Die drei unmoralischen Themen unserer Gesellschaft

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Vielleicht geht es dir wie mir und du kannst dieses C-Wort allmählich nicht mehr hören. In welches Medium man auch blickt – ob Zeitungen, Nachrichten, das Radio oder (und das vor allem) in Social Media – man wird nicht verschont.

Man möge sich darum streiten, welche Branche aus dieser Hysterie am meisten profitiert. Ob Pharma, die Medienbranche, der LEH, die Hersteller medizinischer Produkte, Drogerieketten oder sonst irgendwer. Ja Gewinner gibt es in dieser Krise, Verlierer allerdings auch.

So schaffst du dir deine Quality-time

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Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viel Zeit am Tag du konkret für dich selbst nutzt? Ich meine nicht, indem du deine Lieblingsserie auf Netflix schaust oder du dir 10 Minuten Zeit zum Scrollen auf Instagram nutzt. Ich frage dich, wie viel Zeit, du ganz bewusst für dich am Tag einplanst. Ohne Ablenkung von außen.

Vielleicht hast du auch Verpflichtungen – einen Partner, Kinder, pflegebedürftige Angehörige, einen Job mit Rufbereitschaft oder sonst eine Art von Umständen, die dir in gewisser Hinsicht deinen Tagesablauf vorgeben.

Wenn wir Tag für Tag das Gleiche tun und unseren Alltag leben und uns diesen aufgrund der Umstände von außen vorgeben lassen, dann kann es irgendwann passieren, dass man das Gefühl verliert, Zeit für sich zu nehmen und diese bewusst zu genießen.

Mir ging es eine lange Zeit so, dass ich dann, wenn ich Zeit aus heiterem Himmel geschenkt bekam (beispielsweise wenn meine Mama spontan einen Ausflug mit Nori machte) ich gar nicht wusste, was ich mit dieser Zeit anfangen sollte. Manchmal war ich sogar so überfordert, dass ich versuchte, das effektivste und bestmögliche aus meiner Zeit herauszuholen, dass ich am Ende auf gar nichts mehr Lust hatte. Damit waren dann die geschenkten Stunden dahin, meine Laune im Keller und mein Umfeld ratlos, da ich nach einem freien Tag ja eigentlich glücklich sein sollte.

Seit kurzem habe ich es mir angewöhnt, jeden Morgen eine halbe Stunde vor meiner Family aufzustehen und eine Morgenroutine zu praktizieren. Diese besteht darin, mir meine Lieblingstasse mit heißen Kakao aufzubrühen, meine Kuscheldecke und mein Journal zu schnappen und mich nochmal in Ruhe aufs Sofa zu kuscheln.

Ich merke, wie gut mir dieser entspannte Start in den Tag tut. Es ist nun nicht mehr die Eile, die mich aus dem Bett treibt, sondern die Freude auf ein paar ruhige Minuten mit mir alleine.

Übrigens kann man statt einer Morgenroutine auch eine Abendroutine einstudieren. Wenn die Kinder im Bett, der Partner im Sport oder der Job erledigt ist, dann ist es manchmal der Tagesabschluss, der dafür sorgt, dass wir glücklich und zufrieden einschlafen können.

Probiere es mal aus. Und genieße die Stille, die dich in deiner Quality time umgibt! ❤

Hingabe – mein Wort des Jahres 2020

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Dieses Wort „Hingabe“ ist mir während einer Meditation zur Wintersonnenwende begegnet, als ich auf meiner Yogamatte lag.

Jetzt wo ich diesen Satz lese muss ich schmunzeln, denn es klingt schon so selbstverständlich. Ich muss dazu sagen, dass ich bis vor ein paar Monaten, der unachtsamste und entspannungsfernste Mensch war, den man sich nur vorstellen kann. Meine bisherige Einstellung zum Thema Yoga und Entspannung war „Meditieren? Ne, da schlaf ich immer ein!“ 

Ich habe mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, tagsüber eine Entspannungshaltung einzunehmen. Denn jede Minute, in der ich bildlich die Füße hochlege, war für mich pure Zeitverschwendung.  

Heute, ein paar Wochen später hat es Klick gemacht und ich kann nicht mal richtig sagen warum. Plötzlich und aus dem Nichts hat sich mein Denken neu ausgerichtet. Ich erkenne, wie sinnlos vieles war, was ich machte und wie schnell das Hamsterrad drehte, in dem ich mich bewegte. Höher, schneller, weiter, … bis? Ja bis was? Bis ich eines Tages nicht mehr aufstehen kann weil meine Kraft mich verlassen hat? Bis ich durchdrehe und Hals über Kopf meine Sachen packe und untertauche? Bis ich gesundheitlichen Schaden bekomme?

Ja das „bis was“ möchte ich gar nicht erfahren, denn Gutes kann es nicht sein. 

Daher bin ich zutiefst dankbar über diesen (man kann wirklich sagen) Sinneswandel, denn er bewahrt mich vor Gott weiß was. 

Kehren wir zurück zu meiner Yogastunde. Inzwischen kann ich mich gut auf Meditationen einlassen und da ich ein sehr bildhafter Mensch bin, habe ich auch keine Probleme damit, Dinge „zu sehen“. Während ich den sanften Klängen der Musik lausche und mich in tieferen Spähren meines Bewusstseins befinde, taucht plötzlich ein geschnörkelter Schriftzug vor meinem Auge auf. Es ist ein weicher Schriftzug, handschriftlich und feminin. Auf irgendeine Art und Weise drückt es Liebe für mich aus. Und als ich genauer hinsehe, lese ich das Wort, das es bildet: Hingabe .

Auf der Rückfahrt nach Hause habe ich nochmal über dieses Wort nachgedacht und ich glaube, es ist ein tolles Wort für mein nächstes Jahr. Eine Art Motto. Ein Stern unter den ich das, was ich tue stellen möchte. Ein Anker, der mich daran erinnert, aus welcher Motivation heraus ich die Dinge mache. 

Hingabe. 

Ich liebe dieses Wort. Denn es klingt so harmonisch, rund und ganzheitlich. (Spätestens jetzt dürftet ihr mein Sternzeichen erraten haben. Waagen lieben nunmal alles, was sich in Harmonie befindet :-D) 

Jetzt in diesem Moment merke ich, wie sehr ich diese Harmonie brauche und wie sehr ich dieses Bedürfnis in den letzten Jahre abgrundtief missachtet habe. 

Hingabe wird mein Wort für das Jahr 2020.

Hingabe in der Familie.

Hingabe in meinem Beruf.

Hingabe in meinen Freundschaften.

Hingabe im Blick auf andere.

Und ganz besonders: Hingabe im Moment.