Warum wir die Corona-Krise als Chance sehen sollten

Allgemein

Wenn wir die emotionale Brille einmal abnehmen, die wir momentan alle im Bezug auf die globale Erkrankungswelle tragen, ja wenn wir diese Brille einmal bewusst zur Seite legen, sehen wir möglicherweise die außergewöhnliche Chance, die sich dahinter verbirgt. Welche das ist, möchte ich dir in diesem Blogartikel vor Augen führen.


Die Welt steckt in einer Krise. Keine Frage. Die Nachrichtensender laufen auf Hochtouren, die Menschen sind in Panik und Angst verfallen, die deutsche Börse weist die schlechtesten Kurse seit der Finanzkrise 2008 auf, der Ölpreis ist auf dem Tiefstand, die USA riegelt sich ab. All diese Schreckensnachrichten können einem unglaubliche Angst machen.
Doch bei all diesen Horroszenarien dürfen wir einen wichtigen Grundsatz nicht vergessen: In jeder Krise liegt eine Chance.

Krisen sind unsere Gegensätze zu den guten Zeiten, zu den Hochphasen, in denen wir das Gefühl haben, dass alles rund läuft. Wir brauchen die Krisen, um zu wachsen und um zu reflektieren. Um zu erkennen und um zu lernen.
Eine der wichtigsten Dinge, die wir über die Zeit vergessen haben sind unsere Tugenden. Tugenden sind mehr als nur innere Werte. Tugenden sind eiserne Überzeugungen, die sich in unseren Handlungen widerspiegeln. Tugenden sind unser Kompass und unser Anker. Doch manchmal geraten sie in Vergessenheit. So wie diese:


Demut vor der Schöpfung


Der Mensch lebt seit Jahrzehnten auf Kosten der Schöpfung. Natur und Tiere müssen weichen, damit der Mensch seinen Lebensraum erweitern kann. Sei es in den Ozeanen, den Regenwäldern, dem Erdreich oder Luft. Ohne Rücksicht auf andere Geschöpfe und die Natur prescht der Mensch mit aller Macht voran. Von Demut keine Spur.
Nun sind wir selbst Opfer der Natur. Plötzlich ist der allmächtige Mensch vollkommen machtlos. Im Zaum gehalten von einer Proteinhülle, einem Virus, der aus biologischer Sicht gesehen noch nicht einmal als Lebewesen betitelt wird. Die Welt steht Kopf und selten fühlte sich der Mensch so sehr bedroht. Denn bisher galt der Mensch, als oberstes Glied der Nahrungskette, als unbesiegbar. Heute wird uns bewusst, dass auch wir nicht unbesiegbar sind. Und das es unsere Aufgabe ist, schwächeren Geschöpfen zu helfen anstatt ihnen des Lebens oder des Freiraums zu berauben. Wir haben als Menschheit eine Verantwortung und Demut lehrt uns, dieser Verantwortung nachzukommen.
Mit der Brille der Demut sehen wir plötzlich die Welt in einem neuen Blicklicht. Dankbarkeit, Respekt und Toleranz gesellen sich hinzu und verhelfen uns zu einer neuen Haltung gegenüber unserer Schöpfung, dessen Teil auch wir sind. Wir sind ein Teil des großen Ganzen, nicht das Ganze an sich.


Aus Liebe zu sich selbst


Die Regale in den Supermärkten sind zum Teil wie leergewischt. Menschen horten Vorräte und bereiten sich auf das Schlimmste vor. In einem der vorherigen Texte (hier) ging es um die Frage, ob wir dies alles tun, weil wir in Wahrheit Angst vor dem Ausscheiden aus dieser Welt haben. Vielleicht. Aber was eine Tatsache ist, dass wir in dem Moment, in dem wir anfangen uns zu sorgen, beginnen zu merken , wie kostbar unser Leben eigentlich ist. Die Menschen klammern sich mit aller Macht an Desinfektionsmittel, Klopapier und Konserven – aus Liebe zum Leben. Aus Liebe zu sich selbst. Ja das Leben ist kostbar und wir verschwenden es viel zu oft mit zu viel unnützen Dingen. Vielleicht ist dieser Weckruf und diese Bedrohung ein Aufwachen, dass das Leben zu kostbar ist, um es nicht zu genießen. Die Welt mit neuen Augen zu sehen und von nun an mit einer Haltung der Dankbarkeit und der Freude morgens in den Tag zu starten, ja diese Chance liegt direkt zu unseren Füßen!


Der Glaube an Wunder


Wie würdest du dich fühlen, wenn du morgen früh den Fernseher einschaltest und eine Wundermeldung nach der nächsten dich erreicht? Während du gestern noch voller Angst, Panik und Hoffnungslosigkeit warst, kommst du heute aus dem Staunen nicht mehr heraus. Doch welchen Platz haben Wunder heute noch in unserem Alltag?
Ich staune immer wie viele Menschen diese negative Grundhaltung besitzen. Gut sichtbar ist das auch im Straßenverkehr oder an der Kasse. Die Menschen regen sich auf. Wegen nichts und wieder nichts. Der Hintermann fährt zu dicht auf, der Vordermann hat nicht geblinkt. Die Ampel ist schon wieder rot. Die Schlange vor der Kasse ist zu lang, die Dame vor uns bekommt ihren Einkauf nicht schnell genug aufs Band, die Kassiererin ist unfreundlich und und und.
Was diese negative Grundhaltung mit Wundern zu tun hat? Absolut gar nichts. Genau das ist das Problem. Groll, Aggression, Wut und Pessimus schaffen keine Grundlage für Wunder. Es können keine Wunder passieren, wenn wir davon überzeugt sind, dass das Leben sowieso mist ist. Es funktionier nicht.
Es ist egal, an was du glaubst, solange es positiv ist. Denn das, was wir uns vorstellen und wovon wir aus tiefstem Herzen überzeugt sind, wird früher oder später eintreffen.
Ja, es passieren Wunder. Sie passieren denjenigen, die fest an ihre Existenz glauben.

Diese Krise ist ganz sicher eine Chance für jeden Einzelnen von uns, um sich zu reflektieren. Um sich darüber Gedanken zu machen, ob die Grundhaltung stimmt oder ob wir schon die Tugenden verlernt haben, die die Basis für Wachstum und Freude sind. Nutzen wir diese Chance als persönliches Innehalten und fangen wir an, die Dinge mit einem neuen Blickwinkel zu betrachten.


Ich wünsche dir viele Erkenntnisse auf deinem Weg.
Bleibe im Vertrauen, in Zuversicht und in der Liebe für das , was die Zukunft für uns alle bereithält.


La petite Anni

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