JUHU!! Ein Teil meiner verlorenen Schätze ist aufgetaucht! Meine Blogartikel aus der Zeit in der La petite Anni noch als FutureMom unterwegs war. Ich möchte in den nächsten Wochen gerne ein paar Auszüge meiner beliebtesten Blogartikel veröffentlichen. Einige teilweise noch immer so aktuell wie vor drei Jahren. 🙂

Das Leben ist als frischgebackene Mama nicht immer ein Zuckerschlecken. Klar, durch das kleine Wunder an der Seite schafft man es leichter, über die eine oder andere Sache hinweg zu schauen, aber manchmal ist auch bei einer Mama mal der Geduldsfaden gerissen. Und wisst ihr was? Das macht überhaupt gar nicht! Hier präsentiere ich euch meine 5 größten Herausforderungen und wie ich diese im Alltag meistere.

1. Der Irrtum von der immer bestens gelaunten Mama

Macht Euch nichts vor – die ersten Wochen können wirklich stressig und anstrengend sein. Nicht nur, dass Ihr nach der Geburt eine Hormonachterbahnfahrt erlebt, sondern auch, weil Ihr spätestens zuhause realisiert, dass das neue Leben in diesem Moment nur noch wenig mit dem alten zu tun hat. Wickeln, Baden und Stillen/Füttern hinzu kommen, Verpflichtungen wie der Haushalt, Essen kochen, Behördengänge, Verwandtschaftsbesuche und nicht gestillte Bedürfnisse (Schlaf!) – das alles kann sehr an den Nerven zehren. Auch, wenn man sich noch so gut darauf vorbereitet hat, wird es einen überraschen und vielleicht auch erstmal überrollen. Oder aber dein Kind steckt gerade mitten in der Trotzphase? Es herrschen täglich Wein- und Wutanfälle wegen des kleinen Wörtchens „nein“? Vielleicht diskutierst du auch wild und heftig impulsiv mit einem Teenager? Klar, manchmal möchte man gerne hinschmeißen oder einfach auch mal ausrasten. Wichtig ist, dass du dich dafür nicht verurteilst. Sei auch mal wütend und traurig – das ist ok. Denn beweisen musst Du niemandem etwas.

2. Die Angst vor dem Alleinsein

Ich erinnere mich noch gut an den ersten Arbeitstag meines Mannes. Wir verbrachten nach der Geburt 2 1/2 wunderbare Wochen zu dritt, kuschelten auf dem Sofa, holten den Schlaf der Nächte nach oder kochten gemeinsam. Wir machten alles gemeinsam und das tat mir wahnsinnig gut. Insgeheim teilten wir in der Zeit auch die Verantwortung, was mir ein Gefühl von Sicherheit gab. Als dann der erste Arbeitstag immer näher rückte, stieg in mir die Nervosität.

Aus irgendeinem Grund hatte ich Angst vor dem Alleinsein. Angst davor, alleine für unsere Maus die Verantwortung zu tragen. Ich glaubte nicht an meinen Mutterinstinkt, sondern fühlte mich wahnsinnig unsicher. Als ich die ersten acht Stunden schließlich ohne große Probleme mit Eleonora verbracht hatte, merkte ich: „So schlimm ist das eigentlich gar nicht!“ Inzwischen ist aus der Unsicherheit Zuversicht geworden, da ich merkte, dass ein Mama-Instinkt durchaus auch bei mir vorhanden ist und mir schon so manches Mal aus der Patsche geholfen hat. :p

3. Zeit für mich finden

Man ist als Mama immer so hin- und hergerissen. Da ist einerseits diese tiefe Liebe gegenüber seinem Kind, dass man alles tun würde, um es glücklich zu machen. Anderseits ist aber auch das Bedürfnis da, auch sich selbst glücklich zu machen. Für mich war es beispielsweise das erste Mal wieder unter Leute zu gehen, die weder schwanger noch frischgebackene Mama waren. 😀 Das fand ich zum einen auf einem Wirtschaftsevent, auf das ich mich schon länger gefreut hatte und zum anderen bei einem leckeren anti-alkoholischen Cocktail mit einer Freundin. Zeit für sich zu finden ist wichtig und hat in meinen Augen nichts mit Egoismus zu tun, auch wenn das von manchen so abwertend behauptet wird. Gerade wenn vielleicht auch das zweite Kind zur Welt gekommen ist, versuche dir Freiräume und Zeit für dich zu schaffen. Auch ein Bad und ein gutes Buch bewirken Wunder.

4. Die Macht der Fremdbestimmung

Fremdbestimmung – das ist in diesem Fall die Tatsache, dass Ihr Euch um Euer Kleines dreht wie die Erde um die Sonne. Ein typischer Vormittag sieht folgendermaßen bei mir aus:

4.30 Uhr (da klingelt meist der Wecker von meinem Mann) – hoffen, dass sie bald wieder einschläft

7 Uhr – das erste Quengeln, hoffen, dass sie nochmal einschläft

8 Uhr – aufstehen, anziehen, frisch machen, stillen

9 Uhr – „beschäftige mich“ – Spielzeit und Stillzeit

Ich würde nun gerne bügeln/aufräumen/kochen.

10 Uhr – sie schläft, allerdings nur in der Trage und wenn wir spazieren – also geht es raus

11 Uhr – stillen, wickeln und kurz aufräumen

12 Uhr – kochen

13 Uhr – stillen und ein Nickerchen machen

14 Uhr – wickeln und Musik machen

Ich glaube, die Kunst ist es, sich nun etwas Selbstbestimmung im Alltag zu verleihen. Daher habe ich ein gutes Buch angefangen, das ich prima lesen kann, wenn Eleonora mal kurz weggedöst ist. Ein Hörbuch lässt sich auch beim Spielen gut hören und Musik machen zählt ja auch zu meinen Hobbys.

5. „Bin ich eine gute Mutter?“

Wer hat sich diese Frage noch nicht gestellt? Es ist eine sehr subjektive Frage mit einer sehr subjektiven Antwort. Mamas mit einem hohen Leistungsanspruch neigen eher dazu, sich schlechter zu sehen als sie sind. Auch wenn man noch so viel macht, es ist nicht genug. Auch Krabbelgruppen und andere Mami-Treffs sind hervorragend, um seinem Selbstvertrauen einen Knick zu verpassen. Denn dort wird meist geprahlt, verglichen und gelästert, was das Zeug hält.

Ich glaube ganz fest, dass 99,9% aller Mamis wundervoll zu ihren Kindern sind und so unterschiedlich wie unsere Kinder mit ihren Bedürfnissen sind, sind auch wir Mamas. Also Schluss mit dem Vergleichen!

Ich hoffe, der Artikel hilft Euch zumindest ein Stück weit, mit den bevorstehenden Gedankengängen zurechtzukommen. Versucht die Dinge mit einer Portion Gelassenheit zu sehen und setzt Euch nicht unter Druck.

Ihr schafft das!

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So schaffst du dir deine Quality-time

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Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viel Zeit am Tag du konkret für dich selbst nutzt? Ich meine nicht, indem du deine Lieblingsserie auf Netflix schaust oder du dir 10 Minuten Zeit zum Scrollen auf Instagram nutzt. Ich frage dich, wie viel Zeit, du ganz bewusst für dich am Tag einplanst. Ohne Ablenkung von außen.

Vielleicht hast du auch Verpflichtungen – einen Partner, Kinder, pflegebedürftige Angehörige, einen Job mit Rufbereitschaft oder sonst eine Art von Umständen, die dir in gewisser Hinsicht deinen Tagesablauf vorgeben.

Wenn wir Tag für Tag das Gleiche tun und unseren Alltag leben und uns diesen aufgrund der Umstände von außen vorgeben lassen, dann kann es irgendwann passieren, dass man das Gefühl verliert, Zeit für sich zu nehmen und diese bewusst zu genießen.

Mir ging es eine lange Zeit so, dass ich dann, wenn ich Zeit aus heiterem Himmel geschenkt bekam (beispielsweise wenn meine Mama spontan einen Ausflug mit Nori machte) ich gar nicht wusste, was ich mit dieser Zeit anfangen sollte. Manchmal war ich sogar so überfordert, dass ich versuchte, das effektivste und bestmögliche aus meiner Zeit herauszuholen, dass ich am Ende auf gar nichts mehr Lust hatte. Damit waren dann die geschenkten Stunden dahin, meine Laune im Keller und mein Umfeld ratlos, da ich nach einem freien Tag ja eigentlich glücklich sein sollte.

Seit kurzem habe ich es mir angewöhnt, jeden Morgen eine halbe Stunde vor meiner Family aufzustehen und eine Morgenroutine zu praktizieren. Diese besteht darin, mir meine Lieblingstasse mit heißen Kakao aufzubrühen, meine Kuscheldecke und mein Journal zu schnappen und mich nochmal in Ruhe aufs Sofa zu kuscheln.

Ich merke, wie gut mir dieser entspannte Start in den Tag tut. Es ist nun nicht mehr die Eile, die mich aus dem Bett treibt, sondern die Freude auf ein paar ruhige Minuten mit mir alleine.

Übrigens kann man statt einer Morgenroutine auch eine Abendroutine einstudieren. Wenn die Kinder im Bett, der Partner im Sport oder der Job erledigt ist, dann ist es manchmal der Tagesabschluss, der dafür sorgt, dass wir glücklich und zufrieden einschlafen können.

Probiere es mal aus. Und genieße die Stille, die dich in deiner Quality time umgibt! ❤