Warum sich der Pfad der Persönlichkeitsentwicklung für dich lohnt

Life-Balance, persönlichkeitsentwicklung

Wow, wie viel Zeit vergangen ist… La petite Anni stand nun eine ganze Weile still. Ich musste anderen Dingen Raum geben, damit sie wirken können und wiederum Dinge hinten anstellen, die gerade nicht dran waren.

Jetzt freue ich mich darüber wieder das Klappern der Tasten meines Laptops zu hören wenn ich diese Zeilen tippe. Das Schreiben hat mir gefehlt. Normalerweise weiß ich um den Schatz meiner Texte, denn sie drücken oftmals das aus, wofür ich keine gesprochenen Worte finde. Geschriebene Worte sind mein geliebtes Medium der Kommunikation. Es sortiert mich. Und trotz alledem habe ich im November ein zweites Herzensprojekt dazu gewonnen, das mich nochmal persönlich neu fordert: mein erster, eigener Podcast namens WACHSTUMSMOMENTE (hier gehts zum Podcast) . Der Name lässt vermuten, dass auch dieser Podcast nicht gerade frei von tiefsinnigen Themen ist. Über Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität zu sprechen ist mittlerweile ein fester Bestandteile meiner Identität geworden. Dieser Wandel erscheint auch mir so manches Mal noch fremd, da er auf den ersten Blick nicht so sehr zu der Anni zu passen scheint, die ich vor wenigen Jahren noch gewesen bin. Doch so ist das mit dem Pfad der Selbstfindung. Hat man ihn einmal betreten, gibt es kein zurück mehr. Und manchmal läuft man aus Neugier so schnell, dass das Außen den Wandel nicht nachvollzieht. (Nicht, dass das dessen Aufgabe wäre.)

„Traue dich, verletzlich zu sein“

Ich habe meine transformierte Persönlichkeit inzwischen angenommen und wirklich lieben gelernt. So verletzlich und doch so frei. Frei von Angst darüber, dass es zu persönlich, zu emotional, zu sensibel sein könnte. Ich habe aufgehört, nach so vielen Jahren immer ETWAS sein zu wollen. Stattdessen habe ich mich Ende 2019 dafür entschieden schlichtweg so zu sein wie ich wirklich bin. Mit all meinen Farben, mit all meinen Facetten, mit all meinen Schwächen und Schatten und all meinem Temperament. 

Ja, dieser Wandel befreit im wahrsten Sinne. Nicht nur von alten Mauern, die errichtet wurden und hinter denen man sich so lange versteckt hat. Nein. Persönliche Weiterentwicklung befreit auch von so vielen Dingen, die zwar im Leben sind , aber eigentlich noch nie so richtig zu einem gehört haben. Überflüssiger Ballast in Form von Klamotten und Dingen, die das Haus verstopfen. Unwahre Glaubenssätze über uns und die Welt, die wir wahrnehmen. Menschen, die einerseits vorgeben dich zu mögen und hinter deinem Rücken die Augen verdrehen. Der Wandel, der im Inneren stattfindet, wird sich auch im Außen sichtbar machen. Alles, was nicht zu mir gehört, wird gehen – und es ist ok.

„Unsere Außenwelt ist der Spiegel unserer Seele.“

Unsere Außenwelt ist der Spiegel unserer Seele. Nicht nur was das Chaos im eigenen Haus betrifft, sondern unsere Außenwelt vermag uns auch die Schatten zu zeigen, die wir in uns tragen und die geheilt werden wollen. 

Ja, persönliche Weiterentwicklung kann auch ein schmerzhafter Prozess sein. Doch je besser wir darin werden, Dinge loszulassen, die nicht zu uns gehören, desto mehr kommen wir bei uns an. Es ist eine wertvolle Erkenntnis, die ich mir vor Augen halte, wenn das Loslassen besonders schwer fällt.

Wenn auch Du im Leben demnächst wieder vor einem Punkt oder einer Herausforderung stehst, die dich dazu zwingt, dass du sie anschaust und entscheidest „ich werde es loslassen müssen, um glücklich zu sein“ dann denke daran, dass der Schlüssel zum Loslassen die Annahme ist. 

Nichts im Leben ist für immer – alles wird gehen, bis auch wir eines Tages gehen werden. Die Annahme darüber, dass es so ist erleichtert jedes Loslassen, was dir auf deinem Weg begegnet. 

Lass los und werde frei.

Bis Bald, 

Deine Anni 

PS: Wenn du Lust hast, höre doch mal in meinen Podcast WACHSTUMSMOMENTE rein! Diesen findest du hier und überall da, wo es Podcasts gibt 🙂


Was wir in 2020 gelernt haben

Allgemein

Der Jahreswechsel ist erst wenige Tage alt. Und ich glaube, ich lüge nicht, wenn ich behaupte, dass die meisten wohl erleichtert sind, dass dieses verflixte Jahr 2020 endlich vorbei ist. Es ist ein Jahr, das in die Geschichtsbücher eingehen wird und hey, wir waren dabei! Es war ein Jahr der großen Emotionen. Wir haben zum ersten Mal in unserem Leben gespürt was es heißt, wenn Dinge, die einst selbstverständlich waren, es nun nicht mehr sind. Wenn es plötzlich nicht mehr so einfach ist, Familienfeste und Geburtstage zu planen, wenn der Urlaub ins Wasser fällt oder der Betrieb schließen muss.

Ich bin mir sicher, dass auch du deine ganz persönliche Achterbahnfahrt der Gefühle im letzten Jahr hattest. Dennoch glaube ich, dass wir auch alle etwas aus diesem besonderen Jahr 2020 mitnehmen können. Dinge, die grundlegend wichtig sind und die wir in den folgenden Jahren noch mehr als jemals zuvor brauchen werden.

2020 war im Außen sehr laut. Nachrichtenkanäle liefen gefühlt non-stop. Fernsehansprachen der Kanzlerin wurden im Terminkalender markiert wie kaum ein politischer Auftritt zuvor. Auch in unseren Smalltalks, die wir mit Menschen führten, ging es meist immer um DAS eine Thema. Wir waren Zahlenprofis was die aktuellen Infektionszahlen anging und wussten plötzlich über epidemiologische Parameter wie etwa dem R-Wert Bescheid. Dann gab es noch jene, die innerhalb weniger Monate vom Influencer (nicht zu verwechseln mit Influenza) zum Virologen mutiert waren. Menschen, die nach wie vor überzeugt davon sind, dass das alles nur ein Fake ist .

Doch eines zeigt dieses Verhalten der sich spaltenden Gesellschaft. Es zeigt, was Angst mit uns macht. Wie sehr Angst uns in eine falsche Richtung lenken kann und uns blendet, sodass wir keinen klaren Gedanken mehr fassen können. Doch dazu mehr in einem anderen Artikel.

Heute möchte ich dir zeigen, was wir aus diesem Jahr lernen können:

  1. Nächstenliebe & Respekt

Vielleicht gehörst auch du zu den Menschen, die sich in der Nachbarschaftshilfe engagieren? Risikogruppen das Einkaufen abnehmen und nach dem rechten sehen? In diesem Jahr haben wir als Gesellschaft gelernt, was es heißt zusammen zu stehen. Wir haben uns umeinander gesorgt und respektiert, wenn es Menschen gibt, die unseren Schutz benötigen. Wir haben unsere Bedürfnisse hinten angestellt, sind mehrmals zum Einkaufen gefahren, um auch der netten Nachbarin aus Haus Nummer 4 ihre Vorräte zu bringen.

2. Rücksicht & Toleranz

Die meisten halten sich daran und akzeptieren es. Die Tatsache, dass nicht jeder bester Gesundheit ist, chronische Erkrankungen oder belastende Vorgeschichten hat. All diejenigen Menschen unserer Gesellschaft brauchen es, dass wir Abstand halten und unseren Mund- sowie die Nase mit etwas bedecken. Um diese Menschen zu schützen. Mein Blut pulsiert wenn ich Stimmen höre, die sagen, dass 80-jährige Menschen aufgrund ihres Alters nicht (mehr) schützenswert seien. Es lässt mich am demokratischen Grundwillen dieser Menschen zweifeln. Aber ich glaube trotz der uns suggerierenden Medien, dass diese Menschen ein kleiner Bruchteil und nicht die Mehrheit sind.

3. Demut & Bewusstsein

Diesen Punkt kann glaube ich keiner leugnen. Wir haben in 2020 gelernt, dass es Dinge auf der Erde gibt, die winzig klein und dennoch so sehr mächtig sein können. Wenn es nicht das Corona-Virus ist, dann wird es irgendwann eine andere Erkrankung sein. Wir leben mit Viren. Sie waren schon immer da. Noch vor uns. Nur war es uns nie bewusst. Es war selbstverständlich , dass wir gesund sind und uns frei bewegen können. Aber spätestens nach 2020 wissen wir, dass auch unser Leben von vielen Parametern abhängt, die wir eben NICHT alle kontrollieren können.

Es gibt also einiges, was wir aus 2020 mitnehmen.

Meine große Bitte ist, dass wir diese kostbaren Tugenden nicht vergessen.

Dass wir auch dann daran zurückdenken, wenn wir uns die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, 2€ mehr für einen Kaffee auszugeben, der unter fairen Bedingungen hergestellt wurde und Kindern im Ernteland eine gute Schulbildung ermöglicht anstatt sie zum Arbeiten zu zwingen.

Dass wir daran zurückdenken, wenn wir vor der Fleischtheke Unmengen von der Billig-Lyoner kaufen anstatt achtsam mit dem Tierwohl umzugehen und zu überlegen wie viel Fleisch wir in unserem Alltag tatsächlich brauchen. Und vor allem: aus welcher Aufzucht es stammen sollte.

Dass wir daran zurückdenken, wenn wir das nächste Mal eine Großbestellung bei H&M machen ohne darüber nachzudenken wie viel wir von den Sachen tatsächlich brauchen sondern einfach nur blind konsumieren. Darüber hinaus gibt es auch hier Optionen wie etwa die Wahl von nachhaltiger Mode oder aber die Second-Hand-Variante.

Lasst uns aus 2020 lernen und zwar für den Rest unseres Lebens!

Eure Anni

Wie du in holprigen Zeiten der Angst trotzen kannst

Allgemein

Mit Sorge beobachte ich in den letzten Wochen die Entwicklungen auf der Welt. Nicht nur in Deutschland spaltet sich die Gesellschaft zunehmend aufgrund der Maßnahmen, die im Kampf gegen das Corona-Virus getroffen werden. Die Proteste werden lauter. Die Unzufriedenheit wächst. Und die Angst.

Die existenziellen Ängste vieler Menschen wachsen und das Gefühl, nicht gehört zu werden, scheint ihre Motivation zu sein, um auf der Straße ihre Meinung kundzutun.

Auf der anderen Seite haben wir Menschen in unserem Land, die Angst haben. Und zwar Angst davor, ernsthaft krank zu werden oder einen geliebten Menschen an der Krankheit zu verlieren. Beides ist in meinen Augen extrem nachvollziehbar. Auch wenn ich die Art und Weise, wie manche Menschen derzeit ihre Angst zum Ausdruck bringen nicht gut finde, so zeigt es uns etwas anderes jedoch ganz deutlich: Wir handeln kopflos und teilweise fahrlässig, wenn wir von der Angst geleitet werden.

Ich möchte dir heute ein paar neue Denkansätze mitgeben. Ein paar Impulse, die dir zeigen, welche Wahl wir noch haben AUßER in Angst zu sein. Egal ob es die Angst vor der eigenen Existenznot ist oder die Angst vor dem Virus selbst.

Angst ist ein Gefühl, das uns Scheuklappen aufsetzt. Wir können nicht mehr klar sehen und nehmen alles durch eine Brille wahr, die die Realität verzehrt. Es gibt einen großen Verstärker in unserer Gesellschaft, der die Fähigkeit hat, Ängste künstlich aufzublasen, sodass wir das Gefühl haben, allgegenwärtig von ihr umgeben zu sein: Negative Nachrichten.

„Der erste Schritt, um die Angst aus dem Alltag zu eliminieren ist, sich nicht mehr täglich mit negativen Schlagzeilen zu umgeben.“

Hast du mal mitgezählt, wie häufig du dich momentan in den sozialen Netzwerken, im TV über Apps oder in Gesprächen mit anderen über den aktuellen Stand der Pandemie austauschst? Dabei ist es ausreichend, wenn du bereits morgens zum Frühstück und Abends im Gespräch mit deinem*r Partner*in das Thema auf den Tisch bringst. Schon stellt sich das Gefühl ein, es gibt nur noch dieses Thema.

Mein Tipp No.1.: Dosiere deine Nachrichten. Versuche für dich herauszufinden, wie viel Schlagzeilen dir gut tun und ab wann du das Gefühl von Ohnmacht, Schmerz, Wut oder Angst spürst. Vielleicht reicht es dir einmal pro Woche informiert zu werden?

Wie eben bereits erwähnt, hat Angst die Fähigkeit uns das Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit in uns auszulösen. Dies ist ein Zeichen, dass wir das Gefühl der Angst, das an sich genauso gleichbedeutend ist wie Freude, Liebe, Vertrauen oder Wut, aufblähen und der ihr somit eine größere Bedeutung geben als anderen Gefühlen. Gefühle sind Gefühle und haben keine Gewichtung. Sie sind alle gleichbedeutend und doch lassen wir uns von manchen so sehr vereinnahmen, dass wir andere Emotionen nicht mehr spüren können.

Mein Tipp No.2: Schließe deine Augen und gehe gedanklich zurück zu einem Ereignis, an dem du dich gut gefühlt hast. Welches Gefühl war damals da? Was verbindest du mit diesem Moment? Tauche ein in deine Vergangenheit und genieße das positive Glück, das du damals gespürt hast. Kehre zurück ins Hier und Jetzt und überlege dir, was du tun kannst, um dieses Ereignis von damals ins Heute zu holen. Vielleicht gibt es ein Lied, dass dich erinnert? Ein Foto? Einen Gegenstand? Einen Ort? Schaffe dir eine Oase im Alltag, die es dir erlaubt, dich mit einem guten Gefühl zu erfüllen.

Wenn die Angst bei dir das vorherrschende Gefühl im Moment ist, lenke deinen Fokus auf die positive Emotion, die du eigentlich erzeugen möchtest. Vielleicht ist es Vertrauen. Vielleicht ist es Gelassenheit. Innere Ruhe oder Freude. Was auch immer es ist, konzentriere dich auf dieses Gefühl, dass du fühlen möchtest. Wie kannst du die Emotion beschreiben? Was verbindest du mit ihr? Wann hast du es zuletzt gefühlt? Gibt es Dinge, Orte, Rituale, die du tun kannst, um dieses Gefühl zu erzeugen?

Mit deiner neuen Oase im Alltag hast du einen Ort, der dir Kraft gibt, wenn es Momente gibt, in denen die Angst präsent ist. Tanke hier Kraft und komme innerlich zur Ruhe.

Eine letzte Frage, die ich dir im Zusammenhang mit der Angst stellen will ist, ob du derzeit das Leben lebst, das du dir vorstellst. Stehst du jeden Morgen (oder zumindest den Großteil deiner Morgende) voller Freude auf und bist dankbar für den neuen Tag? Wie sehr liebst du dein Leben und seine Bestandteile?

Warum ich dich das frage? Weil ich fest davon überzeugt bin, dass die Angst die Fähigkeit besitzt uns das vor Augen zu halten, was wir mühevoll viele Jahre als Ballast hinunterschlucken. Ängste zeigen uns unsere Schwächen auf und das, was wir noch nicht in unserem Leben akzeptiert haben. Vielleicht hast du Entscheidungen getroffen, die du bis heute bereust. Vielleicht hast du Menschen verletzt, die du liebst? Vielleicht versteckst du dich hinter einer Fassade aus Perfektion aus Angst sonst nicht geliebt zu werden?

„Ist es DEIN Leben, das du lebst?“

Diese holprige Zeit verlangt uns vieles ab. Und ja, sie ist schmerzhaft. Doch wir können zwei Arten von Schmerz spüren. Entweder wählen wir die Ohnmacht und das Gefühl, nichts ändern zu können. Oder wir wählen den Schmerz der Veränderung. Indem wir hinschauen, was in unserem Leben nicht richtig läuft und indem wir es korrigieren. Es wird wehtun, denn Veränderung heißt auch immer, sich von alten Gedanken und Idealen zu verabschieden. Aber dieser Schmerz wird vergehen. Und dann wartet ein neues, aufregendes Leben darauf, von dir gelebt zu werden.

In Liebe,

deine Anni