4 Tipps für deine Seelenhygiene (und warum sie so wichtig ist)

Life-Balance

Ich habe gestern Abend die Reißleine gezogen und beschlossen, mich vorerst von Social Media zu distanzieren, bis sich die Lage normalisiert hat. Gerade Facebook nehme ich derzeit als Plattform für all diejenigen wahr, die ordentlich Aufmerksamkeit benötigen. Hier werden Weltuntergangs-Szenarien prophezeit, dort wird hart und teilweise sehr unsachlich argumentiert, woanders werden Menschen gegenüber anderen sogar ausfallend und beleidigend.

Wenn ich meine Zeit zusammenzähle, die ich damit verschwendet habe mir sinnloses Zeug durchzulesen ist das das eine. Wenn ich dann aber die Zeit zusammenzähle, in der mich dieses sinnlose Zeug im Nachgang verfolgt hat, ist das das andere. Gerade weil mir die Schwarzmalerei einiger Verschwörungstheoretiker nicht gut tut, habe ich eben beschlossen mich von diesen zu distanzieren. Eine Notwendigkeit im Rahmen meiner Seelenhygiene.

Wie hältst du es eigentlich mit deiner persönlichen Seelenhygiene?

Ja, es gibt eben nicht nur die Körperhygiene, sondern auch die Seelenhygiene. Beide sind immens wichtig, damit wir im Gleichgewicht sind. Doch die Seelenhygiene ist bei vielen gar nicht präsent. Während Zähneputzen und Co. längst seit Beginn unseres Daseins anerzogene Automatismen sind, stellt sich die Frage, wie wir es nun eigentlich angehen mit der Seelenhygiene. Hier sind meine 4 Tipps, die mir persönlich sehr helfen:

  1. Starte offline in den Tag

Wetten, wenn ich 10 Menschen fragen würde, was die erste Tätigkeit morgens nach dem Aufwachen ist, würde ich als Antwort „WhatsApp, Facebook oder Instagram checken“ bekommen? Es ist ein antrainierter Automatismus. Wie wir mit dem Benutzen unserer Zahnbürste darüber entscheiden, ob wir Körperhygiene betreiben wollen oder nicht, können wir unsere Seelenhygiene mit dem Griff oder eben Nicht-Griff zum Smartphone betreiben. Gib dir morgens Zeit , um gut und positiv in den Tag zu starten und nutze das Smartphone erst dann wenn du bereit für eventuelle Negative News bist.

2. Lege Ruhepausen im Alltag ein und genieße den Moment

Wann hast du das letzte Mal bewusst dem Vögelzwitschern gelauscht? Oder beobachtet wie die Wolken am Himmel vorüber ziehen? Wann hast du zuletzt deine Augen geschlossen und versucht an nichts zu denken oder hast statt dem Auto den kurzen Spaziergang gewählt? Am 31.12. eines jeden Jahres ist der typische Standardspruch „ach, das Jahr ist so schnell verflogen“. Da frage ich mich: „Ja was glaubst du wohl, warum?“ Weil wir die Momente vorüberziehen lassen anstatt sie zu fühlen. Wir erledigen so oft parallele Aufgaben, dass unsere Aufmerksamkeit sehr sehr selten 100% einer Sache gewidmet wird. Wir haben am Ende eines Tages auf diese Weise vielleicht zwei Dinge mehr geschafft, aber haben wir sie auch wirklich genießen können? Den Moment zu genießen, ihn mit Dankbarkeit zu füllen und sich dessen bewusst zu sein, dass er unglaublich kostbar ist, diese Form der Demut nennt sich Achtsamkeit.

3. Richte deinen Gefühls-Kompass neu aus

Wenn ich dich frage: „Wie willst du dich denn fühlen?“ Was würdest du mir antworten? Verharren wir allzu oft in einem Gefühlszustand wie Traurigkeit, Gestresst-sein, Antriebslosigkeit, Pessimismus oder Genervt-sein gewöhnen wir uns an diese Gefühlslage. Wir glauben, dass es ein Teil von uns ist und dass wir einfach so sind. Doch das stimmt nicht. Wir haben jederzeit die Wahl zu entscheiden wie wir uns fühlen wollen. Wollen wir weiterhin mit der negativen Grundeinstellung durchs Leben gehen? Immer gleich genervt sein, wenn jemand eine Bitte an uns richtet? Vorschnell zu urteilen, wenn eine neue Situation eintrifft? Betrachte deinen inneren Kompass und schau dir an, auf welche Gefühlsrichtung dieser zeigt und korrigiere wenn nötig deinen Kurs.

4. Dein neues Einschlafritual: Die Dankbarkeitsminute

Hast du ein Einschlafritual? Oder checkst du nochmal schnell deine E-Mails, WhatsApp oder Social Media bevor du völlig übermüdet das Smartphone auf dem Nachttisch parkst? Wenn ich dir einen beherzten Tipp geben darf: Parke dein Smartphone möglichst außerhalb deines Schlafzimmers. Nicht nur, weil du nachts nicht in Versuchung gerätst kurz mal reinzuschauen, sondern auch, weil elektronische Geräte unsere Schlafqualität massiv beeinflussen. Dein neues Einschlafritual ist ab heute die Dankbarkeitsminute. Kurz nachdem du dich in dein Kissen fallen gelassen und eine bequeme Liegeposition gefunden hast, schließt du deine Augen und startest ein Feuerwerk der Dankbarkeit. Denke nicht viel nach, sondern versuche in einer Minute für möglichst viele Dinge dankbar zu sein. Das können ganz kleine Dinge sein wie etwa dass dein Kind mit dir zusammen aufgeräumt hat oder dein Partner dir einen Kuss geschenkt hat. Oder du bist dankbar dafür, dass du gesund bist, ein Dach über dem Kopf oder einen Job hast. Ganz gleich wofür du dankbar bist, wirst du mit einem guten Gefühl in den Schlaf finden.

Ich wünsche dir viel Spaß bei der Umsetzung dieser vier Tipps im Alltag und freue mich, wenn du mir in den Kommentaren deine Erfahrungen mitteilst.

Alles Liebe ❤

#Zeitfürmich – wie ihr die Zeit zuhause sinnvoll nutzen könnt

Allgemein

So eine Zwangspause vom alltäglichen Leben ist ziemlich außergewöhnlich und wird so schnell wohl auch nicht wieder kommen. Wenn du bereits die Chance (zum Artikel gehts hier) erkannt hast, die die aktuelle Krise für uns mit sich bringt, möchte ich dir mit diesem Artikel ein paar Ideen an die Hand geben, damit du deine Zeit zuhause auch effektiv nutzen kannst.

  1. Unsere Wohnung ist das Spiegelbild unseres Seelenzustands

Wann hast du dich das letzte Mal bewusst in deinem Zuhause umgesehen? Hast die Ecken und Räume betrachtet, die wir nur selten nutzen? Wir werden mit der Zeit blind , weil wir im Alltag meistens nur dieselben Routinen leben. Doch wenn wir ganz genau hinblicken entdecken wir vielleicht doch das eine oder andere, was unsere innere Harmonie stört. Die Chaosecke im Wohnzimmer? Das kaputte Rollo (oder wie bei mir das fehlende Rollo) ? Die kahlen Wände, die mit Bildern und Fotos eigentlich viel gemütlicher anzusehen wären? Die sich türmenden Wäschekörbe? Die Fenster, die mal wieder geputzt werden müssten?

Meistens gibt es in unseren eigenen vier Wänden doch viel mehr zu tun als wir im Alltag wahrnehmen , denn uns fehlt meistens einfach die Zeit dafür. Jetzt, wo wir sowieso die meiste Zeit zuhause verbringen, sollten wir uns das Zuhause so schön wie möglich gestalten. Ja vielleicht habt ihr Lust auf eine Renovierungsaktion oder wollt mal einen ausgiebigen Frühjahrsputz veranstalten? Dann ist jetzt die beste Zeit dafür!

Wusstest du außerdem, dass das Äußere dein Innerstes widerspiegelt? Sind wir im Außen chaotisch fühlen wir uns auch meistens im Inneren gehetzt, gestresst oder nicht in Balance. Nutze diese Erkenntnis und schaffe Ordnung in deinem Zuhause und komme so leichter wieder in deine Balance.

2. Wirf ein Blick in dein Bücherregal

Natürlich ist es jetzt verlockend den ganzen Tag mit Netflix zu verbringen. Aber wenn wir diese freie, zur Verfügung stehende Zeit, sinnvoll nutzen wollen, führt kaum ein Weg am Bücherregal vorbei. In meinem stehen mindestens zehn ungelesene Bücher, die darauf warten, entdeckt zu werden. Vielleicht hast du auch noch alte Studienunterlagen oder Fachbücher? Dann ist dies eine tolle Gelegenheit, um dein Wissen aufzufrischen und demnächst im Job damit zu glänzen. Oder aber du wagst dich in neue Gewässer und nimmst mal Literatur in die Hand, die dich sonst wenig interessiert hat. Probier es aus, entdecke Neues und sei offen für die Veränderung.

3. Nutze die Kraft der Meditation

Hast du schon einmal meditiert? Nein? Dann wäre doch jetzt ein optimaler Zeitpunkt, um es auszuprobieren! Auf YouTube findest du tolle, geführte Meditationen, die einem den Einstieg erleichtern. Ich habe sehr sehr lange gebraucht, bis ich mich darauf eingelassen habe, da ich immer der Überzeugung war, dass das verschwendete Zeit ist. Aber ich wurde eines besseren gelehrt. In der Meditation finden wir nicht nur Energie und Kraft, sondern oftmals auch interessante Erkenntnisse über uns selbst. Die Frage „wer bin ich?“ hat sich bestimmt jeder schon einmal gestellt.

4. Entdecke deine Facetten!

Ich habe in einem früheren Artikel bereis von dem Facettenreichtum gesprochen (hier gehts zum Artikel). Wir können oftmals so viel mehr als wir ausleben. Daher nutze diese Zeit, um neue Seiten an dir auszuprobieren! Fange an kreativ zu werden, zu malen, zu basteln oder zu konstruieren. Entdecke die Leidenschaft am Backen und Kochen oder nähe dir eigene Kleidung. Für die Männer unter Euch: Wie wäre es mit der Konstruktion eines eigenen Möbelstücks? Ein Hochbett für das Kind? Eine Palettenkonstruktion für den Balkon? Eine selfmade-Hängematte? Pinterest gibt dazu sehr gute Inspirationen 😉

5. Zeit für dein Lebensboard

Welche Wünsche und Träume hast du im Leben? Wo siehst du dich in 10 Jahren? Was würde dich unfassbar glücklich machen und warum? Was erfüllt dich? Welche Träume haben sich schon erfüllt? Mit einem Lebens- oder Visionboard hast du dich Möglichkeit, deine Wünsche und Träume in Form von Bildern gebündelt zu sammeln. Nutze dazu Zeitungen, Fotos aus dem Internet, selbstgemalte Bilder, Sprüche und Zitate und und und. Sei kreativ bei der Erstellung deiner Collage. Das Lebensboard macht uns den eigenen Standpunkt klar und zeigt uns, was wir vom Leben noch erwarten. Hab Erwartungen an dein Leben und erkenne, dass du der Schöpfer davon bist!

Fazit: Räume mit alten Gewohnheiten auf

Diese Zeit jetzt ist optimal , um sich neu kennenzulernen, alte Gewohnheiten aufzubrechen und neue Routinen zu erlernen. Im Schnitt benötigen wir 21 Tage, damit aus neuen Abläufen feste Routinen werden. Nutze diese Zeit und sieh den unfassbaren Schatz, den wir hier vor uns haben.

Ich wünsche dir eine spannende und entdeckungsreiche Zeit mit hoffentlich ganz vielen neuen Impulsen und Erkenntnissen! 🙂

Deine la petite Anni

PS: Folge mir auch auf Facebook oder Instagram

Warum wir die Corona-Krise als Chance sehen sollten

Allgemein

Wenn wir die emotionale Brille einmal abnehmen, die wir momentan alle im Bezug auf die globale Erkrankungswelle tragen, ja wenn wir diese Brille einmal bewusst zur Seite legen, sehen wir möglicherweise die außergewöhnliche Chance, die sich dahinter verbirgt. Welche das ist, möchte ich dir in diesem Blogartikel vor Augen führen.


Die Welt steckt in einer Krise. Keine Frage. Die Nachrichtensender laufen auf Hochtouren, die Menschen sind in Panik und Angst verfallen, die deutsche Börse weist die schlechtesten Kurse seit der Finanzkrise 2008 auf, der Ölpreis ist auf dem Tiefstand, die USA riegelt sich ab. All diese Schreckensnachrichten können einem unglaubliche Angst machen.
Doch bei all diesen Horroszenarien dürfen wir einen wichtigen Grundsatz nicht vergessen: In jeder Krise liegt eine Chance.

Krisen sind unsere Gegensätze zu den guten Zeiten, zu den Hochphasen, in denen wir das Gefühl haben, dass alles rund läuft. Wir brauchen die Krisen, um zu wachsen und um zu reflektieren. Um zu erkennen und um zu lernen.
Eine der wichtigsten Dinge, die wir über die Zeit vergessen haben sind unsere Tugenden. Tugenden sind mehr als nur innere Werte. Tugenden sind eiserne Überzeugungen, die sich in unseren Handlungen widerspiegeln. Tugenden sind unser Kompass und unser Anker. Doch manchmal geraten sie in Vergessenheit. So wie diese:


Demut vor der Schöpfung


Der Mensch lebt seit Jahrzehnten auf Kosten der Schöpfung. Natur und Tiere müssen weichen, damit der Mensch seinen Lebensraum erweitern kann. Sei es in den Ozeanen, den Regenwäldern, dem Erdreich oder Luft. Ohne Rücksicht auf andere Geschöpfe und die Natur prescht der Mensch mit aller Macht voran. Von Demut keine Spur.
Nun sind wir selbst Opfer der Natur. Plötzlich ist der allmächtige Mensch vollkommen machtlos. Im Zaum gehalten von einer Proteinhülle, einem Virus, der aus biologischer Sicht gesehen noch nicht einmal als Lebewesen betitelt wird. Die Welt steht Kopf und selten fühlte sich der Mensch so sehr bedroht. Denn bisher galt der Mensch, als oberstes Glied der Nahrungskette, als unbesiegbar. Heute wird uns bewusst, dass auch wir nicht unbesiegbar sind. Und das es unsere Aufgabe ist, schwächeren Geschöpfen zu helfen anstatt ihnen des Lebens oder des Freiraums zu berauben. Wir haben als Menschheit eine Verantwortung und Demut lehrt uns, dieser Verantwortung nachzukommen.
Mit der Brille der Demut sehen wir plötzlich die Welt in einem neuen Blicklicht. Dankbarkeit, Respekt und Toleranz gesellen sich hinzu und verhelfen uns zu einer neuen Haltung gegenüber unserer Schöpfung, dessen Teil auch wir sind. Wir sind ein Teil des großen Ganzen, nicht das Ganze an sich.


Aus Liebe zu sich selbst


Die Regale in den Supermärkten sind zum Teil wie leergewischt. Menschen horten Vorräte und bereiten sich auf das Schlimmste vor. In einem der vorherigen Texte (hier) ging es um die Frage, ob wir dies alles tun, weil wir in Wahrheit Angst vor dem Ausscheiden aus dieser Welt haben. Vielleicht. Aber was eine Tatsache ist, dass wir in dem Moment, in dem wir anfangen uns zu sorgen, beginnen zu merken , wie kostbar unser Leben eigentlich ist. Die Menschen klammern sich mit aller Macht an Desinfektionsmittel, Klopapier und Konserven – aus Liebe zum Leben. Aus Liebe zu sich selbst. Ja das Leben ist kostbar und wir verschwenden es viel zu oft mit zu viel unnützen Dingen. Vielleicht ist dieser Weckruf und diese Bedrohung ein Aufwachen, dass das Leben zu kostbar ist, um es nicht zu genießen. Die Welt mit neuen Augen zu sehen und von nun an mit einer Haltung der Dankbarkeit und der Freude morgens in den Tag zu starten, ja diese Chance liegt direkt zu unseren Füßen!


Der Glaube an Wunder


Wie würdest du dich fühlen, wenn du morgen früh den Fernseher einschaltest und eine Wundermeldung nach der nächsten dich erreicht? Während du gestern noch voller Angst, Panik und Hoffnungslosigkeit warst, kommst du heute aus dem Staunen nicht mehr heraus. Doch welchen Platz haben Wunder heute noch in unserem Alltag?
Ich staune immer wie viele Menschen diese negative Grundhaltung besitzen. Gut sichtbar ist das auch im Straßenverkehr oder an der Kasse. Die Menschen regen sich auf. Wegen nichts und wieder nichts. Der Hintermann fährt zu dicht auf, der Vordermann hat nicht geblinkt. Die Ampel ist schon wieder rot. Die Schlange vor der Kasse ist zu lang, die Dame vor uns bekommt ihren Einkauf nicht schnell genug aufs Band, die Kassiererin ist unfreundlich und und und.
Was diese negative Grundhaltung mit Wundern zu tun hat? Absolut gar nichts. Genau das ist das Problem. Groll, Aggression, Wut und Pessimus schaffen keine Grundlage für Wunder. Es können keine Wunder passieren, wenn wir davon überzeugt sind, dass das Leben sowieso mist ist. Es funktionier nicht.
Es ist egal, an was du glaubst, solange es positiv ist. Denn das, was wir uns vorstellen und wovon wir aus tiefstem Herzen überzeugt sind, wird früher oder später eintreffen.
Ja, es passieren Wunder. Sie passieren denjenigen, die fest an ihre Existenz glauben.

Diese Krise ist ganz sicher eine Chance für jeden Einzelnen von uns, um sich zu reflektieren. Um sich darüber Gedanken zu machen, ob die Grundhaltung stimmt oder ob wir schon die Tugenden verlernt haben, die die Basis für Wachstum und Freude sind. Nutzen wir diese Chance als persönliches Innehalten und fangen wir an, die Dinge mit einem neuen Blickwinkel zu betrachten.


Ich wünsche dir viele Erkenntnisse auf deinem Weg.
Bleibe im Vertrauen, in Zuversicht und in der Liebe für das , was die Zukunft für uns alle bereithält.


La petite Anni

Warum Emanzipation heute so wichtig ist

Allgemein

Das Titelfoto dieses Blogbeitrags habe ich als Screenshot vor einiger Zeit aufgenommen. Ich habe auf den passenden Moment gewartet, dieses Abbild der Frauenrolle mit euch zu teilen. Am heutigen internationalen Frauentag möchte ich gerne ein paar Gedanken in die Welt hinaustragen.

Die gerechte Gleichstellung der Geschlechter ist in der heutigen Zeit noch immer ein Problem. Und zwar ein Fundamentales.

Wir haben uns daran gewöhnt, dass Frauen allzu oft mit einem Lächeln beäugt werden. Viel zu oft beugen wir uns den Klischees, winken ab und lachen mit – auch wenn uns manchmal so gar nicht zum lachen zumute ist. So haben sich manche Vorurteile fest in der Gesellschaft verankert und sorgen dafür, dass wir aufgrund unseres „Frau seins“ mit dem Stempel des „schwachen Geschlechtes“ (siehe das Titelfoto) signiert werden.

Frauen können nicht einparken. Frauen können nicht gut mit Zahlen. Frauen können nicht Handwerken. Frauen können keine Unternehmen gründen. Frauen dürfen keine Sportwagen fahren. Frauen dürfen nicht das Geld nach Hause bringen. Frauen spielen kein Fußball. Und und und.

Wir vergessen dabei, dass Frauen wie auch Männer beide aus der Spezies des Menschen geschaffen sind. Wir alle verfügen über die gleichen Ressourcen, haben zwei Arme und zwei Beine und ein Gehirn. Nichts davon rechtfertigt den Gedanken, dass Männer andere Privilegien hätten als Frauen. Und andersherum genauso.

Wir leben in einer vermeintlich aufgeklärten Gesellschaft, doch wir halten noch immer an dem alten Rollenbild fest, das seit der Steinzeit besteht. Während Männer auf die Jagd gehen, als Helden gefeiert werden, die Familie versorgen, sind Frauen die Sammlerinnen, die darauf achten, dass die Höhle sauber bleibt und die Kinder versorgt sind. Ein Witz wie ich finde.

Maslow hat es in seiner Bedürfnispyramide ganz richtig beschrieben : Jeder Mensch, unabhängig ob Mann oder Frau, sehnt sich letzten Endes nach Selbstverwirklichung. Jeder. Es ist ein essentielles Grundbedürfnis. Und vielleicht auch die Antwort darauf, warum es diesen Befreiungskampf der Frau vom Herd seit einigen Jahrzehnten gibt.

Emanzipation bedeutet für mich nicht, dass Frauen mit Männern wetteifern müssen. Emanzipation bedeutet für mich, dass es an der Zeit wird, dass auch die Weiblichkeit eine Daseinsberechtigung bekommt ohne dabei belächelt zu werden.

Dass in Führungsebenen statt auf die beliebten „Zahlen, Daten, Fakten“ auch Wert auf die soft skills wie etwa der emotionalen Intelligenz gelegt wird. Dass Kinder in der Schule lernen, dass eine 1 in Mathe gleichbedeutend mit einer 1 in Kunst ist. Dass Frauen sich für das Muttersein in Kombination mit einer Karriere entscheiden dürfen ohne dass sie sich dafür ein Leben lang rechtfertigen müssen. Und dass Frauen, die sich keine Kinder wünschen dafür nicht verachtet werden. Dass Frauen für die gleiche Arbeit das gleiche Geld wie ihre Kollegen erhalten. Und dass der Job auch nach der Elternzeit nicht durch das Abstellgleis ersetzt wird.

Es braucht noch mehr Toleranz und Akzeptanz für das, was eigentlich in der heutigen Zeit selbstverständlich sein sollte: Die Gleichstellung der Geschlechter.

Wir brauchen noch mehr weibliche Vorbilder, die zeigen, welche Wege möglich sind und dass das Geschlecht das letzte ist, was eine Begründung darstellt, Dinge nicht zu tun. Alles ist möglich. Unabhängig von Alter, Hautfarbe, Bildungsstand, Geschlecht, sexueller Neigung, Aussehen oder der Religion. Es bedeutet Toleranz über Grenzen hinweg. Und es wird endlich Zeit, diese Toleranz noch intensiver zu leben als sie je bisher gelebt wurde.

Es liegt an den mutigen Mädchen und Frauen unserer Zeit, die Stimme zu erheben und den Willen zu haben, den eigenen Weg zu gehen. Unabhängig davon, ob dies der Norm entspricht oder nicht. Wir fühlen uns oft verpflichtet im Einklang mit unseren Ahnen und der Gesellschaft, den Freundinnen oder den Nachbarn zu handeln. Doch dabei übersehen wir diese grenzenlose Freiheit, die wir haben und die wir im Gegenzug eintauschen. Wir sollten uns nicht länger der Masse fügen, sondern aufstehen und für uns einstehen.

Seid mutig.

Seid unabhängig.

Seid kraftvoll.

Seid selbstbewusst.

Seid neugierig.

Seid innovativ.

Lebt eure Weiblichkeit!

Die drei unmoralischen Themen unserer Gesellschaft

Allgemein

Vielleicht geht es dir wie mir und du kannst dieses C-Wort allmählich nicht mehr hören. In welches Medium man auch blickt – ob Zeitungen, Nachrichten, das Radio oder (und das vor allem) in Social Media – man wird nicht verschont.

Man möge sich darum streiten, welche Branche aus dieser Hysterie am meisten profitiert. Ob Pharma, die Medienbranche, der LEH, die Hersteller medizinischer Produkte, Drogerieketten oder sonst irgendwer. Ja Gewinner gibt es in dieser Krise, Verlierer allerdings auch.

So fällt nun den Unternehmen ihre Exportstrategie vor die Füße, dich sich seit Jahren auf den internationalen Markt verlassen. Die derzeitige Krise zeigt uns aus wirtschaftlicher Sicht eben auch die Negativfolgen der ständig wachsenden Globalisierung. Aber gut. Ich will mich hier nicht auf ein politisches Pflaster begeben, sondern heute einen ganz anderen Gedanken mit euch teilen.

Dass die westeuropäische Kultur (die deutsche als Vorreiter vor allem) ein Problem mit unbequemen Themen hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Geld, Sex und Tod – diese drei sind als Smalltalk-Themen für den 30.Geburtstag der Freundin wohl eher fehl am Platz. Denn obwohl es jeden betrifft, sprechen doch die allerwenigstens ungeniert darüber.

Die derzeitige Hysterie ist ein Abbild eines dieser drei „unmoralischen“ Themen.

Das Ausscheiden aus dieser Welt ist wohl eines der tiefsitzendsten und größten Ängste, die ein Mensch haben kann. Und so sind es gerade die Gefahrensituationen, die uns besonders in Angst versetzen.

Es gibt auf der einen Seite die vielen unbewussten Gefahren, denen wir ausgesetzt sind: Auto fahren mit drei Bier intus, die Smartphone-Nutzung während des Spaziergangs an der Hauptstraße, das schachtelweise Rauchen von Zigaretten, ungeschützter Sex mit fremden One-Night-Stands aus dem Club und und und. Es gibt zich hunderte (!) Gefahren am Tag, denen wir ausgesetzt sind und die wir mit einem Lächeln beiseite wischen und sagen „ach, mir passiert doch nichts!“

Auf der anderen Seite gibt es die Gefahr, die wir bewusst wahrnehmen und die von unserem Verstand in jeder kleinsten Facette analysiert werden kann, ehe sie auf uns stößt. Dazu zählen Naturkatastrophen, ABC-Katastrophen, Kriege, Flüchtlingsströme, Extremsportarten und eben Krankheitswellen, so wie wir sie momentan erleben. (Warum Extremsportler hier auftauchen? Sie bewerten die Gefahr mit einer positiven Antwort: Sie erkennen die Gefahr an aber sie vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, dass diese größer sind als die Gefahr und die Angst).

Die aktuelle Hysterie (und auch vergangene und zukünftige) zeigt eine große unbekannte, aber für unser Gehirn berechnende Gefahr. Die Medien geben uns aufgrund der weltweiten Liveberichterstattung die Möglichkeit, jede kleinste Veränderung der Situation wahrzunehmen und diese neu zu bewerten. Unser Gehirn ist permanent am analysieren der Lage und kommt irgendwann an den Punkt, wo diese gehäuften Meldungen in Kombination mit dem „Herdenverhalten“ (alle geraten ja schließlich in Panik) auch entscheidet, von nun an Angst haben zu müssen.

Ohne den wahren Grund zu hinterfragen.

Nämlich, dass es sich im Grund genommen nur um die Angst vor dem eigenen Ausscheiden aus dieser Welt handelt. Wir versuchen uns vor dieser Angst zu schützen so gut es geht anstatt den bequemeren Weg zu wählen: Diese Angst anzuerkennen und zu akzeptieren, dass es so ist.

Ja, es ist so, dass wir nicht unsterblich sind.

Ja es ist so, dass wir eines Tages dieses Leben hier verlassen (um weiterzuziehen.) (Da mag jeder glauben was er will, aber diese hypothetische Annahme ist der Grund, warum ich den Tod nicht fürchte).

Das Ausscheiden aus dieser Welt hast du in dem Moment akzeptierst als du mit deiner Geburt beschlossen hast, in diese Welt zu gehen. Und je früher du diese Tatsache akzeptierst, desto freier wirst du dein Leben führen können.

Der Blick in die Zukunft mit dieser Angst im Nacken sorgt bestenfalls dafür, dass wir nie richtig leben werden. Denn wir leben immer im Morgen. Immer mit der Angst. Immer mit dem Gedanken „es könnte“.

Befreie dich davon!

Hör auf damit, Dinge auf das Morgen zu verschieben. Hör auf undankbar zu sein. Hör auf deine Zeit zu verschwenden. Hör auf Streitereien zu suchen und Menschen aus deinem Leben zu vergraulen. Hör auf dich selbst zu hassen. Hör auf die Verantwortung abzugeben. Hör auf deine Bedürfnisse hinter das Wohl Anderer zu stellen. Hör auf blind Zielen hinterher zu jagen ohne den Weg zu genießen. Hör auf zu glauben, dass du ein Produkt des Zufalls bist.

Halte inne und erkenne.

Erkenne deine Schönheit.

Erkenne deine Einzigartigkeit.

Erkenne deine Begrenztheit in diesem Leben.

Erkenne deine Schöpferkraft, deine Power und deine Fähigkeit, Dinge in großem Maße zu verändern.

Erkenne deinen Mut.

Erkenne deine Macht an, dass du mit deinen Gedanken, Handlungen und Entscheidungen immer wählen kannst zwischen Angst und Misstrauen oder Vertrauen und Liebe.

Erkenne das Leben mit all seine Facetten an und es wird dir gelingen auch dich im Ganzen anzuerkennen.

Genieße mit mir diesen Augenblick !

Deine Anne

Wie facettenreich bist du?

Allgemein

Wer bist du?

Eine kurze Frage über die man eine ganze Weile nachdenken kann. An was macht man es fest, wer man ist? Am Beruf? An persönlichen Vorlieben? An Persönlichkeitszügen oder Merkmalen? An der Hautfarbe? An dem Herkunftsland? Am Familienstand?

Die Frage „Wer bin ich“ kann uns ganz schön aus dem Konzept bringen und lässt sich so einfach gar nicht beantworten.

Manchmal müssen wir es auch gar nicht einfach halten, denn die Frage nach der eigenen Identität ist komplexer als wir annehmen. Und weil sie so komplex ist belassen wir es meistens bei unserem Namen und der Berufsbezeichnung. Doch ist das wirklich alles? Reicht uns das? Und ist es überhaupt gut, seinen Identität an lapidaren Dingen wie einem Beruf festzumachen?

Folgende kleine Geschichte dazu:

Es war einmal ein Top-Manager eines großen Autokonzerns im Süden von Deutschland. Mit seinem Gehalt gehörte er bereits zu der Elite des Konzerns, er hatte knapp 1000 Mitarbeiter unter seiner Verantwortung und sein Job forderte ihn rund um die Uhr. Seine Frau hatte inzwischen aufgehört, mit dem Essen auf ihn zu warten und seine beiden Kinder waren es gewöhnt, Papa nur am Wochenende zu sehen. Der Manager war nach außen hin zufrieden mit seinem Leben – er hatte alles, was er erreichen wollte. Doch eines Tages geschah etwas Furchtbares. Über Nacht brachen die Aktienkurse des Konzerns ein und es stellte sich eine wirtschaftliche Schieflage ein. Der Konzern sah sich gezwungen, Stellen abzubauen. Zu dieser zählte auch die des Managers. Als er von seiner betriebsbedingten Kündigung erfuhr brach eine Welt für ihn zusammen. Man hatte ihn mit sofortiger Wirkung freigestellt und so verbrachte der Manager Wochen zu Hause, gezeichnet von einer tiefen Sinnkrise. Wer war er, wenn er nun kein Manager mehr war? Was konnte er überhaupt? Was zeichnete ihn aus? Er fühlte sich elend , denn er wusste nicht, wer er gewesen war, bevor er beschloss Manager zu werden…

Diese Geschichte zeigt, wie fatal es sein kann, wenn man seine Identität an nur eine einzige und noch dazu unbeständige Facette des Seins knüpft: den Beruf. Viel zu oft verhindern wir, weiteren Teile in uns Raum zu geben, uns zu entfalten oder zu wachen, weil wir glauben, dass Dies oder Jenes nicht zur aktuellen Identität passt.

Doch das ist Quatsch.

Jeder von uns ist mit einem Facettenreichtum ausgestattet, der nur darauf wartet, entdeckt zu werden. So kannst du Mutter sein und trotzdem beruflichen Erfolg haben. Du kannst Künstlerin sein und in einer Bank arbeiten. Du kannst auf Partys die Extrovertierte und im Familienkreis die Introvertierte sein. Du kannst viel Geld besitzen aber dennoch Gefallen an Second-Hand-Shops finden. Du kannst Jurist sein und dich in deiner Freizeit als Clown für Kinder engagieren.

Ja, wir haben oftmals eine Neigung zu Gegensätzen und den Wunsch Dinge miteinander zu vereinbaren, die scheinbar nicht zu vereinbaren sind. Und daher sage ich dir: Ja, du kannst Gegensätze leben und solltest dies sogar tun!

Wir streben nach Harmonie und Gleichgewicht und dazu zählt, dass wir manchmal Dinge tun, die augenscheinlich nicht zusammenpassen. Doch wenn wir beide Seiten vereinen, spüren wir eine Harmonie, die sich Erfüllung nennt.

Es ist nicht immer einfach, allen Anteilen gerecht zu werden, aber ich ermutige dich, nach ihnen zu suchen. Ausgelebte Facetten schenken uns nicht nur Erfüllung, sondern sie stellen zudem unsere Energiequelle dar. Wir tanken auf, wenn wir manchmal genau das Gegenteil von dem tun, was wir sonst zu tun pflegen.

Ich möchte dir ein paar Impulse mit auf den Weg geben, die du gerne ausprobieren kannst:

Der/die KünstlerIn in dir: malen, singen, nähen, basteln, schreiben, backen, kochen, musizieren, handwerkern, bauen, konstruieren, die Wohnung streichen, dekorieren, neu Einrichten

Der/die EntdeckerIn in dir: wandern, Stadtführungen, Museen, Geocaching (GPS-Touren), Bergwerke / Höhlen, Natur

Der/die GenießerIn in dir: Sonnenaufgänge/Sonnenuntergänge betrachten, Sternenhimmel beobachten, ans Meer fahren, Weinprobe, Kochabend, Oper, Konzert, Waldbaden

Der/die Extrovertierte in dir: Fotoshooting, Karaoke-Bar, Club, tanzen, Networking, Dates, Sport, Fitnessstudio, Klettergarten

Der/die Introvertierte in dir: Kino, Abend zu zweit / Mädelsabend, Fotografieren, spazieren, Natur beobachten, ins Café sitzen, lesen, schwimmen, Sauna

Sei dir bewusst, dass diese Anteile bei jedem von uns in einer unterschiedlichen Art und Weise ausgeprägt sind. Und das diese Anteile deine Aufmerksamkeit bekommen wollen. Gib dir die Chance , dich neu kennenzulernen und herauszufinden wer du bist.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß auf deiner persönlichen Entdeckungsreise! ❤

#Podcastfolge: (M)ein spirituelles Erwachen

Allgemein

Am Mittwoch ist eine neue Podcastfolge an den Start gegangen, die euch hautnah mitnimmt auf meinem Weg vom ego-dominierten Ich zu einem Ich voller Weisheit, Liebe und Dankbarkeit.

Da die Gradwanderung spürbar und sichtbar war, möchte ich euch gerne auch den Teil vorstellen, der sich so sehr gegen die Veränderung und das Wachstum in unserem Leben sträubt.

Wenn Euch diese Folge gefallen hat, freue ich mich riesig über eine Bewertung auf iTunes 🙂

Los gehts zum Podcast!

Erkenne dich und werde frei

Allgemein

Guten Morgen mein/e Liebe/r. Zumindest ist es bei mir gerade morgens. Ein ruhiger, genussvoller Sonntagmorgen, 06.45 Uhr. Draußen ist es noch dunkel und da ich gerade in einem Hotelzimmer gegenüber von Berlins Hauptbahnhof bin, kann ich trotz der Frühe schon einiges beobachten. Ein Taxi hält und fährt, Busse entlassen Menschen am Eingang und die Straße wird allmählich voller. Die Lichter der umliegenden Hochhäuser erhellen die Stadt. Es ist so als ob dieser Moment mir sagt: „Siehst du Anne, das ist Leben. Die Stadt ist lebendig.“ Und noch während ich über diesen Satz nachdenke, was Leben eigentlich ist, zücke ich schon meinen Laptop und beginne zu schreiben.

„Leben ist mehr als das, was wir augenscheinlich glauben zu sehen. Leben beginnt da, wo die Augen aufhören zu sehen.“

– La petite Anni

Ich durfte gestern an einem so unglaublich schönen Event teilnehmen. Als ich im Vorfeld gefragt wurde, was das für ein Event wäre, wusste ich selbst nicht mal so recht, wie ich das nennen sollte. Ein Meditationsevent? Ein Motivationsevent? Eine Show? Ich hatte einfach absolut keine Vorstellung. Letzten Endes war es das Abschlussevent einer kleinen spirituellen Reise, einem Kurs, den ich Anfang Januar begonnen hatte.

Oktober letzten Jahres stand ich an einem Punkt, an dem ich mit der Art wie ich lebte, nicht mehr weiter leben konnte. Ich war mit meinen Ansichten und Werten so unglücklich und befand mich in einem fast unaufhaltbarem Zwiespalt. Ich war erschrocken wie weit ich mich von mir entfernt hatte. Denn ohne es zu wissen, hatte ich mir über viele Jahre hinweg ein Kartenhaus auf Treibsand gebaut. Und dieses Kartenhaus drohte jeden Moment einzustürzen. Es rüttelte und wackelte und mir begegneten Situationen, die mir das immer wieder vor Augen hielten. Ich bekam große Angst. Denn ich wusste, dass mir dieses drohende Schicksal den Boden unter den Füßen wegreißen würde und das konnte und wollte ich nicht. Nicht für mich. Nicht für meine Familie. Also begann ich nach Möglichkeiten und Antworten Ausschau zu halten. Ich öffnete mich für neue Wege und vor allem entwickelte ich die Bereitschaft, mich wirklich ändern zu wollen.

Während eines Spaziergangs trafen Worte direkt in mein Herz. Sie haben alles verändert. Denn ich begann plötzlich zu begreifen. Ich begriff innerhalb einer Sekunde worum es ging. Ich erkannte diese ungeheuer große Möglichkeit, die in mir lag und dass der Schlüssel für Veränderung ich selbst bin.

Du bist der Schlüssel für Veränderungen. Jeder trägt diesen Schlüssel in sich. Sei mutig und mach dich auf den Weg, um ihn zu finden.

– La petite Anni

Seit Oktober suche ich nun mit aller Sehnsucht nach diesem Schlüssel. Es ist der Schlüssel zum eigenen Herzen.

Wir leben in einer Gesellschaft in der viele Menschen ihr Herz, bewusst oder unbewusst, verschlossen haben. Negative Erfahrungen, Enttäuschungen, Intrigen, Belastungen, Schmerz – all das lässt uns unser Herz verschließen. Wir glauben, dass dies uns vor neuen, schlimmen und schmerzhaften Momenten schützen wird. Aber das tut es nicht. Jede Negativität, jede schmerzhafte Erfahrung wird unser Herz mehr und mehr verschließen bis wir irgendwann an einem Punkt stehen, wo wir tiefe Traurigkeit verspüren und nicht wissen warum. Wir machen jeden und alles für unsere Traurigkeit verantwortlich. Wir suchen einen Schuldigen, auf den wir all unseren Ärger und unsere Wut laden können, was nicht selten unsere Partner, Kinder oder Menschen sind, dir wir im Inneren besonders lieben. Wir suchen so verbittert und voller Schmerz nach einem Schuldigen. Bis wir erkennen, dass es keinen Schuldigen gibt. Bis wir erkennen, dass es niemanden gibt, der die Verantwortung für unser Leben übernimmt. Außer wir selbst.

Es erscheint dir vielleicht merkwürdig, wenn ich dir sage, dass der erste Schritt auf dem Weg zu mehr Frieden in dir ist, dir einzugestehen, dass du schon viel zu lange nach einem Schuldigen suchst. Du hoffst, dass jemand eine Hand hebt und sagt „komm, gib schon her, ich regle das alles für dich. Leg dich mal aufs Sofa. Ich kümmere mich um deine Probleme. Ich führe das schwierige Gespräch, ich gehe für dich zum Sport, ich fahre für dich zur Arbeit. Ich esse, trinke, schlafe für dich und wenn es sein muss, gehe ich für dich aufs Klo.“

Es ist etwas überspitzt, aber verstehst du was ich meine? Diesen jemand gibt es nicht. Denn dieser jemand bist du. Steh auf und fange an Verantwortung für all die kleinen und großen Dinge zu übernehmen, die dir am Tag begegnen. Es ist der wichtigste und erste Schritt, um sich aus dem Verließ zu befreien, in dem so viele Menschen sitzen.

Ich habe gestern viel geweint, fremde Menschen umarmt, Liebe geschenkt und erhalten und das wichtigste: Ich habe vergeben. Ich habe all die Lasten, all die Momente vergeben, die mein Herz noch immer verschlossen haben. Ich habe Verantwortung übernommen und damit wieder einen Meilenstein auf meinem Weg geschafft, der Mensch zu werden, der ich werden möchte.

Frei. Erfüllt. Dankbar. In Liebe & ein Licht in dieser Welt.

Ich wünsche dir einen wunderbaren Sonntag.

Mögen die richtigen Worte dein Herz berühren.

Deine Anne

Möge die Musik Euer Herz berühr’n

Allgemein

Was ist der Unterschied zwischen einem Beruf und einer Berufung? Diese feine Nuance, diese Differenzierung durch das Ergänzen einer einzigen Silbe, macht in der Wortbedeutung einen riesigen Unterschied. Ich habe lange, lange, ja wirklich sehr lange, nach meinem perfekten Beruf gesucht. Und habe geglaubt, ihn gefunden zu haben. Bis ich merkte, dass nicht der Beruf die Erfüllung im Leben bringt, sondern das Ausleben der eigenen Berufung.

Dieses Jahr steht unter dem Motto der Hingabe. In keinem Beruf habe ich so viel Hingabe erfahren wie in der schöpferischer Tätigkeit. Dinge zu kreieren, Neues zu schaffen, sich mit seiner Kreativität zu verbinden – all das erfordert Hingabe.

Seit diesem Jahr widme ich mich wieder mehr und mehr der Künstlerin in mir. Und so ist mein neues Projekt entstanden, das ich den Namen „Herzmelodien“ gegeben habe.

Die Welt der Musik eröffnete sich mir mit meinem ersten absoluten Lieblingslied: My heart will go one. Himmel, habe ich diesen Song gefeiert! Den ganzen Kindergarten habe ich damit angesteckt, da ich morgens immer meine Kassette mit dem aufgenommen Radiomitschnitt mitnahm und erstmal ordentlich dazu abtanzte. Yes, das war mein Hit und ich merkte, wie sehr ich in der Musik aufging. Von dem Zeitpunkt an, war ich nicht mehr zu bremsen. Mit meiner Blockflöte begleitete ich zuhause jeden Song, der mir gefiel – ganz zum Leid meiner Eltern. 😀

Später lernte ich dann ein anständiges Instrument – die Geige – kennen (auch wenn ich eigentlich lieber Klavier gespielt hätte). Da meine Liebe zur Geige dann doch nicht so groß war, beschloss ich in meinen Teenagerjahren, dass ich unbedingt einmal so singen will wie Alicia Keys. Und so kam ich schlussendlich zum Gesang.

All die Jahre sang ich viel für mich – studierte insgeheim Lieder ein, die ich aber nie vorführte. Irgendwas an meinem Talent war mir peinlich und so verschloss ich diese Gabe vor meiner Außenwelt. Aber es erfüllte mich. Auch wenn ich es nur für mich tat.

Da Hingabe mein Jahresmotto ist und sich diese sehr oft in der Kreativität widerspiegelt, heißt es auch für mich, mich nun endlich der Musik mit meiner vollen Emotionsbandbreite hinzugeben.

Es ist nicht peinlich und nichts wofür man sich schämen sollte. Emotionen sind weder eine Schwäche noch etwas, was man verstecken muss. Emotionen machen Menschen menschlich. Sie machen authentisch, nahbar, echt und das Wunderschönste ist – sie verbinden Menschen.

Viele von uns spielen eine Rolle im Außen. In der Hoffnung, dass ihr wahres Wesen nicht erkannt wird. Das ist sehr schade. Denn ich persönlich möchte nicht länger die Masken der Menschen bewundern. Nicht länger Honig ums Maul schmieren für all die Erfolge, die sie feiern. Will mich nicht einreihen in die Schlange der Beglückwünschungen und Beweihräucherung für all die Heldentaten, die aber insgeheim nichts über den Menschen aussagen. Ich möchte Echtheit. Ich möchte Verbundenheit und den Menschen in dem sehen, was er ist.

Musik, so glaube ich, ist ein Schlüssel zum Herz. Und wer die Gabe hat, Musik zu machen, sollte sie nutzen. Gebrauchen, um ein Herzöffner zu sein. Um Menschen in den Tiefen des Lebens und in Lebenshochphasen zu berühren. Musik vermag so viel. Sie tröstet, sie spiegelt Freude wider, sie beschützt, sie inspiriert, sie gibt dem perfekten Moment die letzte Note. Musik ist magisch. ❤

Zum Abschluss möchte ich euch ein ganz ganz tolles Beispiel und für ich riesiges Vorbild zeigen, das ich in einer Staffel von The Voice Senior entdeckt habe. Es ist faszinierend anzuschauen und zeigt, wie wunderschön es ist, sich seiner Musik voll hinzugeben. Vorhang auf:

#podcast : Erinnere dich, wer du bist

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Ich finde dieses Thema unheimlich inspirierend und spannend, um sich darin zu verlieren. Daher habe ich dir eine neue Podcastfolge dazu gesprochen, in der es noch einmal konkret darum geht, was es heißt, sich zurück zu erinnern wer man ist.

Vielleicht wünschst du dir manchmal mehr Begeisterungsfähigkeit, mehr Leidenschaft oder fragst dich, welche Talente eigentlich in dir schlummern.

Höre mal rein in diese Folge und wer weiß, vielleicht liegt die Antwort direkt vor dir.

Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende & freue mich auf dein Feedback.