört haben. Doch plötzlich treibt uns das herumliegende Paar Socken in den Wahnsinn. Auch, wenn wir glauben, dass diese aktuelle Corona-Situation nichts mit uns macht – glaube mir – sie macht unbewusst ganz viel mit uns. Sie bringt Chaos und sorgt dafür, dass wir unseren eigenen Ängsten von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Doch wir müssen uns mit diesen Ängsten konfrontieren, um sie besiegen zu können.

Unsere Partner können uns diese Ängste nicht abnehmen. Aber manchmal ist es genau unser Gegenüber, das uns diese Ängste widerspiegelt. Unser inneres Chaos, unsere Zerrissenheit, unsere Unsicherheit, unseren kleinen Selbstwert, unsere Angst vor seelischen Verletzungen, unsere Traurigkeit, unsere Selbstaufgabe oder unser Davonlaufen.

„Der Partner ist der wichtigste Spiegel in unserem eigenen Zuhause, denn in ihm sehen wir das, was uns am meisten fehlt.“

– La petite Anni

Wenn es das nächste Mal ungemütlich wird, weil du wegen bestimmten Eigenschaften deines Partners aus der Haut fährst, sei dankbar. Sei dankbar für diese Situation , denn sie hält die Erkenntnis für dich bereit, was dir selbst am meisten fehlt. Erkenne es an.

Ich glaube nicht, dass die Scheidungsraten nach einer Krise steigen, weil gestritten wird. Streit kann Erkenntnisse bereit halten. Die Scheidungsraten steigen meiner Meinung nach, weil unachtsam gestritten wird. Wir lernen nichts aus den Streitereien, sondern sie enden in sinnlosen Schuldzuweisungen dem anderen gegenüber. Den eigenen, persönlichen Mangel, der dahinter steckt und die Chance, diesen zu erkennen und zu beheben, verpassen wir. Und wenn wir nicht aufpassen, versäumen wir so nicht nur die Chance auf inneren Frieden, sondern womöglich auch die Chance auf die Liebe unseres Lebens.

„Streit entzweit. Die Liebe vereint. Die Erkenntnis verbindet.“

– La petite Anni

Schau dir deinen Partner genau an. Erinnerst du dich an die schönen Zeiten zurück? An das erste Date? Das Kribbeln im Bauch? Ich war immer so aufgeregt, dass ich Stunden vorher nichts essen konnte. Einmal habe ich mich in der Uhrzeit vertan und musste zwei Stunden warten, weil ich vor lauter Aufregung alles verwechselt hatte. Ja wir sind naiv, blauäugig, durcheinander und ziemlich süß, wenn wir verliebt sind.

Gebt der Liebe die Chance, die sie verdient. Diese Liebe ist es nicht wert aufgrund einer Krise bekämpft zu werden.

Abschließen möchte ich diesen Artikel mit einem eigenen Gedicht, das ich meinem eigenen, wunderbaren Mann zum Valentinstag diesen Jahres gewidmet habe. ❤

Lass uns wieder mutig sein! (Gedicht)

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