Erinnere dich, wer du bist

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„Erinnere dich, wer du bist.“ Das , was auf den ersten Blick so einfach klingt, ist in Wirklichkeit ein ganz schön langer Weg.

Oft sind wir uns gar nicht bewusst darüber, dass wir uns im Laufe des Lebens vergessen. Wir werden erwachsen und werfen selbstverständlich alte Überzeugungen, Ansichten und Vorstellungen über Bord. Manchmal gehen dabei jedoch auch wertvolle Informationen verloren. Wir vergessen gerade die Dinge, die uns einst so gut getan haben und uns, ohne es zu wissen, Kraft und Energie gaben.

Als Kinder waren wir alle Entdecker. Wir sahen die Welt das erste Mal und waren ganz erpicht darauf, alles in möglichst kurzer Zeit zu entdecken. Wir probierten uns aus, scheiterten, versuchten es wieder und wieder bis wir eines Tages voller Freude und Stolz unser Können präsentierten.

Über die Zeit kann es jedoch passieren, dass wir uns soweit von unserem Wesen entfernen, dass wir vergessen, wer wir im Kern eigentlich sind. Vergessen worauf wir stolz waren und was uns als Kind aus tiefstem Herzen Freude bereitet hat.

Vielleicht war es die Liebe zu Tieren oder Pflanzen. Vielleicht die Liebe zum Sport. Vielleicht aber auch die Liebe zur Musik, zum Malen, zum Bauen, zum Basteln oder zum Sammeln von Briefmarken. Was auch immer dir Freude bereitet hat, es ist noch immer in dir.

Möglicherweise hast du diese wertvollen Informationen über die Zeit des Erwachsenwerdens tatsächlich über Bord geworfen und wunderst dich, warum du dich heute nur schwer für Dinge begeistern kannst. Manchmal legen wir sogar so einen 180° Drift hin, dass wir völlig konträr sind zu dem Menschen, der wir als Kind einmal gewesen sind.

Glaube mir, es lohnt sich mal zurückzublicken. Und sich eine kleine Zeitreise zu erlauben. Nach den Dingen zu suchen, die dich im Herzen begeistert haben und sie mit ins Hier und Jetzt zu nehmen. Es wird Schwung in deinen Alltag bringen, das sage ich dir aus eigener Erfahrung!

Zum Jahresbeginn startet der Podcast

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Endlich habe ich mich durchgerungen und die erste Podcastfolge unter FutureMom 2.0 für Euch aufgenommen! Seid ein bisschen nachsichtig – es war mehr eine spontane Aktion, als ich heute Mittag ein Stündchen Zeit hatte 😀

An der Begrüßung arbeite ich das nächste Mal definitiv noch einmal und auch ein musikalisches Intro soll in Zukunft auf die neuen Folgen einstimmen.

Nichtsdestotrotz wünsche ich Dir nun ganz viel Spaß und Freude beim reinhören in diese kurze, 12-minütige erste Podcastfolge!

Natürlich freue ich mich über Feedback hier in den Kommentaren.

Genießt dieses lange Wochenende &

bis bald!

So schaffst du dir deine Quality-time

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Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viel Zeit am Tag du konkret für dich selbst nutzt? Ich meine nicht, indem du deine Lieblingsserie auf Netflix schaust oder du dir 10 Minuten Zeit zum Scrollen auf Instagram nutzt. Ich frage dich, wie viel Zeit, du ganz bewusst für dich am Tag einplanst. Ohne Ablenkung von außen.

Vielleicht hast du auch Verpflichtungen – einen Partner, Kinder, pflegebedürftige Angehörige, einen Job mit Rufbereitschaft oder sonst eine Art von Umständen, die dir in gewisser Hinsicht deinen Tagesablauf vorgeben.

Wenn wir Tag für Tag das Gleiche tun und unseren Alltag leben und uns diesen aufgrund der Umstände von außen vorgeben lassen, dann kann es irgendwann passieren, dass man das Gefühl verliert, Zeit für sich zu nehmen und diese bewusst zu genießen.

Mir ging es eine lange Zeit so, dass ich dann, wenn ich Zeit aus heiterem Himmel geschenkt bekam (beispielsweise wenn meine Mama spontan einen Ausflug mit Nori machte) ich gar nicht wusste, was ich mit dieser Zeit anfangen sollte. Manchmal war ich sogar so überfordert, dass ich versuchte, das effektivste und bestmögliche aus meiner Zeit herauszuholen, dass ich am Ende auf gar nichts mehr Lust hatte. Damit waren dann die geschenkten Stunden dahin, meine Laune im Keller und mein Umfeld ratlos, da ich nach einem freien Tag ja eigentlich glücklich sein sollte.

Seit kurzem habe ich es mir angewöhnt, jeden Morgen eine halbe Stunde vor meiner Family aufzustehen und eine Morgenroutine zu praktizieren. Diese besteht darin, mir meine Lieblingstasse mit heißen Kakao aufzubrühen, meine Kuscheldecke und mein Journal zu schnappen und mich nochmal in Ruhe aufs Sofa zu kuscheln.

Ich merke, wie gut mir dieser entspannte Start in den Tag tut. Es ist nun nicht mehr die Eile, die mich aus dem Bett treibt, sondern die Freude auf ein paar ruhige Minuten mit mir alleine.

Übrigens kann man statt einer Morgenroutine auch eine Abendroutine einstudieren. Wenn die Kinder im Bett, der Partner im Sport oder der Job erledigt ist, dann ist es manchmal der Tagesabschluss, der dafür sorgt, dass wir glücklich und zufrieden einschlafen können.

Probiere es mal aus. Und genieße die Stille, die dich in deiner Quality time umgibt! ❤

Hingabe – mein Wort des Jahres 2020

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Dieses Wort „Hingabe“ ist mir während einer Meditation zur Wintersonnenwende begegnet, als ich auf meiner Yogamatte lag.

Jetzt wo ich diesen Satz lese muss ich schmunzeln, denn es klingt schon so selbstverständlich. Ich muss dazu sagen, dass ich bis vor ein paar Monaten, der unachtsamste und entspannungsfernste Mensch war, den man sich nur vorstellen kann. Meine bisherige Einstellung zum Thema Yoga und Entspannung war „Meditieren? Ne, da schlaf ich immer ein!“ 

Ich habe mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, tagsüber eine Entspannungshaltung einzunehmen. Denn jede Minute, in der ich bildlich die Füße hochlege, war für mich pure Zeitverschwendung.  

Heute, ein paar Wochen später hat es Klick gemacht und ich kann nicht mal richtig sagen warum. Plötzlich und aus dem Nichts hat sich mein Denken neu ausgerichtet. Ich erkenne, wie sinnlos vieles war, was ich machte und wie schnell das Hamsterrad drehte, in dem ich mich bewegte. Höher, schneller, weiter, … bis? Ja bis was? Bis ich eines Tages nicht mehr aufstehen kann weil meine Kraft mich verlassen hat? Bis ich durchdrehe und Hals über Kopf meine Sachen packe und untertauche? Bis ich gesundheitlichen Schaden bekomme?

Ja das „bis was“ möchte ich gar nicht erfahren, denn Gutes kann es nicht sein. 

Daher bin ich zutiefst dankbar über diesen (man kann wirklich sagen) Sinneswandel, denn er bewahrt mich vor Gott weiß was. 

Kehren wir zurück zu meiner Yogastunde. Inzwischen kann ich mich gut auf Meditationen einlassen und da ich ein sehr bildhafter Mensch bin, habe ich auch keine Probleme damit, Dinge „zu sehen“. Während ich den sanften Klängen der Musik lausche und mich in tieferen Spähren meines Bewusstseins befinde, taucht plötzlich ein geschnörkelter Schriftzug vor meinem Auge auf. Es ist ein weicher Schriftzug, handschriftlich und feminin. Auf irgendeine Art und Weise drückt es Liebe für mich aus. Und als ich genauer hinsehe, lese ich das Wort, das es bildet: Hingabe .

Auf der Rückfahrt nach Hause habe ich nochmal über dieses Wort nachgedacht und ich glaube, es ist ein tolles Wort für mein nächstes Jahr. Eine Art Motto. Ein Stern unter den ich das, was ich tue stellen möchte. Ein Anker, der mich daran erinnert, aus welcher Motivation heraus ich die Dinge mache. 

Hingabe. 

Ich liebe dieses Wort. Denn es klingt so harmonisch, rund und ganzheitlich. (Spätestens jetzt dürftet ihr mein Sternzeichen erraten haben. Waagen lieben nunmal alles, was sich in Harmonie befindet :-D) 

Jetzt in diesem Moment merke ich, wie sehr ich diese Harmonie brauche und wie sehr ich dieses Bedürfnis in den letzten Jahre abgrundtief missachtet habe. 

Hingabe wird mein Wort für das Jahr 2020.

Hingabe in der Familie.

Hingabe in meinem Beruf.

Hingabe in meinen Freundschaften.

Hingabe im Blick auf andere.

Und ganz besonders: Hingabe im Moment.

Was mein Jahr 2019 und eine Schokoladen-Diät gemeinsam haben

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Was für ein Jahr! Ok, das sage ich fast immer am Jahresende, aber in diesem Jahr denke ich mir nur: Crazy, was für ein Jahr?!!!!

Neulich kam mir das perfekte Sinnbild dafür: Mein Leben glich in diesem Jahr einer Schokoladen-Diät. Warum? Das möchte ich euch nun erzählen!

Wir haben am Anfang vom Jahr erstmal unseren großen Umzug zurück aus Rostock verdauen müssen. Unser Leben fühlte sich an, als ob wir durch eine Zeitmaschine geschleudert wurden. Wild, unglaublich schnell und am Ende ist man ein bisschen verwirrt, dass man sich nun an diesem Ort der Erde befindet. 

Es war verrückt. 

Im Februar begab ich mich das erste Mal alleine auf eine kleine Reise nach Rom. Es ist eine wunderschöne Stadt, die mich sehr inspiriert hat. Seit langer Zeit war ich mal wieder „nur ich.“ Keine Ehefrau. Keine Mama. Keine Unternehmerin. Sondern die Backpackerin wie einst vor 7 Jahren, als ich ebenfalls durch die Welt reiste. Ich genoss diesen Zeitsprung zurück, lief pro Tag bestimmt um die 20 Kilometer und saugte neue Eindrücke auf. 

Zurück zu Hause begann ich mich in die Arbeit zu stürzen. 2019 sollte mein Erfolgsjahr werden! Ich hatte mich mit positivem Mindset umgeben, wie das die Businesspeople heutzutage tun. Speaker, die darüber berichten, dass im Leben alles möglich sei, dass man an sich glauben müsse und nie ans Scheitern denken sollte. Ich war beflügelt von all dem und beschloss kurzerhand mein zum damaligen Zeitpunkt ruhendes Master-Studium wieder aufzunehmen.

Ich wollte alles – ohne Rücksicht auf Verluste.

Mein Fleiß und mein Ehrgeiz zahlten sich aus. Schon im Juni befand ich mich auf eine der wichtigsten Veranstaltungen des Handels, sprach mit Firmenvorständen deutscher Großunternehmen und gewann einen von ihnen sogar als neuen Kunden. Besser gings nicht! Als ich dann im September zu einer exklusiven Veranstaltung nach Berlin ins Adlon Kempinski eingeladen wurde, war das für mein Ego unglaublich erfüllend. Ich konnte mein Glück kaum fassen. 

Auch in Sachen Beziehung lief es super. Ich kam endlich aus meiner „grauen Mäuschen“ Rolle hervor (ja, ich war ein ziemlich graues Mäuschen, das sich nichtmal traute, farbige Kleidung anzuziehen. Mein Denken war geprägt von „neee, dies und jenes macht man nicht“). Auch hier änderte ich meine Meinung und ich trat aus der introvertierten Welt in die extrovertierte Welt. Ich teilte mein Leben auf Social Media und war über so viel positive Resonanz ganz erstaunt. 

Mein Leben war eine Steilfahrt nach oben.

Wer schon einmal eine Schokoladen-Diät gemacht hat (ich habs nicht, aber kann es mir ziemlich gut vorstellen) weiß, was passiert: Man isst konsequent und ausschließlich Schokolade. Den ganzen Tag. Frühstück: Schokolade. Mittagessen: Schokoladen, usw. Das Ziel davon? So viel Schokolade zu essen, bis man so die Nase voll davon hat, dass man sie nie wieder anrührt. 

Konsumieren bis einem schlecht wird sozusagen. 

Ja und da sind wir wieder bei mir. 

Ich habe sooo viel im Außen konsumiert in diesem Jahr. Zu viel. Ich habe so viel Anerkennung bekommen wie schon lange nicht mehr. Habe meinem Ego so viel Futter gegeben, dass es vor Stolz fast platzte. Und habe dabei nicht bemerkt, wie leer mein Herz eigentlich war. Es herrschte gähnende Leere in mir. 

Wie groß diese war, erkannte ich an meinem Geburtstag, als ich die Karte einer langjährigen und guten Freundin in der Hand hielt auf der stand: 

„Liebe Anne, ich weiß gar nicht, was ich dir noch wünschen soll. Denn du hast ja bereits alles.“ 

Ich bin im Nachhinein sehr sehr dankbar für diese Karte, denn sie hat mir die Augen geöffnet. Ich las die Zeilen und dachte mir „ja verdammt, warum bist du nicht glücklich? Du hast doch alles!“ Und da wurde mir plötzlich bewusst, wie unachtsam wie gedankenlos ich mein Leben lebte und das alles, was nach außen strahlte in mir nicht ankam. 

Mein ganzes Licht war im Außen zu finden statt in mir. Ich blendete mein Umfeld und mich selbst und das wurde mir in diesem Moment schlagartig bewusst.

Ich fragte mich, wessen Leben das ist, das ich gerade lebe. Denn es fühlte sich sehr fremd an.

Also beschloss ich allmählich Dinge zu hinterfragen.

Damit habe ich im September angefangen und ich bin heute noch in dem Prozess, Dinge, Ansichten und Glaubenssätze zu hinterfragen, die ich nie angerührt habe.

Es ist ein Prozess des Loslassens, des sich-bewusst-werdens aber auch des Befreiens. Ich befreie mich von dem Drang, mein Leben in der Spur halten zu müssen, weil man dies und jenes eben von mir erwartet. Ich habe meine Erwartungen an mich radikal zurückgeschraubt.

Und mich von Dingen losgerissen, an denen ich mich verzweifelt festgeklammert habe, aber die einfach nicht in mein Leben passen wollen. 

Ich habe Vorstellungen gehen lassen. 

Und am Ende hat es sich sogar richtig gut angefühlt, dem größten Gegner endlich die Stirn geboten zu haben und zu sagen: So Ego, mit mir nicht mehr! Ab sofort spielst du nach meinen Spielregeln!

Pünktlich zum Fest der Liebe habe ich es geschafft, die Liebe in mir selbst zu finden.

Und das ist das größte Geschenk, das ich mir machen konnte. Ich wünsche dir von ganzem Herzen das auch du den Mut hast, auf dein Leben zu blicken und in die hinein zu hören. Zu lauschen, ob das wirklich echt ist, wer du bist, ob du Wärme und Liebe dir gegenüber spürst oder ob du glaubst, den ganzen Tag nur funktionieren zu müssen. Ich wünsche dir Mut und Zuversicht, Hoffnung und Glaube, dass das Leben nur das Beste für dich bereit hält.

In diesem Sinne wünsche ich dir

Frohe und gesegnete Weihnachten ❤

Den Jahresausklang nutzen

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Es ist ganz still geworden um mich. Und vor allem in mir. Der Dezember ist der letzte Monat dieses Jahres und ich glaube, das wollte mir das Leben nochmal deutlich vor Augen halten. Nach dem Motto „wenn sie es die letzten 11 Monate nicht gecheckt hat, dann eben auf die harte Tour.“

Ja…mich hat es diesen Monat wortwörtlich aus den Socken gehauen, als mir bewusst wurde, wie schnell mein Leben geworden ist. Als ich vor einer Woche in einer U-Bahn saß , schien es das perfekte Sinnbild für mich. Diese U-Bahn rauschte durch die dunklen, kilometerlangen Tunnel in einer Geschwindigkeit, die man immer dann zu spüren bekam, wenn die nächste Haltestelle bevorstand. Beschleunigung. Bremsen. Beschleunigung. Bremsen. Beschleunigung. Bremsen. Es war das, wonach sich mein Leben in diesem Moment anfühlte. Eine rasende Fahrt, ich als Passagier am Fenster in der Hoffnung, bald wieder Licht zu sehen.

Das Leben kann man sich auch schöner gestalten oder nicht? Wer möchte schon das Gefühl haben, als hilfloses Etwas in einem Körper gefangen zu sein, der für das eigene Tempo eigentlich viel zu schnell läuft?

Ja und dann kam der radikale Schnitt.

Ich habe angefangen, mich mit den Themen Achtsamkeit, Bewusstsein, Meditation und Entspannung zu befassen. Und bin dabei auf den wundervollen Podcast von Laura Malina Seiler gestoßen. Hätte man mir das vor einigen Monaten gezeigt, hätte ich nur die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und gedacht „ohje, was redet die denn da?“ Heute, nach mehr als 15 Folgen denke ich mir „sie hat so recht.“

Und so kam es, dass ich noch mehr radikale Entscheidung getroffen habe, die mir im ersten Moment viel Angst gemacht haben , aber im Nachhinein für mein Seelenleben die absolut richtigen waren. Die wichtigsten Entscheidungen betreffen vor allem mein Berufsleben, denn das ist das, was das Jahr 2019 auch mit am meisten dominiert hat.

Den Dezember als „Reinigung“ zu nehmen und sich von all dem Ballast zu befreien, den das Jahr einem auferlegt hat, kann ich jedem nur empfehlen. In das neue Jahr 2020 (das für mich übrigens ein sehr harmonisches Jahr sein wird) möchte ich nur das mitnehmen, was sich wirklich gut anfühlt. Vermeintliche Verpflichtungen und falscher Stolz gehört da nicht dazu. Daher war es wichtig, das für mich in diesem Jahr zu reflektieren und abzulegen.

Fängt man einmal an, ist es schwer, sich diesem Drang nach dem „was schlummert in mir“ zu stoppen. Ich habe einen Deal mit mir ausgemacht: Ich lasse mich zu 100% drauf ein.

100% Freude

100% Begeisterung

100% Mut

100% Verantwortung

100% Zuversicht

100% Schmerz

100% Trauer

100% Ehrlichkeit gegenüber sich selbst

Ja, dieses Projekt hat eben erst begonnen und ich glaube, dass 2020 ein richtig, richtig gutes Jahr werden wird. Und zwar nicht, weil ich auf Erfolge und Meilensteine hinarbeite, sondern weil ich mich von vielen Dingen frei mache, die ich schon viel zu lange mit mir herumtrage.

Hör mal rein in den Podcast und wer weiß, vielleicht entflammt es dich genauso wie er mich entflammt hat.

Eure Anne

Das schlafende Kind in dir

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Neben mir steht gerade ein Glas Rotwein und ich atme kurz tief durch. Der erste große Meilenstein ist gerade per E-Mail abgeschickt worden. Meine Hausarbeit, die mir seit rund 6 Wochen im Magen liegt. Warum tue ich mir das eigentlich an? Ach ja richtig, da war mal ein weit entferntes Ziel, das mich derzeit die Strapazen, Mühen und das viele Geld wert sind. Wert sein sollten. Für ein Ziel sollte man doch alles geben oder? Aber was, wenn das Ziel, auf das man so eifrig und strebsam hingearbeitet hat, plötzlich irgendwie nicht mehr so attraktiv ist? Was, wenn man merkt, dass man zweifelt und aus Zweifel ein tiefer Unglaube wird? Krise wäre dann wohl das richtige Wort. Was aber, wenn diese Krise nicht zu enden scheint?

Ja, dann sitzt man wohl ganz schön in der Patsche (ich liebe diesen norddeutschen Slang für den ich manchmal angestarrt werde wie eine Außerirdische 😀 ).

Eine Sinnkrise also. Kommt so etwas, wenn wir mal bei Klischees bleiben, nicht normalerweise erst mit Mitte 40 ? Seit einigen Wochen bin ich der Meinung, dass Sinnkrisen jeden und in jedem Alter treffen können. Ja, ich vage sogar zu behaupten, dass auch Kinder Sinnkrisen bekommen.

Ich verstehe darunter das Bewusst werden darüber, dass die Welt anders ist als man bis zu diesem Zeitpunkt angenommen hat. Kommt dann noch eine große Portion Emotionen dazu ist das Werk komplett.

Mit Krisen verbindet man immer Schlechtes. Das ist eigentlich sehr schade, denn Krisen sind für mich nichts anderes als Stoppschilder an der Kreuzung. Dann, wenn sich unser Lebensweg teilt, Entscheidungen unseren Weg kreuzen, es steil bergauf oder gefährlich schnell bergab geht – ja dann sind Krisen eigentlich ziemlich hilfreich. Denn sie veranlassen uns dazu, stehen zu bleiben. Die Dinge zu reflektieren. Eine bestimmte Stopplinie nicht zu übertreten. Ja, Krisen sind dankbare Wegweiser, wenn man sie richtig zu interpretieren vermag.

Meine Krise im Moment zwingt mich dazu, meine bisherigen Ziele, Werte, Haltungen und Ideale wirklich mal drastisch zu hinterfragen. Denn ganz unbewusst und leise haben sich Verhaltensweisen, Gedankenmuster, Glaubenssätze und Werte entwickelt, die irgendwie nicht zu dem Menschen passen, der ich gerne sein würde.

Ein Beispiel:

Mein Spitzname im Kindergarten war immer „Mama Anne“. Es klingt ein bisschen paradox, dass ein sechsjähriges Mädchen bereits einer verantwortungsvolle Rolle zugewiesen wird aber mich hatte es damals nie gestört. Ich habe mich einfach sehr gerne um andere gekümmert. Meine Freundinnen, die nicht von ihren Mamas gehen wollten, habe ich getröstet und ich habe mich um die Kinder gekümmert, die alleine gespielt haben. Auch Streit zu schlichten gehörte zu meinem daily business. Das wurde mir nicht anerzogen. Ich war einfach so.

Über die Jahre jedoch habe ich manches immer mehr abgelegt…bis zum heutigen Tag, an dem ich mich frage, was aus dem kleinen Mädchen geworden ist, dass schon in jungen Jahren so erstaunlich umsichtig durch die Welt gegangen ist.

Mit diesem neuen Blickwinkel stelle ich auf einmal Dinge in Frage und merke, dass ich ganz insgeheim weiß, dass ich in manchen Punkten gegen meine innere Überzeugung handle. Und es ist super wichtig, sich darüber bewusst zu werden! Menschen verändern sich mit den Jahren und nicht alle Veränderungen sind gut. Nicht alle Veränderungen müssen wir hinnehmen. Denn einiges entsteht durch das Außen. Manchmal verändern wir uns aufgrund von Menschen, die schlimme und verletzende Dinge zu uns sagen. Wir verändern uns aufgrund von schlechten Erfahrungen, die uns prägen. Aus den schlechten Erfahrungen haben sich Ängste entwickelt und diese Ängste werden hinter dicken Mauern verpackt. Manchmal tun wir das komplette Gegenteil von dem, was wir eigentlich unserem Naturell nach tun müssten, einfach weil wir Angst haben, wieder auf die eine Art verletzt zu werden.

Will man sich „zurück verändern“ ist das immer mit Schmerz verbunden. Denn man muss zurück durch das Tor der Angst, zurück zum Ursprung und die Verletzung finden, die einen veranlasst hat, nicht man selbst zu sein. Dieser Weg zurück ist keine Rutschbahn. Es gibt keinen Notausgang und keine Abkürzung. Wer sich dazu entscheidet, durch die Angst zurückzugehen und sich ihr zu stellen (und zu merken, dass die Angst in Wirklichkeit viel harmloser ist als wir vermutet haben), ja dann wird man Freiheit spüren. Echtheit. Authentizität.

Das kleine, fürsorgliche Mädchen in mir ist nicht verschwunden. Es schläft irgendwo ganz tief und nun ist es an der Zeit, mich auf den Weg zu machen, um es zu suchen.

Bildquelle: 1zoom.me

Heute ist ein guter Tag, um offline zu gehen

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Sind vielleicht Grey’s Anatomy Fans unter Euch? Ja? Dann kennt ihr sicher den berühmten Spruch des Neurochirurgen, der vor jeder OP die magischen Worte spricht: Heute ist ein guter Tag, um Leben zu retten.

Ja, heute ist ein guter Tag. Für mich, um den ersten Schritt auf meinem Weg zu reflektieren. (Das ist im Vergleich zum Leben retten zwar für die Außenwelt nicht so bedeutend, aber für mich im Inneren umso mehr). Denn ich sitze nach einer langen Woche erschöpft aber glücklich an meinem Laptop und verfasse gerade den zweiten Blogartikel für FutureMom 2.0. 

Es war eine sehr aufregende Woche, die mir einmal mehr meine Grenzen aufgezeigt hat. 

Die letzten 5 Tage habe ich mit meiner Tochter in Riga, Lettland, verbracht. „Waaas Lettland? Wieso fährt man denn im November da hin? Wiie du bist mit deiner Tochter alleine gefahren? Warum machst du das? Warum brauchtest du eine digitale Auszeit? Verstehe ich nicht..“

Als ich vor einigen Wochen das Gefühl bekam, einen Tapetenwechsel zu brauchen hatte ich wirklich überlegt, wie ich das anstellen soll. Etwas in mir sehnte sich nach dem großen Reiserucksack, nach Abenteuer und nach neuen Eindrücken. Ich erinnerte mich an meine Zeit als ich durch Indien reiste, andere Kulturen kennenlernte, eine Sanddüne in Chile erklomm oder das erste Mal in meinem Leben Mate-Tee, das Kultgetränk in Südamerika, probierte. Ich setzte mich an meinen Laptop und recheriert, nutzte den Optimismus der Stunde und buchte kurzerhand einen Flug und meine erste Air BnB Reise nach Lettland. Mit dabei: Meine zweijährige Tochter. 

Hätte man mir in diesem Moment gesagt, dass die ersten richtig heftigen Wutanfälle in Lettland auf mich warten, dass dort kaum Englisch zu finden ist, einem die sibirische Kälte um die Ohren schlägt oder das ich merkte, wie groß die Baustellen sind, die ich in mir trage – ja dann hätte ich mir das vielleicht nochmal überlegt. Ich wäre auf Nummer sicher gegangen und hätte, wenn überhaupt, höchstens einen kurzen Cluburlaub gebucht. Das wollte ich aber nicht. Ich wollte Abenteuer und mich der Herausforderung stellen. Ich wollte Grenzen überwinden und aus meiner Resignation hervortreten, die sich die letzten Monate so sehr breit gemacht hat. Und das wichtigste überhaupt: Ich wollte ungestörte Zeit mit meiner Tochter verbringen. 

Als ich am Sonntagabend immer noch zögerlich meine Koffer packte (ein Teil in mir hoffte darauf, die Reise aus einem wichtigen Grund doch noch stornieren zu müssen) wurde mir immer mehr klar, dass der Optimismus längst verflogen war. Angst hatte sich breit gemacht. Angst davor, alleine zu fliegen. Angst davor, dass etwas mit unserer Unterkunft nicht stimmte. Angst, dass ich Riga unterschätzt hatte und wir in dubiose Gegenden kommen würden. Ja…Ängste können ziemlich fesselnd sein und dafür sorgen, dass wir im letzten Moment die Meinung ändern. Aber etwas in mir zwang mich förmlich in dieses Flugzeug zu steigen. 

Als wir gestern wieder Heimatboden unter den Füßen hatten spürte ich das Gefühl, dass ich mir gewünscht hatte: Stolz. Ich war wirklich stolz auf mich, dass ich mich für diese Reise entschieden hatte. Wir hatten eine tolle Zeit und ich konnte die Abende nutzen, um mich fernab von medialer Ablenkung meinen Büchern und meinen Notizen zu widmen. Und ich machte eine unglaublich wertvolle Feststellung: Die Welt ist so viel entspannter ohne Smartphone. Ohne Instagram. Ohne Facebook. Erst als ich wirklich mal offline ging, einen digital Detox machte, merkte ich, wie entspannt ich wurde. Verrückt. 

Ich nehme diese wertvolle Erkenntnis mit nach Hause und setze sie als erstes Puzzleteil in mein großes Puzzle der Authentizität, das ich von nun an entdecken möchte. 

Diese Wort „Authentizität“ hat mich gefesselt und den Platz meines bisherigen Lieblingswortes eingenommen, dass widersprüchlicher nicht sein könnte: Erfolg. 

Es wird spannend, so viel steht fest. Denn die eigene Komfortzone zu verlassen, die ursprünglichen Glaubensideale und allgemeingültigen Meinungen (nur wer Haus, Familie, protziges Auto besitzt, hat gesellschaftliche Anerkennung) in Frage zu stellen und sich auf den Weg zu machen, sich selbst zu finden – ja dann beginnt die Reise.

Die Geburtsstunde von FutureMom 2.0

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Es freut mich wirklich sehr, dass du da bist.

Nachdem ich in einer dunklen Stunde meinen FutureMom Blog mitsamt allen Inhalten gelöscht hatte, schien es mir abwegig, dieses Thema jemals nochmal aufzugreifen. FutureMom war damals ein Wegbegleiter für viele werdende Mamis (und Papis) und letztendlich mein eigener Wegbegleiter, der mich durch 10 Monate Höhen und Tiefen der Schwangerschaft führte. Es hat sich eine tolle Community gebildet. Ja ich habe sogar Menschen gefunden (oder besser gesagt, sie haben mich gefunden), die ich persönlich nie kennengelernt habe, aber die mich doch durch diese Zeit begleitet haben.

Nach der Geburt meiner Tochter fiel mir das Bloggen unglaublich schwer. Ich wusste gar nicht, worüber ich schreiben sollte, denn ich fühlte mich wahnsinnig unerfahren als Mutter. Erst heute komme ich auf den Gedanken, dass es wohl allen frischgebackenen Eltern mit dem ersten Kind so gehen muss (mit heute meine ich 2 Jahre später 😀 ), doch damals wirkten alle um mich herum unglaublich selbstsicher in ihrer neuen Rolle. So gingen mir tatsächlich irgendwie die Themen aus und ich muss auch ehrlich zugeben, mir fehlte auch einfach die Lust zum Schreiben, was mit Sicherheit auch an dem neuen Tagesrhythmus lag, den mir meine Tochter vorgab.

Aber wie das so ist mit Leidenschaften…sie lassen einen niemals los. Also startete ich im Mai einen zweiten Anlauf. Ich wollte der Welt zeigen, dass ich zurück bin : Here I am! No excusses! Gib mir alles, ich kann alles, gib mir mehr mehr mehr!

Ja…der letzte Satz beschreibt dann eigentlich bis heute meinen derzeitigen Lebensstil. Man könnte es auch Hamsterrad nennen. Das Streben nach mehr ist auf der einen Seite wichtig, aber wenn es letztlich nur noch um den Optimierungswahn geht (wobei fraglich ist, für wen man das tut) fängt das Ganze an zu kippen.

Ich möchte dich mit auf meine nächste große Reise nehmen. (Nein, dieses mal wird es keine Schwangerschaft 😀 ). Es geht vielmehr um die Reise zu unserem Selbst. Zu unserem wahren Kern. Es geht darum, diese Sehnsucht nach mehr zu stillen. Die Frage, wer wir sind, was uns ausmacht. Was unsere Berufung und Aufgabe im Leben ist und wie wir es endlich schaffen, dass authentische Leben zu leben, dass uns glücklich und zufrieden macht. Ich gebe es ganz offen und ehrlich zu: ich bin kein Profi in der Persönlichkeitsentwicklung, praktiziere (bisher) kein Yoga und keine Meditation. Ich habe von spirituellen Dingen sehr wenig Ahnung und meide dieses Wort, da es mir auf irgendeine Art und Weise Angst macht. ABER: Es ist etwas in mir, das danach schreit herauszukommen. Eine Stimme, die laut werden möchte, aber die ziemlich gegensätzlich zu meinem bisherigen Wesen zu sein scheint. Ich habe dieses Gefühl schon seit einer längeren Zeit, aber ich bin eben Meisterin im Ignorieren der eigenen Intuition.

Als zweites Großes Thema möchte ich das Mama und Frausein thematisieren. Gerade weil es in der heutigen Zeit einfach wahnsinnig schwer ist, überhaupt erstmal eine Position für sich zu finden und diese für sich zu bewahren. Wir werden überall zugemüllt mit schlechten Nachrichten, Ängsten, Gerüchten, Neid, Eifersucht, übler Nachrede, Kritikerin und Menschen, die meinen, sie hätten in allen Dingen recht. Es gibt viel zu viele schlechtes Trash-TV (ich sage nur „Mein Kind..“). Erziehungsratgeber, tausende von Babyförderkursen, Vergleichsmöglichkeiten, wohin das Auge reicht.

Auch ich habe mir oft Fragen gestellt wie „Darf ich das als Frau bzw. Mama tun? Darf ich so sein? Was denken die anderen? Sollte ich das nicht lieber genauso tun?“

Aber ganz ehrlich gesagt: Wenn ich nicht weiß, was meine Werte und meine Überzeugungen sind, wie will ich diese an mein Kind weitergeben? Ich kann nichts erwarten, was ich nicht selbst lebe (auch wenn es mir eigentlich wichtig ist). Und wenn ich meine Schatten, Ängste und negativen Glaubenssätze nicht kenne, ja wie will ich verhindern, dass ich diese an mein Kind weitergebe?

Es sind so viele offene Fragen, die mich beschäftigen. Und ich habe wirklich richtig Lust, dieses Thema anzupacken. Neuland zu betreten. Zu Diskutieren. Zu Inspirieren. Und vor allem: zu Wachsen. Ja und ich lade dich von ganzem Herzen ein, mich auf dieser Reise zu begleiten.

Deine Anne

Die wertvollste Erfahrung meines Lebens

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Ich möchte Euch heute zu einer ganz besonderen Reise mitnehmen. Es geht um meine Zeit in Indien, als ich im Rahmen eines Weltwärts-Freiwilligendienstes nach dem Abitur meine Koffer gepackt hatte und losgezogen bin.

Wer mich kennt, weiß, dass ich nie nichts tun kann. Dinge zu erschaffen, Neues auszuprobieren, Ideen umzusetzen ist eines der Kernelemente, die mich als Mensch ausmachen. Man könnte es Arbeit nennen – mache ich aber nicht. Arbeit ist für mich keine Arbeit in dem Sinne, sondern es ist eine Erfüllung. Die Erfüllung von dem Bedürfnis das Unsichtbare sichtbar zu machen.

Ich bin damals mit 19 Jahren von Zuhause aufgebrochen, um acht Monate in einem Slum einer Millionenmetropole im Süden Indiens zu arbeiten. Diese Erfahrung war eine der wertvollsten, die ich bisher je in meinem Leben machen durfte, denn ich habe das erste Mal erfahren, was Schöpferkraft tatsächlich bedeutet. Aus dem tiefsten Heimweh und dem Wunsch, nach Hause zurückzukehren ist die Idee entstanden, die restliche Zeit vor Ort in Indien zu nutzen. Meine Devise war : Wenn die Zeit schon nicht schneller läuft, kann ich wenigstens dafür sorgen, dass ich mich ablenke. Gesagt. Getan.

Entstanden ist ein ganzes Spendenprojekt, dass in nur 2 Monaten vier Frauen aus dem ärmsten Slums von Bangalore einen 4-fachen Monatslohn ermöglicht hat. Es war das erste Mal, dass ich das Unsichtbare, nämlich das Potential der Frauen, in eine Idee umgewandelt habe. Nämlich Weihnachtskarten zu basteln und in Deutschland zu verkaufen. Wir haben aus den einfachsten Dingen tolle Sachen gemacht. Aus Stoffresten, die sonst im Müll gelandet wären und Recyclingpapier tolle handcraft Karten hergestellt, von denen jede einzelne eine Geschichte hatte. Nachmittag für Nachmittag saßen wir, nachdem alle Kinder nach Hause gegangen waren, im Kindergarten und haben gebastelt. Wir haben viel gelacht und uns trotz einiger erheblicher Sprachbarrieren toll verstanden. Eines Nachmittags kamen alle vier mit ihren Schminkutensilien inkl. Henna, um mich zu verschönern. Das Ergebnis dazu seht ihr bald, wenn nochmal ein paar Impressionen zu Indien kommen 😀 (So viel vorab: Inderinnen mögen es gerne etwas aufregender – Dezent ist da nicht so angesagt 😀 ) . Ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt in der indischen Kultur noch nie so wohl gefühlt. Die Motivation bei den Frauen war riesig, denn ich hatte erzählt, dass bei uns an Weihnachten gerne Karten verschenkt werden und so hatten wir uns als Ziel gesetzt, in zwei Monaten 400 Karten zu basteln. Wer damals meinen Blog verfolgt hatte, gehörte vielleicht zu denjenigen, die ein Paket direkt aus Indien mit gefühlt 20 verschiedenen Briefmarken erhielten.

Ich werde den Tag nie vergessen, als ich Mary und ihren Freundinnen, mit Tränen in den Augen 20.000 Rupien überreichen konnte.

Ich hatte mein Bestes gegeben. Und gewonnen.

Diese Erfahrung hat mich so unglaublich weit nach vorne gebracht, dass ich noch heute bei dem Gedanken daran eine enorme Motivation verspüre. Ein Glücksgefühl, Dankbarkeit und eine Menge Stolz über das, was wir da geschaffen haben. Es hat mir gezeigt, welche enorme Schöpferkraft in einem Menschen steckt – auch wenn dieser gerade erst 19 Jahre alt ist!

Barrieren und Hürden existieren im Kopf – sonst nicht. Nicht für mich. Nicht mehr.

Ich glaube aus tiefstem Herzen, das ALLES, wirklich ALLES möglich ist – denn wenn man erlebt hat, wie etwas vorher unmöglich Geglaubtes doch am Ende funktioniert – ja welche Bestätigung braucht es dann noch?

Wer weiß, wo meine Reise hingeht. Keine Ahnung. Aber ich glaube so sehr an das Gute und daran, dass ich mein Potential gebrauchen möchte, dass ich weiß, dass es gut wird.

Vielleicht gibt es eine Sache, vor der du zurückschreckst. Eine Sache, die du machen möchtest, aber dir nicht zutraust. Oder es gibt gähnende Leere in deinem Leben und du suchst nach etwas, was dir Befriedigung gibt. Langeweile und Leere sind die Basis für neue Projekte. Schmerz, Wut und Trauer der Beste Antrieb, um Schöpferkraft zu wecken.

Versuche dich in neue Gewässer aufzumachen und entdecke das Potential das in dir steckt. Es ist in dir. Davon bin ich zu 1000% überzeugt!

Pack es an!

In diesem Sinne & bis bald 🙂