4 Tipps für deine Seelenhygiene (und warum sie so wichtig ist)

Life-Balance

Ich habe gestern Abend die Reißleine gezogen und beschlossen, mich vorerst von Social Media zu distanzieren, bis sich die Lage normalisiert hat. Gerade Facebook nehme ich derzeit als Plattform für all diejenigen wahr, die ordentlich Aufmerksamkeit benötigen. Hier werden Weltuntergangs-Szenarien prophezeit, dort wird hart und teilweise sehr unsachlich argumentiert, woanders werden Menschen gegenüber anderen sogar ausfallend und beleidigend.

Wenn ich meine Zeit zusammenzähle, die ich damit verschwendet habe mir sinnloses Zeug durchzulesen ist das das eine. Wenn ich dann aber die Zeit zusammenzähle, in der mich dieses sinnlose Zeug im Nachgang verfolgt hat, ist das das andere. Gerade weil mir die Schwarzmalerei einiger Verschwörungstheoretiker nicht gut tut, habe ich eben beschlossen mich von diesen zu distanzieren. Eine Notwendigkeit im Rahmen meiner Seelenhygiene.

Wie hältst du es eigentlich mit deiner persönlichen Seelenhygiene?

Ja, es gibt eben nicht nur die Körperhygiene, sondern auch die Seelenhygiene. Beide sind immens wichtig, damit wir im Gleichgewicht sind. Doch die Seelenhygiene ist bei vielen gar nicht präsent. Während Zähneputzen und Co. längst seit Beginn unseres Daseins anerzogene Automatismen sind, stellt sich die Frage, wie wir es nun eigentlich angehen mit der Seelenhygiene. Hier sind meine 4 Tipps, die mir persönlich sehr helfen:

  1. Starte offline in den Tag

Wetten, wenn ich 10 Menschen fragen würde, was die erste Tätigkeit morgens nach dem Aufwachen ist, würde ich als Antwort „WhatsApp, Facebook oder Instagram checken“ bekommen? Es ist ein antrainierter Automatismus. Wie wir mit dem Benutzen unserer Zahnbürste darüber entscheiden, ob wir Körperhygiene betreiben wollen oder nicht, können wir unsere Seelenhygiene mit dem Griff oder eben Nicht-Griff zum Smartphone betreiben. Gib dir morgens Zeit , um gut und positiv in den Tag zu starten und nutze das Smartphone erst dann wenn du bereit für eventuelle Negative News bist.

2. Lege Ruhepausen im Alltag ein und genieße den Moment

Wann hast du das letzte Mal bewusst dem Vögelzwitschern gelauscht? Oder beobachtet wie die Wolken am Himmel vorüber ziehen? Wann hast du zuletzt deine Augen geschlossen und versucht an nichts zu denken oder hast statt dem Auto den kurzen Spaziergang gewählt? Am 31.12. eines jeden Jahres ist der typische Standardspruch „ach, das Jahr ist so schnell verflogen“. Da frage ich mich: „Ja was glaubst du wohl, warum?“ Weil wir die Momente vorüberziehen lassen anstatt sie zu fühlen. Wir erledigen so oft parallele Aufgaben, dass unsere Aufmerksamkeit sehr sehr selten 100% einer Sache gewidmet wird. Wir haben am Ende eines Tages auf diese Weise vielleicht zwei Dinge mehr geschafft, aber haben wir sie auch wirklich genießen können? Den Moment zu genießen, ihn mit Dankbarkeit zu füllen und sich dessen bewusst zu sein, dass er unglaublich kostbar ist, diese Form der Demut nennt sich Achtsamkeit.

3. Richte deinen Gefühls-Kompass neu aus

Wenn ich dich frage: „Wie willst du dich denn fühlen?“ Was würdest du mir antworten? Verharren wir allzu oft in einem Gefühlszustand wie Traurigkeit, Gestresst-sein, Antriebslosigkeit, Pessimismus oder Genervt-sein gewöhnen wir uns an diese Gefühlslage. Wir glauben, dass es ein Teil von uns ist und dass wir einfach so sind. Doch das stimmt nicht. Wir haben jederzeit die Wahl zu entscheiden wie wir uns fühlen wollen. Wollen wir weiterhin mit der negativen Grundeinstellung durchs Leben gehen? Immer gleich genervt sein, wenn jemand eine Bitte an uns richtet? Vorschnell zu urteilen, wenn eine neue Situation eintrifft? Betrachte deinen inneren Kompass und schau dir an, auf welche Gefühlsrichtung dieser zeigt und korrigiere wenn nötig deinen Kurs.

4. Dein neues Einschlafritual: Die Dankbarkeitsminute

Hast du ein Einschlafritual? Oder checkst du nochmal schnell deine E-Mails, WhatsApp oder Social Media bevor du völlig übermüdet das Smartphone auf dem Nachttisch parkst? Wenn ich dir einen beherzten Tipp geben darf: Parke dein Smartphone möglichst außerhalb deines Schlafzimmers. Nicht nur, weil du nachts nicht in Versuchung gerätst kurz mal reinzuschauen, sondern auch, weil elektronische Geräte unsere Schlafqualität massiv beeinflussen. Dein neues Einschlafritual ist ab heute die Dankbarkeitsminute. Kurz nachdem du dich in dein Kissen fallen gelassen und eine bequeme Liegeposition gefunden hast, schließt du deine Augen und startest ein Feuerwerk der Dankbarkeit. Denke nicht viel nach, sondern versuche in einer Minute für möglichst viele Dinge dankbar zu sein. Das können ganz kleine Dinge sein wie etwa dass dein Kind mit dir zusammen aufgeräumt hat oder dein Partner dir einen Kuss geschenkt hat. Oder du bist dankbar dafür, dass du gesund bist, ein Dach über dem Kopf oder einen Job hast. Ganz gleich wofür du dankbar bist, wirst du mit einem guten Gefühl in den Schlaf finden.

Ich wünsche dir viel Spaß bei der Umsetzung dieser vier Tipps im Alltag und freue mich, wenn du mir in den Kommentaren deine Erfahrungen mitteilst.

Alles Liebe ❤

Die drei unmoralischen Themen unserer Gesellschaft

Allgemein

Vielleicht geht es dir wie mir und du kannst dieses C-Wort allmählich nicht mehr hören. In welches Medium man auch blickt – ob Zeitungen, Nachrichten, das Radio oder (und das vor allem) in Social Media – man wird nicht verschont.

Man möge sich darum streiten, welche Branche aus dieser Hysterie am meisten profitiert. Ob Pharma, die Medienbranche, der LEH, die Hersteller medizinischer Produkte, Drogerieketten oder sonst irgendwer. Ja Gewinner gibt es in dieser Krise, Verlierer allerdings auch.

So fällt nun den Unternehmen ihre Exportstrategie vor die Füße, dich sich seit Jahren auf den internationalen Markt verlassen. Die derzeitige Krise zeigt uns aus wirtschaftlicher Sicht eben auch die Negativfolgen der ständig wachsenden Globalisierung. Aber gut. Ich will mich hier nicht auf ein politisches Pflaster begeben, sondern heute einen ganz anderen Gedanken mit euch teilen.

Dass die westeuropäische Kultur (die deutsche als Vorreiter vor allem) ein Problem mit unbequemen Themen hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Geld, Sex und Tod – diese drei sind als Smalltalk-Themen für den 30.Geburtstag der Freundin wohl eher fehl am Platz. Denn obwohl es jeden betrifft, sprechen doch die allerwenigstens ungeniert darüber.

Die derzeitige Hysterie ist ein Abbild eines dieser drei „unmoralischen“ Themen.

Das Ausscheiden aus dieser Welt ist wohl eines der tiefsitzendsten und größten Ängste, die ein Mensch haben kann. Und so sind es gerade die Gefahrensituationen, die uns besonders in Angst versetzen.

Es gibt auf der einen Seite die vielen unbewussten Gefahren, denen wir ausgesetzt sind: Auto fahren mit drei Bier intus, die Smartphone-Nutzung während des Spaziergangs an der Hauptstraße, das schachtelweise Rauchen von Zigaretten, ungeschützter Sex mit fremden One-Night-Stands aus dem Club und und und. Es gibt zich hunderte (!) Gefahren am Tag, denen wir ausgesetzt sind und die wir mit einem Lächeln beiseite wischen und sagen „ach, mir passiert doch nichts!“

Auf der anderen Seite gibt es die Gefahr, die wir bewusst wahrnehmen und die von unserem Verstand in jeder kleinsten Facette analysiert werden kann, ehe sie auf uns stößt. Dazu zählen Naturkatastrophen, ABC-Katastrophen, Kriege, Flüchtlingsströme, Extremsportarten und eben Krankheitswellen, so wie wir sie momentan erleben. (Warum Extremsportler hier auftauchen? Sie bewerten die Gefahr mit einer positiven Antwort: Sie erkennen die Gefahr an aber sie vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, dass diese größer sind als die Gefahr und die Angst).

Die aktuelle Hysterie (und auch vergangene und zukünftige) zeigt eine große unbekannte, aber für unser Gehirn berechnende Gefahr. Die Medien geben uns aufgrund der weltweiten Liveberichterstattung die Möglichkeit, jede kleinste Veränderung der Situation wahrzunehmen und diese neu zu bewerten. Unser Gehirn ist permanent am analysieren der Lage und kommt irgendwann an den Punkt, wo diese gehäuften Meldungen in Kombination mit dem „Herdenverhalten“ (alle geraten ja schließlich in Panik) auch entscheidet, von nun an Angst haben zu müssen.

Ohne den wahren Grund zu hinterfragen.

Nämlich, dass es sich im Grund genommen nur um die Angst vor dem eigenen Ausscheiden aus dieser Welt handelt. Wir versuchen uns vor dieser Angst zu schützen so gut es geht anstatt den bequemeren Weg zu wählen: Diese Angst anzuerkennen und zu akzeptieren, dass es so ist.

Ja, es ist so, dass wir nicht unsterblich sind.

Ja es ist so, dass wir eines Tages dieses Leben hier verlassen (um weiterzuziehen.) (Da mag jeder glauben was er will, aber diese hypothetische Annahme ist der Grund, warum ich den Tod nicht fürchte).

Das Ausscheiden aus dieser Welt hast du in dem Moment akzeptierst als du mit deiner Geburt beschlossen hast, in diese Welt zu gehen. Und je früher du diese Tatsache akzeptierst, desto freier wirst du dein Leben führen können.

Der Blick in die Zukunft mit dieser Angst im Nacken sorgt bestenfalls dafür, dass wir nie richtig leben werden. Denn wir leben immer im Morgen. Immer mit der Angst. Immer mit dem Gedanken „es könnte“.

Befreie dich davon!

Hör auf damit, Dinge auf das Morgen zu verschieben. Hör auf undankbar zu sein. Hör auf deine Zeit zu verschwenden. Hör auf Streitereien zu suchen und Menschen aus deinem Leben zu vergraulen. Hör auf dich selbst zu hassen. Hör auf die Verantwortung abzugeben. Hör auf deine Bedürfnisse hinter das Wohl Anderer zu stellen. Hör auf blind Zielen hinterher zu jagen ohne den Weg zu genießen. Hör auf zu glauben, dass du ein Produkt des Zufalls bist.

Halte inne und erkenne.

Erkenne deine Schönheit.

Erkenne deine Einzigartigkeit.

Erkenne deine Begrenztheit in diesem Leben.

Erkenne deine Schöpferkraft, deine Power und deine Fähigkeit, Dinge in großem Maße zu verändern.

Erkenne deinen Mut.

Erkenne deine Macht an, dass du mit deinen Gedanken, Handlungen und Entscheidungen immer wählen kannst zwischen Angst und Misstrauen oder Vertrauen und Liebe.

Erkenne das Leben mit all seine Facetten an und es wird dir gelingen auch dich im Ganzen anzuerkennen.

Genieße mit mir diesen Augenblick !

Deine Anne

So schaffst du dir deine Quality-time

Allgemein

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viel Zeit am Tag du konkret für dich selbst nutzt? Ich meine nicht, indem du deine Lieblingsserie auf Netflix schaust oder du dir 10 Minuten Zeit zum Scrollen auf Instagram nutzt. Ich frage dich, wie viel Zeit, du ganz bewusst für dich am Tag einplanst. Ohne Ablenkung von außen.

Vielleicht hast du auch Verpflichtungen – einen Partner, Kinder, pflegebedürftige Angehörige, einen Job mit Rufbereitschaft oder sonst eine Art von Umständen, die dir in gewisser Hinsicht deinen Tagesablauf vorgeben.

Wenn wir Tag für Tag das Gleiche tun und unseren Alltag leben und uns diesen aufgrund der Umstände von außen vorgeben lassen, dann kann es irgendwann passieren, dass man das Gefühl verliert, Zeit für sich zu nehmen und diese bewusst zu genießen.

Mir ging es eine lange Zeit so, dass ich dann, wenn ich Zeit aus heiterem Himmel geschenkt bekam (beispielsweise wenn meine Mama spontan einen Ausflug mit Nori machte) ich gar nicht wusste, was ich mit dieser Zeit anfangen sollte. Manchmal war ich sogar so überfordert, dass ich versuchte, das effektivste und bestmögliche aus meiner Zeit herauszuholen, dass ich am Ende auf gar nichts mehr Lust hatte. Damit waren dann die geschenkten Stunden dahin, meine Laune im Keller und mein Umfeld ratlos, da ich nach einem freien Tag ja eigentlich glücklich sein sollte.

Seit kurzem habe ich es mir angewöhnt, jeden Morgen eine halbe Stunde vor meiner Family aufzustehen und eine Morgenroutine zu praktizieren. Diese besteht darin, mir meine Lieblingstasse mit heißen Kakao aufzubrühen, meine Kuscheldecke und mein Journal zu schnappen und mich nochmal in Ruhe aufs Sofa zu kuscheln.

Ich merke, wie gut mir dieser entspannte Start in den Tag tut. Es ist nun nicht mehr die Eile, die mich aus dem Bett treibt, sondern die Freude auf ein paar ruhige Minuten mit mir alleine.

Übrigens kann man statt einer Morgenroutine auch eine Abendroutine einstudieren. Wenn die Kinder im Bett, der Partner im Sport oder der Job erledigt ist, dann ist es manchmal der Tagesabschluss, der dafür sorgt, dass wir glücklich und zufrieden einschlafen können.

Probiere es mal aus. Und genieße die Stille, die dich in deiner Quality time umgibt! ❤

Hingabe – mein Wort des Jahres 2020

Allgemein

Dieses Wort „Hingabe“ ist mir während einer Meditation zur Wintersonnenwende begegnet, als ich auf meiner Yogamatte lag.

Jetzt wo ich diesen Satz lese muss ich schmunzeln, denn es klingt schon so selbstverständlich. Ich muss dazu sagen, dass ich bis vor ein paar Monaten, der unachtsamste und entspannungsfernste Mensch war, den man sich nur vorstellen kann. Meine bisherige Einstellung zum Thema Yoga und Entspannung war „Meditieren? Ne, da schlaf ich immer ein!“ 

Ich habe mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, tagsüber eine Entspannungshaltung einzunehmen. Denn jede Minute, in der ich bildlich die Füße hochlege, war für mich pure Zeitverschwendung.  

Heute, ein paar Wochen später hat es Klick gemacht und ich kann nicht mal richtig sagen warum. Plötzlich und aus dem Nichts hat sich mein Denken neu ausgerichtet. Ich erkenne, wie sinnlos vieles war, was ich machte und wie schnell das Hamsterrad drehte, in dem ich mich bewegte. Höher, schneller, weiter, … bis? Ja bis was? Bis ich eines Tages nicht mehr aufstehen kann weil meine Kraft mich verlassen hat? Bis ich durchdrehe und Hals über Kopf meine Sachen packe und untertauche? Bis ich gesundheitlichen Schaden bekomme?

Ja das „bis was“ möchte ich gar nicht erfahren, denn Gutes kann es nicht sein. 

Daher bin ich zutiefst dankbar über diesen (man kann wirklich sagen) Sinneswandel, denn er bewahrt mich vor Gott weiß was. 

Kehren wir zurück zu meiner Yogastunde. Inzwischen kann ich mich gut auf Meditationen einlassen und da ich ein sehr bildhafter Mensch bin, habe ich auch keine Probleme damit, Dinge „zu sehen“. Während ich den sanften Klängen der Musik lausche und mich in tieferen Spähren meines Bewusstseins befinde, taucht plötzlich ein geschnörkelter Schriftzug vor meinem Auge auf. Es ist ein weicher Schriftzug, handschriftlich und feminin. Auf irgendeine Art und Weise drückt es Liebe für mich aus. Und als ich genauer hinsehe, lese ich das Wort, das es bildet: Hingabe .

Auf der Rückfahrt nach Hause habe ich nochmal über dieses Wort nachgedacht und ich glaube, es ist ein tolles Wort für mein nächstes Jahr. Eine Art Motto. Ein Stern unter den ich das, was ich tue stellen möchte. Ein Anker, der mich daran erinnert, aus welcher Motivation heraus ich die Dinge mache. 

Hingabe. 

Ich liebe dieses Wort. Denn es klingt so harmonisch, rund und ganzheitlich. (Spätestens jetzt dürftet ihr mein Sternzeichen erraten haben. Waagen lieben nunmal alles, was sich in Harmonie befindet :-D) 

Jetzt in diesem Moment merke ich, wie sehr ich diese Harmonie brauche und wie sehr ich dieses Bedürfnis in den letzten Jahre abgrundtief missachtet habe. 

Hingabe wird mein Wort für das Jahr 2020.

Hingabe in der Familie.

Hingabe in meinem Beruf.

Hingabe in meinen Freundschaften.

Hingabe im Blick auf andere.

Und ganz besonders: Hingabe im Moment.

Den Jahresausklang nutzen

Allgemein

Es ist ganz still geworden um mich. Und vor allem in mir. Der Dezember ist der letzte Monat dieses Jahres und ich glaube, das wollte mir das Leben nochmal deutlich vor Augen halten. Nach dem Motto „wenn sie es die letzten 11 Monate nicht gecheckt hat, dann eben auf die harte Tour.“

Ja…mich hat es diesen Monat wortwörtlich aus den Socken gehauen, als mir bewusst wurde, wie schnell mein Leben geworden ist. Als ich vor einer Woche in einer U-Bahn saß , schien es das perfekte Sinnbild für mich. Diese U-Bahn rauschte durch die dunklen, kilometerlangen Tunnel in einer Geschwindigkeit, die man immer dann zu spüren bekam, wenn die nächste Haltestelle bevorstand. Beschleunigung. Bremsen. Beschleunigung. Bremsen. Beschleunigung. Bremsen. Es war das, wonach sich mein Leben in diesem Moment anfühlte. Eine rasende Fahrt, ich als Passagier am Fenster in der Hoffnung, bald wieder Licht zu sehen.

Das Leben kann man sich auch schöner gestalten oder nicht? Wer möchte schon das Gefühl haben, als hilfloses Etwas in einem Körper gefangen zu sein, der für das eigene Tempo eigentlich viel zu schnell läuft?

Ja und dann kam der radikale Schnitt.

Ich habe angefangen, mich mit den Themen Achtsamkeit, Bewusstsein, Meditation und Entspannung zu befassen. Und bin dabei auf den wundervollen Podcast von Laura Malina Seiler gestoßen. Hätte man mir das vor einigen Monaten gezeigt, hätte ich nur die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und gedacht „ohje, was redet die denn da?“ Heute, nach mehr als 15 Folgen denke ich mir „sie hat so recht.“

Und so kam es, dass ich noch mehr radikale Entscheidung getroffen habe, die mir im ersten Moment viel Angst gemacht haben , aber im Nachhinein für mein Seelenleben die absolut richtigen waren. Die wichtigsten Entscheidungen betreffen vor allem mein Berufsleben, denn das ist das, was das Jahr 2019 auch mit am meisten dominiert hat.

Den Dezember als „Reinigung“ zu nehmen und sich von all dem Ballast zu befreien, den das Jahr einem auferlegt hat, kann ich jedem nur empfehlen. In das neue Jahr 2020 (das für mich übrigens ein sehr harmonisches Jahr sein wird) möchte ich nur das mitnehmen, was sich wirklich gut anfühlt. Vermeintliche Verpflichtungen und falscher Stolz gehört da nicht dazu. Daher war es wichtig, das für mich in diesem Jahr zu reflektieren und abzulegen.

Fängt man einmal an, ist es schwer, sich diesem Drang nach dem „was schlummert in mir“ zu stoppen. Ich habe einen Deal mit mir ausgemacht: Ich lasse mich zu 100% drauf ein.

100% Freude

100% Begeisterung

100% Mut

100% Verantwortung

100% Zuversicht

100% Schmerz

100% Trauer

100% Ehrlichkeit gegenüber sich selbst

Ja, dieses Projekt hat eben erst begonnen und ich glaube, dass 2020 ein richtig, richtig gutes Jahr werden wird. Und zwar nicht, weil ich auf Erfolge und Meilensteine hinarbeite, sondern weil ich mich von vielen Dingen frei mache, die ich schon viel zu lange mit mir herumtrage.

Hör mal rein in den Podcast und wer weiß, vielleicht entflammt es dich genauso wie er mich entflammt hat.

Eure Anne