Warum Emanzipation heute so wichtig ist

Allgemein

Das Titelfoto dieses Blogbeitrags habe ich als Screenshot vor einiger Zeit aufgenommen. Ich habe auf den passenden Moment gewartet, dieses Abbild der Frauenrolle mit euch zu teilen. Am heutigen internationalen Frauentag möchte ich gerne ein paar Gedanken in die Welt hinaustragen.

Die gerechte Gleichstellung der Geschlechter ist in der heutigen Zeit noch immer ein Problem. Und zwar ein Fundamentales.

Wir haben uns daran gewöhnt, dass Frauen allzu oft mit einem Lächeln beäugt werden. Viel zu oft beugen wir uns den Klischees, winken ab und lachen mit – auch wenn uns manchmal so gar nicht zum lachen zumute ist. So haben sich manche Vorurteile fest in der Gesellschaft verankert und sorgen dafür, dass wir aufgrund unseres „Frau seins“ mit dem Stempel des „schwachen Geschlechtes“ (siehe das Titelfoto) signiert werden.

Frauen können nicht einparken. Frauen können nicht gut mit Zahlen. Frauen können nicht Handwerken. Frauen können keine Unternehmen gründen. Frauen dürfen keine Sportwagen fahren. Frauen dürfen nicht das Geld nach Hause bringen. Frauen spielen kein Fußball. Und und und.

Wir vergessen dabei, dass Frauen wie auch Männer beide aus der Spezies des Menschen geschaffen sind. Wir alle verfügen über die gleichen Ressourcen, haben zwei Arme und zwei Beine und ein Gehirn. Nichts davon rechtfertigt den Gedanken, dass Männer andere Privilegien hätten als Frauen. Und andersherum genauso.

Wir leben in einer vermeintlich aufgeklärten Gesellschaft, doch wir halten noch immer an dem alten Rollenbild fest, das seit der Steinzeit besteht. Während Männer auf die Jagd gehen, als Helden gefeiert werden, die Familie versorgen, sind Frauen die Sammlerinnen, die darauf achten, dass die Höhle sauber bleibt und die Kinder versorgt sind. Ein Witz wie ich finde.

Maslow hat es in seiner Bedürfnispyramide ganz richtig beschrieben : Jeder Mensch, unabhängig ob Mann oder Frau, sehnt sich letzten Endes nach Selbstverwirklichung. Jeder. Es ist ein essentielles Grundbedürfnis. Und vielleicht auch die Antwort darauf, warum es diesen Befreiungskampf der Frau vom Herd seit einigen Jahrzehnten gibt.

Emanzipation bedeutet für mich nicht, dass Frauen mit Männern wetteifern müssen. Emanzipation bedeutet für mich, dass es an der Zeit wird, dass auch die Weiblichkeit eine Daseinsberechtigung bekommt ohne dabei belächelt zu werden.

Dass in Führungsebenen statt auf die beliebten „Zahlen, Daten, Fakten“ auch Wert auf die soft skills wie etwa der emotionalen Intelligenz gelegt wird. Dass Kinder in der Schule lernen, dass eine 1 in Mathe gleichbedeutend mit einer 1 in Kunst ist. Dass Frauen sich für das Muttersein in Kombination mit einer Karriere entscheiden dürfen ohne dass sie sich dafür ein Leben lang rechtfertigen müssen. Und dass Frauen, die sich keine Kinder wünschen dafür nicht verachtet werden. Dass Frauen für die gleiche Arbeit das gleiche Geld wie ihre Kollegen erhalten. Und dass der Job auch nach der Elternzeit nicht durch das Abstellgleis ersetzt wird.

Es braucht noch mehr Toleranz und Akzeptanz für das, was eigentlich in der heutigen Zeit selbstverständlich sein sollte: Die Gleichstellung der Geschlechter.

Wir brauchen noch mehr weibliche Vorbilder, die zeigen, welche Wege möglich sind und dass das Geschlecht das letzte ist, was eine Begründung darstellt, Dinge nicht zu tun. Alles ist möglich. Unabhängig von Alter, Hautfarbe, Bildungsstand, Geschlecht, sexueller Neigung, Aussehen oder der Religion. Es bedeutet Toleranz über Grenzen hinweg. Und es wird endlich Zeit, diese Toleranz noch intensiver zu leben als sie je bisher gelebt wurde.

Es liegt an den mutigen Mädchen und Frauen unserer Zeit, die Stimme zu erheben und den Willen zu haben, den eigenen Weg zu gehen. Unabhängig davon, ob dies der Norm entspricht oder nicht. Wir fühlen uns oft verpflichtet im Einklang mit unseren Ahnen und der Gesellschaft, den Freundinnen oder den Nachbarn zu handeln. Doch dabei übersehen wir diese grenzenlose Freiheit, die wir haben und die wir im Gegenzug eintauschen. Wir sollten uns nicht länger der Masse fügen, sondern aufstehen und für uns einstehen.

Seid mutig.

Seid unabhängig.

Seid kraftvoll.

Seid selbstbewusst.

Seid neugierig.

Seid innovativ.

Lebt eure Weiblichkeit!

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