#Zeitfürmich – wie ihr die Zeit zuhause sinnvoll nutzen könnt

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So eine Zwangspause vom alltäglichen Leben ist ziemlich außergewöhnlich und wird so schnell wohl auch nicht wieder kommen. Wenn du bereits die Chance (zum Artikel gehts hier) erkannt hast, die die aktuelle Krise für uns mit sich bringt, möchte ich dir mit diesem Artikel ein paar Ideen an die Hand geben, damit du deine Zeit zuhause auch effektiv nutzen kannst.

Wie facettenreich bist du?

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Wer bist du?

Eine kurze Frage über die man eine ganze Weile nachdenken kann. An was macht man es fest, wer man ist? Am Beruf? An persönlichen Vorlieben? An Persönlichkeitszügen oder Merkmalen? An der Hautfarbe? An dem Herkunftsland? Am Familienstand?

Die Frage „Wer bin ich“ kann uns ganz schön aus dem Konzept bringen und lässt sich so einfach gar nicht beantworten.

Manchmal müssen wir es auch gar nicht einfach halten, denn die Frage nach der eigenen Identität ist komplexer als wir annehmen. Und weil sie so komplex ist belassen wir es meistens bei unserem Namen und der Berufsbezeichnung. Doch ist das wirklich alles? Reicht uns das? Und ist es überhaupt gut, seinen Identität an lapidaren Dingen wie einem Beruf festzumachen?

Folgende kleine Geschichte dazu:

Es war einmal ein Top-Manager eines großen Autokonzerns im Süden von Deutschland. Mit seinem Gehalt gehörte er bereits zu der Elite des Konzerns, er hatte knapp 1000 Mitarbeiter unter seiner Verantwortung und sein Job forderte ihn rund um die Uhr. Seine Frau hatte inzwischen aufgehört, mit dem Essen auf ihn zu warten und seine beiden Kinder waren es gewöhnt, Papa nur am Wochenende zu sehen. Der Manager war nach außen hin zufrieden mit seinem Leben – er hatte alles, was er erreichen wollte. Doch eines Tages geschah etwas Furchtbares. Über Nacht brachen die Aktienkurse des Konzerns ein und es stellte sich eine wirtschaftliche Schieflage ein. Der Konzern sah sich gezwungen, Stellen abzubauen. Zu dieser zählte auch die des Managers. Als er von seiner betriebsbedingten Kündigung erfuhr brach eine Welt für ihn zusammen. Man hatte ihn mit sofortiger Wirkung freigestellt und so verbrachte der Manager Wochen zu Hause, gezeichnet von einer tiefen Sinnkrise. Wer war er, wenn er nun kein Manager mehr war? Was konnte er überhaupt? Was zeichnete ihn aus? Er fühlte sich elend , denn er wusste nicht, wer er gewesen war, bevor er beschloss Manager zu werden…

Diese Geschichte zeigt, wie fatal es sein kann, wenn man seine Identität an nur eine einzige und noch dazu unbeständige Facette des Seins knüpft: den Beruf. Viel zu oft verhindern wir, weiteren Teile in uns Raum zu geben, uns zu entfalten oder zu wachen, weil wir glauben, dass Dies oder Jenes nicht zur aktuellen Identität passt.

Doch das ist Quatsch.

Jeder von uns ist mit einem Facettenreichtum ausgestattet, der nur darauf wartet, entdeckt zu werden. So kannst du Mutter sein und trotzdem beruflichen Erfolg haben. Du kannst Künstlerin sein und in einer Bank arbeiten. Du kannst auf Partys die Extrovertierte und im Familienkreis die Introvertierte sein. Du kannst viel Geld besitzen aber dennoch Gefallen an Second-Hand-Shops finden. Du kannst Jurist sein und dich in deiner Freizeit als Clown für Kinder engagieren.

Ja, wir haben oftmals eine Neigung zu Gegensätzen und den Wunsch Dinge miteinander zu vereinbaren, die scheinbar nicht zu vereinbaren sind. Und daher sage ich dir: Ja, du kannst Gegensätze leben und solltest dies sogar tun!

Wir streben nach Harmonie und Gleichgewicht und dazu zählt, dass wir manchmal Dinge tun, die augenscheinlich nicht zusammenpassen. Doch wenn wir beide Seiten vereinen, spüren wir eine Harmonie, die sich Erfüllung nennt.

Es ist nicht immer einfach, allen Anteilen gerecht zu werden, aber ich ermutige dich, nach ihnen zu suchen. Ausgelebte Facetten schenken uns nicht nur Erfüllung, sondern sie stellen zudem unsere Energiequelle dar. Wir tanken auf, wenn wir manchmal genau das Gegenteil von dem tun, was wir sonst zu tun pflegen.

Ich möchte dir ein paar Impulse mit auf den Weg geben, die du gerne ausprobieren kannst:

Der/die KünstlerIn in dir: malen, singen, nähen, basteln, schreiben, backen, kochen, musizieren, handwerkern, bauen, konstruieren, die Wohnung streichen, dekorieren, neu Einrichten

Der/die EntdeckerIn in dir: wandern, Stadtführungen, Museen, Geocaching (GPS-Touren), Bergwerke / Höhlen, Natur

Der/die GenießerIn in dir: Sonnenaufgänge/Sonnenuntergänge betrachten, Sternenhimmel beobachten, ans Meer fahren, Weinprobe, Kochabend, Oper, Konzert, Waldbaden

Der/die Extrovertierte in dir: Fotoshooting, Karaoke-Bar, Club, tanzen, Networking, Dates, Sport, Fitnessstudio, Klettergarten

Der/die Introvertierte in dir: Kino, Abend zu zweit / Mädelsabend, Fotografieren, spazieren, Natur beobachten, ins Café sitzen, lesen, schwimmen, Sauna

Sei dir bewusst, dass diese Anteile bei jedem von uns in einer unterschiedlichen Art und Weise ausgeprägt sind. Und das diese Anteile deine Aufmerksamkeit bekommen wollen. Gib dir die Chance , dich neu kennenzulernen und herauszufinden wer du bist.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß auf deiner persönlichen Entdeckungsreise! ❤