#Podcastfolge: (M)ein spirituelles Erwachen

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Am Mittwoch ist eine neue Podcastfolge an den Start gegangen, die euch hautnah mitnimmt auf meinem Weg vom ego-dominierten Ich zu einem Ich voller Weisheit, Liebe und Dankbarkeit.

Da die Gradwanderung spürbar und sichtbar war, möchte ich euch gerne auch den Teil vorstellen, der sich so sehr gegen die Veränderung und das Wachstum in unserem Leben sträubt.

Wenn Euch diese Folge gefallen hat, freue ich mich riesig über eine Bewertung auf iTunes 🙂

Los gehts zum Podcast!

Erinnere dich, wer du bist

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„Erinnere dich, wer du bist.“ Das , was auf den ersten Blick so einfach klingt, ist in Wirklichkeit ein ganz schön langer Weg.

Oft sind wir uns gar nicht bewusst darüber, dass wir uns im Laufe des Lebens vergessen. Wir werden erwachsen und werfen selbstverständlich alte Überzeugungen, Ansichten und Vorstellungen über Bord. Manchmal gehen dabei jedoch auch wertvolle Informationen verloren. Wir vergessen gerade die Dinge, die uns einst so gut getan haben und uns, ohne es zu wissen, Kraft und Energie gaben.

Als Kinder waren wir alle Entdecker. Wir sahen die Welt das erste Mal und waren ganz erpicht darauf, alles in möglichst kurzer Zeit zu entdecken. Wir probierten uns aus, scheiterten, versuchten es wieder und wieder bis wir eines Tages voller Freude und Stolz unser Können präsentierten.

Über die Zeit kann es jedoch passieren, dass wir uns soweit von unserem Wesen entfernen, dass wir vergessen, wer wir im Kern eigentlich sind. Vergessen worauf wir stolz waren und was uns als Kind aus tiefstem Herzen Freude bereitet hat.

Vielleicht war es die Liebe zu Tieren oder Pflanzen. Vielleicht die Liebe zum Sport. Vielleicht aber auch die Liebe zur Musik, zum Malen, zum Bauen, zum Basteln oder zum Sammeln von Briefmarken. Was auch immer dir Freude bereitet hat, es ist noch immer in dir.

Möglicherweise hast du diese wertvollen Informationen über die Zeit des Erwachsenwerdens tatsächlich über Bord geworfen und wunderst dich, warum du dich heute nur schwer für Dinge begeistern kannst. Manchmal legen wir sogar so einen 180° Drift hin, dass wir völlig konträr sind zu dem Menschen, der wir als Kind einmal gewesen sind.

Glaube mir, es lohnt sich mal zurückzublicken. Und sich eine kleine Zeitreise zu erlauben. Nach den Dingen zu suchen, die dich im Herzen begeistert haben und sie mit ins Hier und Jetzt zu nehmen. Es wird Schwung in deinen Alltag bringen, das sage ich dir aus eigener Erfahrung!

Das schlafende Kind in dir

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Neben mir steht gerade ein Glas Rotwein und ich atme kurz tief durch. Der erste große Meilenstein ist gerade per E-Mail abgeschickt worden. Meine Hausarbeit, die mir seit rund 6 Wochen im Magen liegt. Warum tue ich mir das eigentlich an? Ach ja richtig, da war mal ein weit entferntes Ziel, das mich derzeit die Strapazen, Mühen und das viele Geld wert sind. Wert sein sollten. Für ein Ziel sollte man doch alles geben oder? Aber was, wenn das Ziel, auf das man so eifrig und strebsam hingearbeitet hat, plötzlich irgendwie nicht mehr so attraktiv ist? Was, wenn man merkt, dass man zweifelt und aus Zweifel ein tiefer Unglaube wird? Krise wäre dann wohl das richtige Wort. Was aber, wenn diese Krise nicht zu enden scheint?

Ja, dann sitzt man wohl ganz schön in der Patsche.

Eine Sinnkrise also. Kommt so etwas, wenn wir mal bei Klischees bleiben, nicht normalerweise erst mit Mitte 40 ? Seit einigen Wochen bin ich der Meinung, dass Sinnkrisen jeden und in jedem Alter treffen können. Ja, ich wage sogar zu behaupten, dass auch Kinder Sinnkrisen bekommen.

Ich verstehe darunter das Bewusst werden darüber, dass die Welt anders ist als man bis zu diesem Zeitpunkt angenommen hat. Kommt dann noch eine große Portion Emotionen dazu ist das Werk komplett.

Mit Krisen verbindet man immer Schlechtes. Das ist eigentlich sehr schade, denn Krisen sind für mich nichts anderes als Stoppschilder an der Kreuzung. Dann, wenn sich unser Lebensweg teilt, Entscheidungen unseren Weg kreuzen, es steil bergauf oder gefährlich schnell bergab geht – ja dann sind Krisen eigentlich ziemlich hilfreich. Denn sie veranlassen uns dazu, stehen zu bleiben. Die Dinge zu reflektieren. Eine bestimmte Stopplinie nicht zu übertreten. Ja, Krisen sind dankbare Wegweiser, wenn man sie richtig zu interpretieren vermag.

Meine Krise im Moment zwingt mich dazu, meine bisherigen Ziele, Werte, Haltungen und Ideale wirklich mal drastisch zu hinterfragen. Denn ganz unbewusst und leise haben sich Verhaltensweisen, Gedankenmuster, Glaubenssätze und Werte entwickelt, die irgendwie nicht zu dem Menschen passen, der ich gerne sein würde.

Ein Beispiel:

Mein Spitzname im Kindergarten war immer „Mama Anne“. Es klingt ein bisschen paradox, dass ein sechsjähriges Mädchen bereits einer verantwortungsvolle Rolle zugewiesen wird aber mich hatte es damals nie gestört. Ich habe mich einfach sehr gerne um andere gekümmert. Meine Freundinnen, die nicht von ihren Mamas gehen wollten, habe ich getröstet und ich habe mich um die Kinder gekümmert, die alleine gespielt haben. Auch Streit zu schlichten gehörte zu meinem daily business. Das wurde mir nicht anerzogen. Ich war einfach so.

Über die Jahre jedoch habe ich manches immer mehr abgelegt…bis zum heutigen Tag, an dem ich mich frage, was aus dem kleinen Mädchen geworden ist, dass schon in jungen Jahren so erstaunlich umsichtig durch die Welt gegangen ist.

Mit diesem neuen Blickwinkel stelle ich auf einmal Dinge in Frage und merke, dass ich ganz insgeheim weiß, dass ich in manchen Punkten gegen meine innere Überzeugung handle. Und es ist super wichtig, sich darüber bewusst zu werden! Menschen verändern sich mit den Jahren und nicht alle Veränderungen sind gut. Nicht alle Veränderungen müssen wir hinnehmen. Denn einiges entsteht durch das Außen. Manchmal verändern wir uns aufgrund von Menschen, die schlimme und verletzende Dinge zu uns sagen. Wir verändern uns aufgrund von schlechten Erfahrungen, die uns prägen. Aus den schlechten Erfahrungen haben sich Ängste entwickelt und diese Ängste werden hinter dicken Mauern verpackt. Manchmal tun wir das komplette Gegenteil von dem, was wir eigentlich unserem Naturell nach tun müssten, einfach weil wir Angst haben, wieder auf die eine Art verletzt zu werden.

Will man sich „zurück verändern“ ist das immer mit Schmerz verbunden. Denn man muss zurück durch das Tor der Angst, zurück zum Ursprung und die Verletzung finden, die einen veranlasst hat, nicht man selbst zu sein. Dieser Weg zurück ist keine Rutschbahn. Es gibt keinen Notausgang und keine Abkürzung. Wer sich dazu entscheidet, durch die Angst zurückzugehen und sich ihr zu stellen (und zu merken, dass die Angst in Wirklichkeit viel harmloser ist als wir vermutet haben), ja dann wird man Freiheit spüren. Echtheit. Authentizität.

Das kleine, fürsorgliche Mädchen in mir ist nicht verschwunden. Es schläft irgendwo ganz tief und nun ist es an der Zeit, mich auf den Weg zu machen, um es zu suchen.

Bildquelle: 1zoom.me